Sa, 07:54 Uhr
14.09.2013
Donnerstag letzter Zyklus in Worbis
Beim Fest der Ermutigung” unter dem Motto Stärke meine Brüder..” wurde in festlichem Rahmen mit Buffet und Getränken im Hugo-Aufderbeck-Haus in Worbis von Susann Mai der Film über Gentechnik Percy Schmeiser-David gegen Monsanto” gezeigt...
Der Reportage stammt von dem mehrfach preisgekrönten deutschen Filmemacher Bertram Verhaag.
Er stellt dar, wie die Bewahrung der Schöpfung jeden Tag den Mut des Einzelnen braucht. "Er sollte auf die eigene Stärke zu besinnen. Mut machen, dem eigenen Gewissen zu folgen. Und zeigen, dass manchmal ein Mensch auch allein viel bewirken kann, das allen dient." fasst Susann Mai die Botschaft des Films kurz zusammen. Die Dokumentation zeigt, wie verletzlich die Existenz von Landwirten durch den Einsatz von Gentechnik geworden ist.
Im Fall von Percy Schmeiser wurde dessen 50jährige eigene Saatzucht zerstört. Leben lang voll harter Arbeit wurde in einem Jahr zunichte gemacht. Damit wurde seine Existenz aufs Spiel gesetzt. Und das begann ohne eigenes Zutun. Man stelle sich vor: Ein Sturm weht über ihren Garten und ohne ihr Wissen und ohne ihre Zustimmung sind nun fremde, genmanipulierte Samen in ihrem jahrelang gepflegten und gehegten Gemüsebeet.
Ein paar Tage später kommen Vertreter eines Multikonzerns zu ihnen nach Hause, fordern ihr Gemüse und erstatten gleichzeitig Strafanzeige in Höhe von 20.000 Euro wegen widerrechtlicher Nutzung patentierter genmanipulierter Samen. Und: Das Gericht gibt dem Konzern Recht! Doch Sie kämpfen...
Diese kleine Geschichte ist keine Utopie sondern bittere Wahrheit weltweit. Es ist auch die Wahrheit von Percy und Louise Schmeiser in Kanada -Träger des alternativen Nobelpreises- die seit mittlerweile 1996 gegen den Chemie- und Saatguthersteller Monsanto kämpfen. Rund dreiviertel der Welt-Ernte an genmanipulierten Pflanzen stammen heute aus Monsanto-Labors, einem US-Konzern, der düstere Erfindungen wie DDT, PCB und Agent Orange sein eigen nennt. Um die Vorherrschaft vom Acker bis zum Teller zu erlangen, schreckt Monsanto vor nichts zurück. Das mussten auch die Farmer Troy Rush, David Runyon und Marc Loiselle erfahren, sowie tausende Bauern weltweit. Sie und die Schmeisers kämpfen nicht nur gegen Monsanto und somit für ihre Weiter-Existenz als Farmer, sondern für das Recht auf Redefreiheit und für das Recht auf Eigentum.
Die Machenschaften des Chemiekonzerns erinnerten die DDR-erprobten Generationen stark an die Methoden der Stasi zu DDR Zeiten und gingen unter die Haut. Dies ist aber nicht vorbei sondern geschieht aber noch heute an zahlreichen Orten auf dieser Welt. Wie lange wird unsere Region davon noch verschont? Nur so lange, wie ihre Bewohner sich informieren, auch das Kleingedruckte lesen und sich dafür entscheiden, reines Saatgut und gentechnikfreie Futtermittel für ihre Tiere zu verwenden.
Solange es das noch gibt. Denn Monsanto ist nicht nur weit weg in der Welt. Es ist auch direkt hier in unserer Region! Die Monsanto-Produkte wie beispielsweise Round Up als Unkrautvernichter benutzen hier bereits Agrargemeinschaften, landwirtschaftliche Betriebe und viele Kleingärtner in ihren gepflegten Gartenparzellen. Über die Spätfolgen sollte sich vor Gebrauch umfassend informiert werden.
Doch vor allem setzen sich die Schmeisers trotz ihres hohen Alters für die Zukunft ihrer Kinder und Enkel ein, damit auch diese eine Chance haben, in einer Welt ohne genmanipulierte Nahrung aufzuwachsen.
Dieser Film machte Mut.
Mut all denjenigen, die fürchten, man hätte als Einzelner keine Macht gegen die Politik, die Großkonzerne oder die Wirtschaft. David gegen Monsanto” bewiest das Gegenteil. Er machte Mut, für die Bewahrung der Schöpfung einzutreten. Nicht nur im Reden, vor allem im täglichen Handeln. Nachfragen zum Film unter susann.mai@oedp.de.
Bei alkoholfreien Cocktails, einem Gläschen Wein oder Bier und gemütlichem Zusammensein klang der Abend aus.
Der letzte Abend in diesem Festzyklus findet am Do, 19.9.13, um 19.45 Uhr, im Hugo-Aufderbeck-Haus, Worbis, Kirchstraße, mit dem Film Water makes money” - über die Privatisierung des Trinkwassers- statt. Anmeldungen und Platzreservierungen erbeten unter 036074/92595 oder 0171/7239695. Bitte auf dem Anrufbeantworter Nachricht und Telefonnummer für Bestätigung hinterlassen. Alle interessierten Teilnehmer sind willkommen.
Autor: enDer Reportage stammt von dem mehrfach preisgekrönten deutschen Filmemacher Bertram Verhaag.
Er stellt dar, wie die Bewahrung der Schöpfung jeden Tag den Mut des Einzelnen braucht. "Er sollte auf die eigene Stärke zu besinnen. Mut machen, dem eigenen Gewissen zu folgen. Und zeigen, dass manchmal ein Mensch auch allein viel bewirken kann, das allen dient." fasst Susann Mai die Botschaft des Films kurz zusammen. Die Dokumentation zeigt, wie verletzlich die Existenz von Landwirten durch den Einsatz von Gentechnik geworden ist.
Im Fall von Percy Schmeiser wurde dessen 50jährige eigene Saatzucht zerstört. Leben lang voll harter Arbeit wurde in einem Jahr zunichte gemacht. Damit wurde seine Existenz aufs Spiel gesetzt. Und das begann ohne eigenes Zutun. Man stelle sich vor: Ein Sturm weht über ihren Garten und ohne ihr Wissen und ohne ihre Zustimmung sind nun fremde, genmanipulierte Samen in ihrem jahrelang gepflegten und gehegten Gemüsebeet.
Ein paar Tage später kommen Vertreter eines Multikonzerns zu ihnen nach Hause, fordern ihr Gemüse und erstatten gleichzeitig Strafanzeige in Höhe von 20.000 Euro wegen widerrechtlicher Nutzung patentierter genmanipulierter Samen. Und: Das Gericht gibt dem Konzern Recht! Doch Sie kämpfen...
Diese kleine Geschichte ist keine Utopie sondern bittere Wahrheit weltweit. Es ist auch die Wahrheit von Percy und Louise Schmeiser in Kanada -Träger des alternativen Nobelpreises- die seit mittlerweile 1996 gegen den Chemie- und Saatguthersteller Monsanto kämpfen. Rund dreiviertel der Welt-Ernte an genmanipulierten Pflanzen stammen heute aus Monsanto-Labors, einem US-Konzern, der düstere Erfindungen wie DDT, PCB und Agent Orange sein eigen nennt. Um die Vorherrschaft vom Acker bis zum Teller zu erlangen, schreckt Monsanto vor nichts zurück. Das mussten auch die Farmer Troy Rush, David Runyon und Marc Loiselle erfahren, sowie tausende Bauern weltweit. Sie und die Schmeisers kämpfen nicht nur gegen Monsanto und somit für ihre Weiter-Existenz als Farmer, sondern für das Recht auf Redefreiheit und für das Recht auf Eigentum.
Die Machenschaften des Chemiekonzerns erinnerten die DDR-erprobten Generationen stark an die Methoden der Stasi zu DDR Zeiten und gingen unter die Haut. Dies ist aber nicht vorbei sondern geschieht aber noch heute an zahlreichen Orten auf dieser Welt. Wie lange wird unsere Region davon noch verschont? Nur so lange, wie ihre Bewohner sich informieren, auch das Kleingedruckte lesen und sich dafür entscheiden, reines Saatgut und gentechnikfreie Futtermittel für ihre Tiere zu verwenden.
Solange es das noch gibt. Denn Monsanto ist nicht nur weit weg in der Welt. Es ist auch direkt hier in unserer Region! Die Monsanto-Produkte wie beispielsweise Round Up als Unkrautvernichter benutzen hier bereits Agrargemeinschaften, landwirtschaftliche Betriebe und viele Kleingärtner in ihren gepflegten Gartenparzellen. Über die Spätfolgen sollte sich vor Gebrauch umfassend informiert werden.
Doch vor allem setzen sich die Schmeisers trotz ihres hohen Alters für die Zukunft ihrer Kinder und Enkel ein, damit auch diese eine Chance haben, in einer Welt ohne genmanipulierte Nahrung aufzuwachsen.
Dieser Film machte Mut.
Mut all denjenigen, die fürchten, man hätte als Einzelner keine Macht gegen die Politik, die Großkonzerne oder die Wirtschaft. David gegen Monsanto” bewiest das Gegenteil. Er machte Mut, für die Bewahrung der Schöpfung einzutreten. Nicht nur im Reden, vor allem im täglichen Handeln. Nachfragen zum Film unter susann.mai@oedp.de.
Bei alkoholfreien Cocktails, einem Gläschen Wein oder Bier und gemütlichem Zusammensein klang der Abend aus.
Der letzte Abend in diesem Festzyklus findet am Do, 19.9.13, um 19.45 Uhr, im Hugo-Aufderbeck-Haus, Worbis, Kirchstraße, mit dem Film Water makes money” - über die Privatisierung des Trinkwassers- statt. Anmeldungen und Platzreservierungen erbeten unter 036074/92595 oder 0171/7239695. Bitte auf dem Anrufbeantworter Nachricht und Telefonnummer für Bestätigung hinterlassen. Alle interessierten Teilnehmer sind willkommen.