Mo, 11:22 Uhr
07.10.2013
Wanderung in die Vergangenheit
Die vom Naturpark Meißner-Kaufunger Wald angebotene Wanderung am kommenden Sonntag unter Leitung von Sabine Görlich erinnert an den ersten freideutschen Jugendtag vor einhundert Jahren. Start ist auf einem Parkplatz in Hess.Lichtenau...
Start für die drei Kilometer lange Strecke um die Hausener Hute ist am Sonntag, 13. Oktober um 13 Uhr am Parkplatz Naturfreundehaus Meißnerhaus. Der Parkplatz ist bei Navigationsgeräten als Regina-Fahrenbach-Str. 4, 37235 Hess. Lichtenau einzugeben; die Anfahrt erfolgt zunächst über die Landesstraße L 3241.
Die Besonderheit dieser geführten Wanderung besteht in der Kontaktmöglichkeit zu Mitgliedern Bündischer Vereinigungen. Diese wollen durch Gesang, Spiel, szenische Darstellungen und Gespräche Einblicke in das Lebensgefühl der damaligen Jugendbewegung geben.
Die Teilnehmer der Wanderung können auf diese Weise nachempfinden, welche Ideen und Gedanken die Jugendlichen vor einhundert Jahren bewegten, als diese auf dem Meißner zusammen kamen, die Eidesformel sprachen und der Meißner so zum Hohen Meißner wurde.
Nach der Wanderung stehen am Naturfreundehaus die bündischen Aufführungen und rustikales Essen am Lagerfeuer auf dem Programm. Die Teilnehmergebühr beträgt 3 Euro, Anmeldungen sind erforderlich beim Naturparkbüro unter Telefon 05651 952125 oder per E-Mail unter info@naturparkmeissner.de Detailinfos findet man im Internet unter www.urlaub-werratal.nordhessen.de/de/hinweis-auf-gefuehrte-wanderungen
Hintergrund zur angebotenen Wanderung ist, dass am 11. und 12. Oktober 1913 auf dem Hohen Meißner das erste große Fest der Jugend mit 2.000 Teilnehmern stattfand. Die Jugend im Kaiserreich war in Aufbruchstimmung, sie brach aus dem sozialen Gefüge des wilhelminischen Reiches aus und verschaffte sich Gehör. Es versammelten sich Wandervogel- und Pfadfinderbünde, die Akademische Freischar und viele weitere junge Gruppierungen, die sich reformerischen Ideen verbunden fühlten.
Ihr Treffen setzte den Feierlichkeiten zum bevorstehenden einhundertjährigen Jubiläum der Völkerschlacht in Leipzig ein eigenes Fest entgegen: in freier Natur, mit Feuer, Gesang und Tanz und mit neuen Visionen. Das Bündnis, das in der Vorbereitung dieses ersten Freideutschen Jugendtages entstanden war, wurde als Freideutsche Jugend bekannt.
Mit ihrem Fest und dem Bekenntnis zur Meißnerformel setzte die Freideutsche Jugend ein Zeichen für eine Generation, die ihren Weg frei, selbstbestimmt und verantwortungsvoll gehen wollte. Dieses Ziel fand Ausdruck in einem schlichten, einfachen Lebensstil in Brüderlichkeit und Verpflichtung gegenüber der Allgemeinheit, in kultureller Erneuerung sowie Achtung und Friede gegenüber anderen Völkern.
Autor: enStart für die drei Kilometer lange Strecke um die Hausener Hute ist am Sonntag, 13. Oktober um 13 Uhr am Parkplatz Naturfreundehaus Meißnerhaus. Der Parkplatz ist bei Navigationsgeräten als Regina-Fahrenbach-Str. 4, 37235 Hess. Lichtenau einzugeben; die Anfahrt erfolgt zunächst über die Landesstraße L 3241.
Die Besonderheit dieser geführten Wanderung besteht in der Kontaktmöglichkeit zu Mitgliedern Bündischer Vereinigungen. Diese wollen durch Gesang, Spiel, szenische Darstellungen und Gespräche Einblicke in das Lebensgefühl der damaligen Jugendbewegung geben.
Die Teilnehmer der Wanderung können auf diese Weise nachempfinden, welche Ideen und Gedanken die Jugendlichen vor einhundert Jahren bewegten, als diese auf dem Meißner zusammen kamen, die Eidesformel sprachen und der Meißner so zum Hohen Meißner wurde.
Nach der Wanderung stehen am Naturfreundehaus die bündischen Aufführungen und rustikales Essen am Lagerfeuer auf dem Programm. Die Teilnehmergebühr beträgt 3 Euro, Anmeldungen sind erforderlich beim Naturparkbüro unter Telefon 05651 952125 oder per E-Mail unter info@naturparkmeissner.de Detailinfos findet man im Internet unter www.urlaub-werratal.nordhessen.de/de/hinweis-auf-gefuehrte-wanderungen
Hintergrund zur angebotenen Wanderung ist, dass am 11. und 12. Oktober 1913 auf dem Hohen Meißner das erste große Fest der Jugend mit 2.000 Teilnehmern stattfand. Die Jugend im Kaiserreich war in Aufbruchstimmung, sie brach aus dem sozialen Gefüge des wilhelminischen Reiches aus und verschaffte sich Gehör. Es versammelten sich Wandervogel- und Pfadfinderbünde, die Akademische Freischar und viele weitere junge Gruppierungen, die sich reformerischen Ideen verbunden fühlten.
Ihr Treffen setzte den Feierlichkeiten zum bevorstehenden einhundertjährigen Jubiläum der Völkerschlacht in Leipzig ein eigenes Fest entgegen: in freier Natur, mit Feuer, Gesang und Tanz und mit neuen Visionen. Das Bündnis, das in der Vorbereitung dieses ersten Freideutschen Jugendtages entstanden war, wurde als Freideutsche Jugend bekannt.
Mit ihrem Fest und dem Bekenntnis zur Meißnerformel setzte die Freideutsche Jugend ein Zeichen für eine Generation, die ihren Weg frei, selbstbestimmt und verantwortungsvoll gehen wollte. Dieses Ziel fand Ausdruck in einem schlichten, einfachen Lebensstil in Brüderlichkeit und Verpflichtung gegenüber der Allgemeinheit, in kultureller Erneuerung sowie Achtung und Friede gegenüber anderen Völkern.
