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Sa, 11:44 Uhr
21.09.2013

Gegen Hunde-Massenmord

In nur 14 Tagen sind rund 67.000 Tierfreunde dem Aufruf der Tierschutzorganisation TASSO gefolgt und stimmten mit ihrer Unterschrift gegen den Hunde-Massenmord in Rumänien. Demnächst wird die Petition der Tierschützer beim rumänischen Verfassungsgericht (Curtea Constitutionala a României) eintreffen...

Seit einigen Wochen werden vor allem in Bukarest und Brasov tausende von Vierbeinern auf offener Straße getötet, so Mike Ruckelshaus, tierschutzpolitischer Sprecher von TASSO.

Professionelle Hundefänger stützten sich dabei schon jetzt auf das schwebende und auch in der rumänischen Bevölkerung umstrittene Euthanasiegesetz "PL912" und machten gnadenlos Jagd auf Straßenhunde. "Töten ist aber keine Lösung", sagt Ruckelshaus. "Die einzig nachhaltige, tierschutzgerechte und ethisch vertretbare Maßnahme ist die Kastration der Hunde."

Darüber hinaus müsse die Vermittlung von Hunden im Land selbst durch gezielte Adoptionsprogramme gefördert werden. Durch die Adoption der Hunde könnten die Einwohner diese vor dem Tod retten. Außerdem gebe es inzwischen auch Widerstand bei den rumänischen Parlamentariern. 30 engagierte Volksvertreter hätten zumindest einen Aufschub in der Durchsetzung des Euthanasiegesetzes bewirkt und dafür gesorgt, dass sich das rumänische Verfassungsgericht nun mit dem Thema beschäftigen muss.

"Sollte das Verfassungsgericht das Gesetz als nicht verfassungskonform einstufen, werden die Karten neu gemischt", sagt Philip McCreight, Leiter von TASSO. "Dann haben die Straßenhunde noch eine echte Chance". Segne das Gericht allerdings "PL912" ab, dürften Hunde nach 14 Tage Aufenthalt in Tierheimen getötet werden. "Die Entscheidung liegt also nun beim rumänischen Verfassungsgericht. Bereits im vergangenen Jahr hat das Gericht - nicht zuletzt aufgrund der massiven Proteste von Tierschützern - das Euthanasiegesetz völlig überraschend gekippt."
Autor: en

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