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Sa, 16:23 Uhr
05.10.2013

Auch der Herbst hat seine schönen Tage...

Ein Sprichwort mit sehr viel Wahrheitsgehalt, bezieht man dieses auf die Jahreszeit aber auch auf das Lebensalter. Eben Tage dieses "Herbstes " durchlebe ich gegenwärtig - und durfte sie in besonderer Weise in den letzten Tagen im Eichsfeld erleben...

Ich Jahrgang 1941 kam ich im Zuge der Evakuierung anno 1945 nach Neustadt/Eichsfeld. Ob es nun ein Fluch oder Segen für mich war oder aber Glück im Unglück - eine Frage, die so nicht beantwortbar ist, da ich ja nicht weiß, wie mein Leben in meinem niederschlesischen Geburtsort verlaufen wäre, welche Kindheit ich gehabt hätte, welche berufliche Entwicklung ich eingeschlagen hätte. Offene Fragen.

Was ich allerdings konstatieren kann: voller Dankbarkeit und Zufriedenheit blicke ich auf die Zeit meiner Kindheit und Jugend zurück, die ich im Eichsfeld erleben durfte. Von dieser Zeit bin ich geprägt mit einer Nachhhaltigkeit, die seinesgleichen sucht.

Wenn es mich dann Anfang der 70er Jahre nach Sömmerda "verschlagen" hatte, waren es ausschließlich berufliche Gründe. Das schöne Eichsfeld mit seinen bodenständige Menschen mit seiner Kultur und Natur veranlasst mich immer wieder dorthin zurückzukehren. So auch in den letzten Tagen.

Ausgangspunkt die Stadt Leinefelde, die eine tolle Entwicklung genommen hat; sehr bedauerlich das "Aus" der "Spinne". Begeisterung pur im dortigen Leine - Hallenbad . Eichsfelder, ihr könnt stolz darauf sein - wir haben in Sömmerda Gleiches nicht zu bieten; das Cafe am Märtensteich - Herz und Gaumen, was willst Du mehr?

Nach dem einstigen "Köhlersgrund " gefragt erhielten wir diese Antwort "..ein Schlammloch mit Autobahnanbindung". Ich lasse es unkommentiert.

Wir durchfuhren die Grenzdörfer mit gemischten Gefühlen, wohl wissend um die traurige Vergangenheit DDR-Geschichte, hatten am Hotel "Sonnenstein" persönliche Begegnungen mit Berlinern; der ältere Herr mit Rollator - einst Grenzer am Standort Holungen/Brehme - lernte zur damaligen Zeit seine spätere Ehefrau kennen.

"Dort wo das Kreuz am Hügel ragt" - wir waren dort oben auf dem Sonnenschein mit Blick ins Land aber auch auf das ehemalige Kaliwerk, wo "Kalimännner" mit Hungerstreik glaubten, den Untergang des Werkes aufhalten zu können. Es war ein Irrtum.

Großbodungen ist eine Reise wert. Hier ließ "Lukullus " in besonderer Weise grüßen: "Cafe in der Kemenate" - nicht nur mit Köstlichkeiten für den Gaumen, sondern auch mit einer bemerkenswerten Ausstellung mit Zeichnungen, Malerei, Keramik - eine Retrospektive von Heide Liesaus aus dem Eichsfeld.

In der Kürze der Zeit durfte eine Wanderung auf dem "Scharfenstein" nicht fehlen; wir machten Stopp an einer kleinen aber feinen Kapelle in der Nähe der ehemaligen Siedlung Steinhagen, die uns geradezu einludt zum Verweilen und zu einem Gebet "Vater unser..".

Erklärtes Ziel waren aber auch die "Hauröder Klippen" - denen mein letzter Besuch im Jahre 1963 galt ; wo ich gemeinsam mit Musikantenkollegen aus Kaltohmfeld früh um 4.30 Uhr nach einer durchzechten Nacht mit Trompete und Klarinette bewaffnet das Morgenrot erwarteten; und wie aus dem Nichts waren wir umgeben von Personen, die wir bis dato nicht kannten...

Ich kann nur hoffen, dass mir im "Herbst meines Lebens " noch viele schöne Stunden im Eichsfeld vergönnt sind; in einem Fleckchen von Gottes schöner Erde, den es zu bewahren und zu beschützen gilt.
Peter Klose
Sömmerda
Autor: en

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