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Sa, 09:08 Uhr
27.06.2026
Sieben Tipps damit der Garten gut durch die Hitzewelle kommt

Hacken, Hecke, Humus

Die tagelange Hitzewelle stellt Gartenbesitzende vor Herausforderungen: Wie überstehen Gemüsepflanzen und Stauden die Trockenheit? Der NABU gibt dafür Tipps...

1. Wässern, aber richtig. Jetzt brauchen die Pflanzen im Garten mehr Wasser, da durch die Hitze mehr verdunstet. Am besten wird Regenwasser genutzt, das in Tonnen mit Deckel gesammelt werden sollte. Die Pflanzen direkt am Boden gießen – und zwar am Morgen, damit Schnecken und Pilze weniger Chancen haben und die Verdunstung reduziert wird. Besser einmal richtig wässern, als oft und nur wenig Wasser geben. NABU-Pressesprecherin Silvia Teich: „So werden die Pflanzen dazu erzogen, tief zu wurzeln, wo der Boden noch mehr Feuchte hat. Das macht sie resistenter gegen Dürreperioden.“

2. Auch durch Hacken nach dem Wässern wird weniger Wasser verdunstet, da die Kapillare im Boden unterbrochen werden, über die das Wasser an die Oberfläche steigt. Der gehackte Boden kann dann noch gemulcht werden, um die Feuchte im Boden zu halten. Wichtig ist, nicht zu tief in den Boden zu gehen, sondern nur oberflächlich zu hacken.

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3. Mit Humus kann Wasser im Boden besser gespeichert werden. Dazu kann man die Gartenerde mit selbsthergestelltem Kompost anreichern. Das speichert nicht nur besser die Feuchtigkeit, sondern ist auch gleichzeitig ein nahrhafter Dünger. Teich: „Auf keinen Fall sollte torfhaltige Erde verwendet werden. Torf gibt das im Moor in großen Mengen gespeicherte Kohlendioxid wieder frei. Und auch synthetisch hergestellte Dünger sind schlecht fürs Klima, weil er auf Dauer die Mikroorganismen im Boden schwächt.“

4. Rasenschnitt, Stroh, unerwünschte Wildkräuter (ohne Samen) eigenen sich zum Mulchen. Besonders Gemüsebeete profitieren davon. Wer Brennnesseln oder Beinwell nutzt, versorgt seine Gemüsepflanzen gleichzeitig mit Nährstoffen. Unter der Mulchschicht bleibt es feucht, da Waser am Verdunsten gehindert wird.

5. Trockenheitsverträgliche Stauden pflanzen. Das sind beispielsweise Graslilien, Goldhaaraster, Sandnelke, Gewöhnlicher Natternkopf und die Große Braunelle.

6. So viel Gartenfläche wie möglich entsiegeln, damit das Regenwasser vom Boden aufgenommen werden kann. Teich: „Je weniger Beton und Stein und stattdessen mehr Grün, desto kühler und feuchter bleibt der Garten auch im Hochsommer.“ Sinnvoll ist es auch – gerade bei kleinen Gärten oder Hinterhofgärten – Hauswände und Mauern mit Kletterpflanzen zu begrünen.

7. Eine Hecke aus heimischen Gehölzen spendet Schatten. So geschützt verlieren die Pflanzen hinter der Hecke weniger Wasser durch Verdunstung, bekommen dennoch ausreichend Sonne. Zudem sind die Beete gegen Wind geschützt, der sie zusätzlich austrocknen kann.
Autor: red

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