Mo, 15:41 Uhr
07.10.2013
Besser als im Fernsehen!
Inklusion macht deutlich, dass in unserer Gesellschaft, unserer Region und unserer Stadt jeder willkommen ist und jeder mitmachen darf. Das sagte kürzlich der Bürgermeister von Worbis, Franz Jaworski, zu einer ganz besonderen Veranstaltung, von der wir hier ein Fazit von Gisela Reinhardt veröffentlichen....
Fast 300 Menschen, die meisten von ihnen Kinder und Jugendliche, trafen sich vergangene Woche in Worbis auf dem Friedensplatz. Dieser ist baulich noch nicht abgeschlossen, aber bildete dennoch eine gute Kulisse für diese Aktion.
1. Flashmob im Eichsfeld - seit langem hatten die Lehrer der Tabaluga–Förderschule der Lebenshilfe Leinefelde–Worbis gGmbH den Wunsch, im Rahmen des Sportunterrichtes und des Kreativzirkels Tanzen mit den Schülern der Schule, Schülern anderer Schulen und mit interessierten Bürgern, im Sinne von Inklusion, eine kurze gemeinsame Bewegungsaktion öffentlich zu veranstalten und zu einem Flashmob aufzurufen.
Unter Anleitung der Sportlehrerin Frau Waldhelm haben die Schüler den Gangnam Style geübt. Auch unsere Schüler mit geistiger Behinderung leben in einer inklusiven Welt und interessieren sich, ebenso wie junge Menschen ohne Behinderung für diese Dinge. Am 2. Oktober 2013 um 13.00 Uhr war es soweit.
Selbst Bürgermeister Franz Jaworski und Stadtdechant Engelbert Dietrich ließen es sich nicht nehmen, dabei zu sein. Franz Jaworski war stolz, dass dieser 1. Flashmob im Eichsfeld in seiner Stadt stattfand und lobte den Friedensplatz als Ort, der künftig Raum für viele schöne Events bietet. Ich konnte mich der Lebensfreude und der Stimmung dieser musikalischen Aktion nicht entziehen und habe ebenfalls Arme und Beine gehoben und meine Hüften geschwenkt. Selbst im neuen Pflegeheim des DRK in Leinefelde wurde er angesprochen, über den Flashmob zu berichten, was er gerne tat. Lobende Worte fand er auch für die Veranstalter der Lebenshilfe Leinefelde – Worbis e.V., von denen die Initiative ausgegangen war.
Sportlehrerin Monika Waldhelm, die als Vortänzerin agierte, war von dem positiven Feedback völlig überwältigt: Meine Erwartungen vorher, dass viele Kinder gemeinsam Freude am Tanzen haben, wurden bei weitem übertroffen. So viele Kinder, die mit strahlenden Augen und voller Freude bei der Sache waren, haben mich zu Freudentränen bewegt.
Unsere Aktion hat gezeigt, dass durch sportliche und gemeinsame Aktivitäten Hemmschwellen überwunden und Grenzen durchbrochen werden können. Es war eine rundum gelungene Veranstaltung, bei der unser Ziel, alle Teilnehmer, egal ob mit oder ohne Behinderung, ob Große oder Kleine für eine Sache zu begeistern, vollends erreicht wurde.
Auch bei dieser Aktion waren es in erster Linie die Kinder, die uns mit ansteckender Begeisterung gezeigt haben, dass solch ein Projekt so einen Erfolg haben kann. Ich kann mich nur bei allen bedanken die gekommen sind und durch ihr Mittun bewiesen haben, wie viel Spaß und Freude man gemeinsam haben kann."
Moderator Bernhard Berkhahn hatte vor lauter Eifer und Freude angesichts der vielen Tänzer sogar für eine Weile seine Schmerzen im Knie vergessen. Auch Vorstand und Geschäftsführung der Lebenshilfe Leinefelde – Worbis e. V. tanzten ausgelassen und gekonnt den Gangnam Style mit.
Ein Schüler des Gymnasiums sagte: wenn wir vorher gewusst hätten, wie toll das hier wird, wären noch viel mehr von uns gekommen. Auch sie genossen es, Inklusion gemeinsam im Rhythmus zu erleben. Eine Kindergartenerzieherin berichtete, dass die Kinder so begeistert waren, dass sie im Kindergarten noch weiter getanzt haben. Sie war dankbar, dass die Kinder so etwas miterleben durften.
Die Schüler der Tabaluga – Förderschule genossen die Stimmung und erzählen noch lange davon, wie toll es war. Besser, als im Fernsehen! Ein Schüler war besonders stolz, dass seine Mutti da war und auch eifrig mitgetanzt hat. Trotz der vielen Zugaben, hätten alle gern weitergemacht. Aber was einen Flashmob ausmacht ist, dass sich so schnell, wie die Menschen zusammengekommen sind, ihre Gruppe vor den Augen der Zuschauer auch wieder auflöst. So ist das eben mit den speziellen Ausprägungsformen der virtuellen Gesellschaft.
Gisela Reinhardt
Autor: enFast 300 Menschen, die meisten von ihnen Kinder und Jugendliche, trafen sich vergangene Woche in Worbis auf dem Friedensplatz. Dieser ist baulich noch nicht abgeschlossen, aber bildete dennoch eine gute Kulisse für diese Aktion.
1. Flashmob im Eichsfeld - seit langem hatten die Lehrer der Tabaluga–Förderschule der Lebenshilfe Leinefelde–Worbis gGmbH den Wunsch, im Rahmen des Sportunterrichtes und des Kreativzirkels Tanzen mit den Schülern der Schule, Schülern anderer Schulen und mit interessierten Bürgern, im Sinne von Inklusion, eine kurze gemeinsame Bewegungsaktion öffentlich zu veranstalten und zu einem Flashmob aufzurufen.
Unter Anleitung der Sportlehrerin Frau Waldhelm haben die Schüler den Gangnam Style geübt. Auch unsere Schüler mit geistiger Behinderung leben in einer inklusiven Welt und interessieren sich, ebenso wie junge Menschen ohne Behinderung für diese Dinge. Am 2. Oktober 2013 um 13.00 Uhr war es soweit.
Selbst Bürgermeister Franz Jaworski und Stadtdechant Engelbert Dietrich ließen es sich nicht nehmen, dabei zu sein. Franz Jaworski war stolz, dass dieser 1. Flashmob im Eichsfeld in seiner Stadt stattfand und lobte den Friedensplatz als Ort, der künftig Raum für viele schöne Events bietet. Ich konnte mich der Lebensfreude und der Stimmung dieser musikalischen Aktion nicht entziehen und habe ebenfalls Arme und Beine gehoben und meine Hüften geschwenkt. Selbst im neuen Pflegeheim des DRK in Leinefelde wurde er angesprochen, über den Flashmob zu berichten, was er gerne tat. Lobende Worte fand er auch für die Veranstalter der Lebenshilfe Leinefelde – Worbis e.V., von denen die Initiative ausgegangen war.
Sportlehrerin Monika Waldhelm, die als Vortänzerin agierte, war von dem positiven Feedback völlig überwältigt: Meine Erwartungen vorher, dass viele Kinder gemeinsam Freude am Tanzen haben, wurden bei weitem übertroffen. So viele Kinder, die mit strahlenden Augen und voller Freude bei der Sache waren, haben mich zu Freudentränen bewegt.
Unsere Aktion hat gezeigt, dass durch sportliche und gemeinsame Aktivitäten Hemmschwellen überwunden und Grenzen durchbrochen werden können. Es war eine rundum gelungene Veranstaltung, bei der unser Ziel, alle Teilnehmer, egal ob mit oder ohne Behinderung, ob Große oder Kleine für eine Sache zu begeistern, vollends erreicht wurde.
Auch bei dieser Aktion waren es in erster Linie die Kinder, die uns mit ansteckender Begeisterung gezeigt haben, dass solch ein Projekt so einen Erfolg haben kann. Ich kann mich nur bei allen bedanken die gekommen sind und durch ihr Mittun bewiesen haben, wie viel Spaß und Freude man gemeinsam haben kann."
Moderator Bernhard Berkhahn hatte vor lauter Eifer und Freude angesichts der vielen Tänzer sogar für eine Weile seine Schmerzen im Knie vergessen. Auch Vorstand und Geschäftsführung der Lebenshilfe Leinefelde – Worbis e. V. tanzten ausgelassen und gekonnt den Gangnam Style mit.
Ein Schüler des Gymnasiums sagte: wenn wir vorher gewusst hätten, wie toll das hier wird, wären noch viel mehr von uns gekommen. Auch sie genossen es, Inklusion gemeinsam im Rhythmus zu erleben. Eine Kindergartenerzieherin berichtete, dass die Kinder so begeistert waren, dass sie im Kindergarten noch weiter getanzt haben. Sie war dankbar, dass die Kinder so etwas miterleben durften.
Die Schüler der Tabaluga – Förderschule genossen die Stimmung und erzählen noch lange davon, wie toll es war. Besser, als im Fernsehen! Ein Schüler war besonders stolz, dass seine Mutti da war und auch eifrig mitgetanzt hat. Trotz der vielen Zugaben, hätten alle gern weitergemacht. Aber was einen Flashmob ausmacht ist, dass sich so schnell, wie die Menschen zusammengekommen sind, ihre Gruppe vor den Augen der Zuschauer auch wieder auflöst. So ist das eben mit den speziellen Ausprägungsformen der virtuellen Gesellschaft.
Gisela Reinhardt


