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Mi, 11:09 Uhr
05.06.2024
Europawahl:

Wie wohlhabend sind die Deutschen?

In welchem Land der Europäischen Union (EU) sind die Einkommen am gleichmäßigsten verteilt und wo können sich Menschen von ihrem Geld am meisten leisten? Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) geht diesen Fragen nach, eine interaktive Grafik ermöglicht den EU-weiten Vergleich auf einen Blick...

Vermögen (Foto: günter auf Pixabay) Vermögen (Foto: günter auf Pixabay)
Luxemburger verfügen im europäischen Vergleich im Mittel über die höchsten Nettoeinkommen, Bulgaren sind mit einer Quote von fast 23 Prozent besonders häufig armutsgefährdet und in der Slowakei ist das Einkommen am gleichmäßigsten verteilt: Das sind Ergebnisse einer neuen IW-Studie , die auf Basis von Haushaltsdaten von Eurostat die Einkommensverteilung EU-weit untersucht.


Vor der EU-Osterweiterung vor zehn Jahren führten die skandinavischen Staaten regelmäßig die Gleichheitsrankings der EU an, heute sind die Einkommen in den osteuropäischen Ländern Slowakei, Slowenien und Tschechien besonders gleichmäßig verteilt.

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Darüber hinaus haben die Wissenschaftler betrachtet, wie hoch die Armutsgefährdung ist und wie viele Menschen zur Mittelschicht gehören – gemessen am mittleren Einkommen des jeweiligen Landes. So waren im Jahr 2021 nur zehn Prozent der Tschechen armutsgefährdet, europäischer Bestwert. Deutschland liegt hier mit 14,8 Prozent unter dem EU-Durchschnitt von 16,5 Prozent. Die größte Mittelschicht findet sich in der Slowakei mit 62 Prozent. Deutschland liegt im Mittelfeld: Hier beträgt der Bevölkerungsanteil in der Mittelschicht etwa 50 Prozent.

Kaufkraft verändert Einkommensverteilung
Berücksichtigt man die Kaufkraft – also wie viel die Menschen sich im Vergleich der EU-Länder für ihr Geld leisten können – verändert sich das Bild: Kaufkraftbereinigt gehören 60 Prozent der Luxemburger zur oberen Mittelschicht oder zu den relativ Reichen. Gemessen an diesem EU-weiten Maßstab zählen Ungarn und die Slowakei zu den Ländern mit dem höchsten Armutsrisiko. Auch in Deutschland verschiebt sich die Verteilung: Kaufkraftbereinigt halbiert sich die Armutsgefährdungsquote und der Anteil der relativ Einkommensreichen steigt von 3,7 auf 8,4 Prozent.


Deutschland ist im EU-Vergleich überdurchschnittlich wohlhabend
Deutschland zählt nach wie vor zu den einkommensstärksten Ländern Europas. „In den letzten Jahren konnten aber auch insbesondere die osteuropäischen EU-Länder starke Einkommenszuwächse verbuchen“ sagt IW-Expertin Judith Niehues. „Die Einkommen in Europa haben sich dadurch angenähert.“

Zur Methodik
Die Berechnungen stützen sich auf Daten der europaweit durchgeführten Gemeinschaftsstatistik über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC). Für alle 27 EU-Länder liegen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Studie Einkommensdaten bis einschließlich 2021 vor. Alle Einkommen werden in Nettoäquivalenzeinkommen umgerechnet. Ob ein Land reich oder arm ist, ist eine Frage des Maßstabs. So bestimmt das mittlere Einkommen in einem Land, wo die Einkommensgrenzen verlaufen.

Als relativ einkommensreich gilt gemäß IW-Definition, wer mehr als 250 Prozent des mittleren Einkommens verdient. Armutsgefährdet ist dagegen, wer weniger als 60 Prozent davon bezieht. Um die EU-Länder miteinander vergleichen zu können, haben die IW-Experten die nationalen Währungen mit Hilfe von Kaufkraftparitäten (KKP) in Kaufkraftstandards (KKS) umgerechnet (zur Vereinfachung wird von kaufkraftbereinigten Euro gesprochen). Mit einem KKS können sich Menschen in allen Ländern theoretisch die gleiche Menge an Waren und Dienstleistungen kaufen.
Autor: psg

Kommentare
Wie Bitte
05.06.2024, 12.49 Uhr
Endlich Schwarz auf weiß,
das es uns deutschen Im Vergleich so SCHLECHT geht das, es uns keiner übel nehmen kann wie Sie wählen! Es kann NICHT sein das die Ampel UNS Deutsche und UNSER Deutschland in die Armut noch hinter Bulgarien, Rumänien oder gar Griechenland steuert!!! Wacht auf!
diskobolos
05.06.2024, 14.13 Uhr
Mit diesen Statistiken
... kann ich wenig anfangen. Man vergleicht die Einkommen und Vermögen innerhalb eines Landes und dann die entsprechenden Anteile der Gruppen zwischen den Ländern. Das ist so "um die Ecke herum" gerechnet. Sinnvolle Aussagen der Art: Im Land A gibt es mehr Arme (Reiche) als im Land B lassen sich so kaum gewinnen, wenn der Maßstab dafür in jedem Land anders ist.

Betrachtet man die Vermögen, so ist bekannt, dass die Immobilienvermögen in D niedriger sind, da hier viele Mieter sind. In Ländern wie Griechenland oder Bulgarien besitzen die meisten Wohneigentum
HisMastersVoise
05.06.2024, 14.51 Uhr
An die Redaktion !
Es wäre extrem hilfreich, eine Statistik zu veröffentlichen, die auch von den Lesern hier verstanden wird. Das Bulgarien vor Deutschland im Vergleich der Vermögenswerte steht, halte ich für ein Gerücht !
Anmerkung techn. Support:
So steht es ja auch nicht in der Grafik.
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