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Di, 08:44 Uhr
30.06.2026
Abiturjahrgang in Worbis verabschiedet

Mit Stolz, Applaus und 35 Grad ins Leben

Bei hochsommerlichen Temperaturen erhielten 42 Abiturientinnen und Abiturienten des Worbiser Gymnasiums ihre Zeugnisse der erfolgreich abgelegten Reifeprüfung...

Blickte man während der kurzweiligen Festveranstaltung in die Reihen des Publikums, sah man neben zahlreichen Fächern und Handventilatoren vor allem glückliche Absolventinnen und Absolventen sowie stolze Eltern, Familienangehörige und Freunde. Nach zwölf Schuljahren ist nun ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht, und die jungen Erwachsenen sind – zumindest laut Abiturzeugnis – „reif“ für den nächsten Lebensabschnitt.

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Der Abiturjahrgang 2026 (Foto: Nadine Böhlitz)

Der 27. Juni stellte nicht nur temperaturtechnisch einen neuen Hitzerekord auf, sondern auch in anderer Hinsicht: Sage und schreibe 17 Abiturientinnen und Abiturienten erreichten einen Notendurchschnitt mit einer Eins vor dem Komma. Besonders geehrt wurden Lara Marie Nolte und Sarabella Maria Willhammer für ihren hervorragenden Abiturdurchschnitt von 1,0. Darüber hinaus ist Sarabella Maria Willhammer die 3000. Abiturientin, die das Worbiser Gymnasium seit seinem Bestehen verabschiedet hat. Doch damit nicht genug: Gemessen an der erreichten Gesamtpunktzahl ist sie eine der erfolgreichsten Absolventen in der Geschichte der Schule. Umso bemerkenswerter ist, dass sie sich nun auf ein Freiwilliges Soziales Jahr in Afrika vorbereitet. Dies zeigt eindrucksvoll, dass außergewöhnliche schulische Leistungen und großes soziales Engagement hervorragend miteinander vereinbar sind.

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Ebenfalls ausgezeichnet wurden Chiara Fischer (1,1), Vanessa Rogge und Elisa Barthel (jeweils 1,2) sowie Samuel Bernd und Maximilian Gödecke für ihre besonderen Leistungen im Fach Physik. Samuel Bernd erhielt darüber hinaus den Pierre-de-Coubertin-Schülerpreis, der jährlich vom Landessportbund Thüringen gemeinsam mit dem Thüringer Bildungsministerium an engagierte und sportlich wie schulisch vorbildliche Jugendliche verliehen wird.

Musikalisch wurde die Festveranstaltung traditionell vom Saxophon-Quartett der Eichsfelder Musikschule begleitet. Ein besonderes Highlight war die Darbietung des Titels „Im Eichsfeld“, bei der kaum ein Fuß stillstehen konnte. Doch auch Schülerinnen und Schüler der Schulgemeinschaft verliehen der Feier einen würdigen musikalischen Rahmen. So begeisterte Ella Borkowski mit einer gefühlvollen Interpretation von „A Thousand Years“, die sie sowohl gesanglich als auch am Klavier präsentierte. Beim Lied „Auf uns“ wurde sie von Antonia Vatteroth begleitet. Die beiden Schülerinnen bewiesen mit ihrem Auftritt eindrucksvoll Mut, Selbstvertrauen und musikalisches Feingefühl. Amy Schulz, Josefine Erdmann und Pauline Schneider aus Jahrgang 11 ergänzten das Programm stimmungsvoll.

Den Abschluss der Veranstaltung gestaltete traditionell Dr. Daniel Bertram, Vorsitzender des Schulfördervereins. In seiner Rede erzählte er zunächst mit einem Augenzwinkern, wie stolz er darauf gewesen sei, trotz eigener handwerklicher Unsicherheit eine Gartenschlauchhalterung selbst montiert zu haben. Anschließend richtete er eine nachdenkliche Frage an die Absolventinnen und Absolventen: „Wann wart ihr das letzte Mal wirklich stolz auf euch?“ Stolz auf etwas, das ihr trotz Hürden und Umwegen aus eigener Kraft erreicht habt? Schnell wurde deutlich, dass nicht nur große Erfolge gefeiert werden sollten, sondern auch die kleinen Siege des Alltags – sei es in der Schule, im Beruf oder im persönlichen Leben. Ebenso wichtig sei es jedoch, das Miteinander nicht aus den Augen zu verlieren und sich darüber zu freuen, wenn andere die eigenen Leistungen anerkennen und wertschätzen.

Rückblickend lässt sich festhalten, dass diese Abiturfeier den Gästen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Neben zahlreichen Ventilatoren, Fächern sowie unzähligen sichtbaren – und unsichtbaren – Schweißtropfen zeigte sie vor allem eines: Glücklich zu sein bedeutet nicht, das Beste von allem zu haben, sondern das Beste aus allem zu machen.
Nadine Böhlitz
Autor: red

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