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Mi, 12:39 Uhr
05.02.2014

Elefanten-Krawall in Thüringen

Der Zentralabteilungsleiter im Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz erlebt derzeit einen heftigen Shitstorm in Presse , Öffentlichkeit und sozialen Netzwerken, weil er während eines privaten Urlaubs in Botswana einen Elefanten erlegt und Fotos von sich beim Posieren mit dem getöteten Tier an einen kleinen Kreis von Kollegen verschickt hat. Dazu Anmerkungen von Gunnar Dieling...


Ich kenne den Betroffenen weder persönlich noch beruflich, jedoch haben mich die Vorhersehbarkeit der Empörung durch Politiker und ihre moralisierenden Argumente veranlasst, die Haltbarkeit derselben zu hinterfragen. Dem Beamten wird in der Presse und von Vertretern der Oppositionsparteien im Thüringer Landtag im Wesentlichen folgendes vorgeworfen:

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1. Irrtum: Das Erlegen eines Elefanten verstößt gegen das Washingtoner Artenschutzabkommen

Die Vorsitzende der Fraktion von Bündnis 90/ Die Grünen im Thüringer Landtag Siegesmund fährt neben der gewohnten grünen Empörungspolemik schwerere Geschütze auf: „Ein Zentralabteilungsleiter im Umweltministerium darf nicht bewusst gegen das Washingtoner Artenschutzabkommen verstoßen.“ und „[…]sie [Siegesmund] finde es “geradezu grotesk”, dass sich ein Umweltbeamter einfach so über das Washingtoner Artenschutzabkommen hinwegsetze.“.

Klingt gut, ist aber falsch. Zum einen drängt sich die Frage auf, warum ihm nur ein bewusster Verstoß untersagt sein soll und ob er aus dem grünen Schneider wäre, wenn er einen Verstoß unbewusst begangen hätte, aber darauf kommt es nicht an. Das Washingtoner Artenschutzabkommen verbietet die Jagd auf Elefanten nicht, sondern lediglich den Handel mit geschützten Tier- und Pflanzenarten und ihren Produkten (z.B. Elfenbein). Praktisch bedeutet das, Elefanten dürfen grundsätzlich (je nach Recht des betreffenden Landes) erlegt werden, aber der Verkauf des von dem erlegten Tier gewonnenen Elfenbeins ist verboten.

Hintergrund des Abkommens war die Überlegung, dass ein Verbot des Handels mit Elfenbein Wilderern den wirtschaftlichen Anreiz für das illegale Bejagen von Elefanten entzieht. Und selbst wenn man der Meinung ist, dass ein solches Verbot die gewünschte Wirkung hat, die legale Jagd auf Elefanten wird durch das Abkommen nicht verboten. Im Gegenteil! Das Abkommen sieht Ausnahmen für zum privaten Zwecken erlegte Wildtiere vor, deren Trophäen unter bestimmten Voraussetzungen sogar legal nach Deutschland eingeführt werden dürfen, worauf auch das zuständige Bundesamt für Naturschutz auf seiner Webseite hinweist. Der Beamte hat also weder gegen das Washingtoner Artenschutzabkommen noch gegen andere Rechtsnormen verstoßen.

2. Irrtum: Die Jagd auf Elefanten verstößt gegen den Artenschutz

Diese Behauptung klingt sowohl in der Berichterstattung in Thüringer Zeitungen an, wenn bei der Benennung des Arbeitsplatzes des Beamten (Umweltministerium) eifrig nachgeschoben wird, dass das Ministerium auch für Artenschutz zuständig sei, als auch in der Empörungspolemik der sich zu Wort meldenden Politiker: „[…]denn es ist keinem Menschen,der sich für Artenschutz oder Tierschutz engagiert,zumutbar auf einen solchen Beamten zu stoßen oder Vorlagen,Verordnungen bzw Gesetzesentwürfe zu bearbeiten,wenn sie von so einem Beamten vertreten werden.[…] “ und „Abgesehen davon, dass es “abscheulich” sei, bedrohte Tiere zu jagen […] (Siegesmund).“ Auch hier sollte man sich zuerst die Fakten ansehen.

Elefanten sind nicht vom Aussterben bedroht. Ihre Zahl nimmt zu.

Botswana gehört zu den Gebieten mit der höchsten Dichte an Elefanten weltweit. In manchen Gebieten kommen 50 Exemplare auf einen Quadratkilometer. Diese Populationsdichte hat erhebliche Konsequenzen für die dort lebende Bevölkerung und die Umwelt. Ein Elefant frisst bis zu 200 Kilogramm Grünzeug pro Tag und und benötigt täglich mindestens 200 Liter Wasser. Aus diesem Grund warnen selbst Vertreter der Schutzorganisation Elephants without Borders vor einer Überbevölkerung durch Elefanten.

In den 1980er Jahren wurde in Simbabwe eine einfache aber wirkungsvolle Idee umgesetzt. Das Recht einen Elefanten (oder Büffel) zu erlegen, wurde an zahlungskräftige Europäer verkauft. Dies führte dazu, dass die vormals als Schädlinge bezeichneten Elefanten als Wertanlagen betrachtet und seitdem beschützt und gehegt wurden. Ein Teil des durch Jagdtourismus eingenommenen Geldes wird in Naturreservate investiert. Somit werden drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die Bestände steigen, der Jagdtourismus verschafft den Einheimischen Einkommen und Nahrung und die illegale Wilderei von Elefanten wegen des Elfenbeins wird eingedämmt, weil es lukrativer und zudem legal ist, Abschüsse an zahlungskräftige Jagdtouristen zu verkaufen. Die Methode ist so erfolgreich, dass sie nicht nur von einer Vielzahl von afrikanischen Ländern übernommen wurde, sie führte auch dazu, dass sich die Bestände in Botswana, Uganda und Südafrika derart erholt haben, dass dort teilweise von einer regelrechten „Elefantenplage“ die Rede ist.

Zahlreiche Beispiele aus aller Welt zeigen, dass mit der zumindest teilweisen Privatisierung von Jagd und Handel mit Wildtieren enorme Artenschutzerfolge erzielt werden konnten: In Südafrika stiegen die Elefanten- und Nashornbestände an, seitdem die Farmer sie auf ihrem privaten Land beschützen. In Simbabwe, Botswana und anderen Ländern nahm die Zahl der Elefanten zu, seitdem diese in vertretbaren Umfang bejagd werden und das gewonnene Elfenbein legal verkauft wird. Gleiches gilt für verschiedene Wildarten (unter anderem Antilopen und Zebras) in Namibia und für Wapitihirsche sowie Weißwedelhirsche in den USA.

Im Ergebnis kann also erstens festgehalten werden, dass Elefanten in Afrika nicht bedroht sind, vor allem nicht in Botswana, weshalb ihr Bestand bereits tatsächlich kein Argument gegen den Abschuss von Elefanten ist. Zweitens sind Jagdtourismus, also das Erlegen von Wildtieren gegen Bezahlung, und Artenschutz kein Widerspruch. Im Gegenteil: Jagdtourismus fördert den Artenschutz, so paradox dies auf den ersten Blick auf sein mag.

Der Vorwurf, der Beamte haben gegen den Artenschutz verstoßen, ist daher haltlos.

Hinzu kommen die Arroganz und die Überheblichkeit derjenigen, die wie selbstverständlich gegen die Jagd von Elefanten mobil machen. Sie fühlen sich mit ihrer Ansicht derart moralisch überlegen, dass sie über die Belange des souveränen Staates Botswana und seiner Bevölkerung hinweg die Jagd in diesem Land für artenschutzwidrig erklären. Das Spannungsfeld zwischen landwirtschaftlicher Nutzfläche, Ernährung, Bevölkerungszunahme und Elefantenpopulation in Botswana und in Afrika ist ihnen völlig gleichgültig.

Im schlechten Stil einer populärer werdenden Empörungspolitik erheben sie den moralischen Zeigefinger über Nutzung von Land und Wildtieren in Botswana, indem sie dem Land das Recht absprechen, die Jagd auf Elefanten an Jagdtouristen zu verkaufen – auch wenn Jagd und Geld der Touristen einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz und zur Wirtschaft des Landes leisten. Denn das funktionierende Prinzip, welches diesem scheinbaren Widerspruch zugrunde liegt, heißt Marktwirtschaft, und die hat bei Grünen und einem Großteil der Bevölkerung ein Imageproblem; bei Ramelow und den Linken sowieso.

Passend dazu ist ein Kommentar der Tourismusministerin Namibias Netumbo Nandi-Ndaitwah, die kein Verständnis für selbst ernannte Tierfreunde hat, die aus grundsätzlichen Gründen gegen die Jagd im südlichen Afrika mobilmachen. „Ich wünschte, diese Leute kämen mal hierher und schauten sich die Situation mit eigenen Augen an“, sagt die Ministerin: „Ich bin mir sicher, dann hätten wir zumindest ein Problem weniger.“

3. Irrtum: Unvereinbarkeit der Tätigkeit als Zentralabteilungsleiter im Umweltministerium mit dem Hobby als Großwildjäger

An dieser Stelle werden die Vorwürfe vollends absurd. Denn zum einen ist das Hobby des Beamten weder illegal noch artenschutzwidrig, zum anderen ist fraglich, inwieweit eine grundrechtlich geschützte Privatangelegenheit eines Beamten nicht nur geeignet sein kann, an seiner Befähigung für das Amt zu zweifeln, sondern darüber hinaus sogar vom Umweltminister die Entlassung des betreffenden zu fordern. In vorderster Front Bodo Ramelow, der es unzumutbar findet, dass ein sich für Artenschutz engagierender Bürger auf einen Beamten mit einer abweichenden Meinung trifft.

Das, lieber Herr Ramelow, gab es bereits in Deutschland. Zwischen 1933 und 1945 und im Osten bis 1989. Man nennt es Gesinnungsschnüffelei und es ist verfassungswidrig. Aber es wäre interessant zu erfahren, welche weiteren Meinungen ein Beamter im Umweltministerium nicht haben darf, oder noch besser, welche er haben sollte, etwa zur Atomkraft, zum Klimawandel, zu erneuerbaren Energien, zum Fracking und zur grünen Gentechnik – alles Themen, bei es denen üblicherweise mehr auf die „richtige“ Haltung ankommt als auf Fakten. Zudem ist das betreffende Ministerium auch für Jagd zuständig, so dass man mit der Argumentation Ramelows auch vertreten könnte, der Beamte sei für seinen Job besonders geeignet, weil er (Hobby-)Jäger ist.

Wer immer noch an der Vereinbarkeit der Großwildjagd mit einem Job als Abteilungsleiter im Umweltministerium zweifelt, dem sei ein Blick ins Beamtengesetz empfohlen. Die Gründe, wann ein Beamter, der kein politischer Beamter ist, von seinem Posten entfernt werden kann, sind dort abschließend geregelt. Die legale Jagd auf Elefanten in Botswana gehört ebenso wenig dazu wie die moralisierende Empörung darüber.

An der Aufregung über das Hobby des Zentralabteilungsleiters im Thüringer Umweltministerium ist also nichts dran. Weder rechtlich noch moralisch. Sie sollten daher als das betrachtet werden, was sie sind: substanzloser Krawall.
Gunnar Dieling
Autor: red

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Kommentare
Leser X
05.02.2014, 12:59 Uhr
Es geht um das Signal...
... das von diesem sadistisch anmutenden Tötungs-Akt ausgeht. Und um die Tatsache, von WEM es verübt wurde.

Da kann sich der Autor noch so anstrengen - mich jedenfalls überzeugt das nicht.
Retupmoc
05.02.2014, 13:05 Uhr
Substanzlos
Ist der obige Text, mit dem Sie einen Menschen rein waschen wollen der ZWANZIG SCHUSS in den Elefanten hämmert und sich darüber noch freut. OK - Frau von der Leyen lässt ja nun auch im Mali und Zentralafrika einmarschieren. Vielleicht will Sie ja auch nur Elefanten erlegen. Pfui Teufel!
I.H.
05.02.2014, 13:58 Uhr
Frecher Krawall-Pöbel
Sie haben ja so was von recht Herr Dieling. Allerdings hat niemand behauptet, dass der stolze Elefantenzahnsammler de jure schief lag. Und das der im Kapitalismus lebende Pöbel einem im Sozialismus lebenden Ministerialbeamten beim Tiere verstümmeln auf die Schießfinger schaut, ist doch bestimmt auch für Sie nachvollziehbar.

Vielleicht hat Master W. den Elefanten auch gar nicht geschossen und die Elefantenzähne gehören gar nicht ihm? Ich habe gehört, der stolze Ministeriumsjäger soll eine ganze Schachtel Bleimunition in den Elefanten gepumpt haben. Da könnte der Elefant doch auch an siechender Bleivergiftung gestorben sein und der Pöbel regt sich ganz und gar umsonst auf. Schon mal drüber nachgedacht?
Suse
05.02.2014, 14:01 Uhr
Sehr geehrter Herr Dieling,
nach dem ich ihren Artikel gelesen habe,ist für mich unvorstellbar,dass sie den "Betroffenen" nicht kennen! Für mich ist aber vor allem eines klar geworden:
Wie viel muss er als Zentralabteilungsleiter verdient oder besser gesagt bekommen haben,dass er sich ein so teures Hobby leisten kann. Für den kleinen Steuerzahler,der nämlich auch dieses Gehalt des Herrn Wedekind erarbeiten muss,ist das mal wieder ein Schlag ins Gesicht.

Schuld an diesem Krawall ist er selber. Hätte er sich damit nicht auch noch populär gemacht,hätte gar kein Mensch etwas davon erfahren.Dumm gelaufen!
Zukunft
05.02.2014, 14:09 Uhr
Typisch Suse
Wenn keine Argumente mehr zählen, dann kommt die Neid-Debatte. Das zieht immer.
Harzer_Wolf
05.02.2014, 14:21 Uhr
Dann komme ich mal mit einem Argument
Zitat: "Botswana gehört zu den Gebieten mit der höchsten Dichte an Elefanten weltweit. In manchen Gebieten kommen 50 Exemplare auf einen Quadratkilometer. Diese Populationsdichte hat erhebliche Konsequenzen für die dort lebende Bevölkerung und die Umwelt. Ein Elefant frisst bis zu 200 Kilogramm Grünzeug pro Tag und und benötigt täglich mindestens 200 Liter Wasser."

Mag alles so richtig sein. Frage: Sind die Menschen in Botswana zu dumm dafür, ihren Wildbestand selbst zu schießen? Hätten die mehr als 20 Schuß benötigt? Oder braucht es dazu wirklich eine Konifere ( absichtlich falsch geschrieben ) aus dem Thüringer Wald?
Retupmoc
05.02.2014, 14:24 Uhr
Neid - Debatte
Komisch - als wir die DDR-Bonzen davon gejagt haben, hat keiner etwas von Neid-Debatte gesagt. Und von mir aus ist das eine Neiddebatte. Der Herr W. wird vom Steuerzahler finanziert. Dann erwartet der Steuerzahler zu Recht auch positive Leistung.
snowcat
05.02.2014, 14:30 Uhr
gegen Jagd und Jagdtouristen
Ich vermute das er nun nur weniger arbeiten muss und weniger Verantwortung haben wird nach seiner Versetzung, bekommt aber weiter sein hohes Gehalt.Er sollte an Tierschutzvereine spenden um sein Gewissen wenigstens versuchen rein zu waschen,denn Geld hat der "Hobbym..." ja sicher genug oder mal ehrenamtlich in Tierheimen arbeiten!Sich mit den Fotos vom erlegen noch zu rühmen ist Verachtenswert dieses Geltungsbedürfnis.

Ich hab in einem Forum gelesen das er auch sehr viele Schüsse brauchte bis der Elefant das Martyrium überstanden hat.Grauenhaft was diese Hobbyjägertouristen den Tieren antun.Furchbar diese Reiseanbieter mit Werbung für Jagdsafaris.Handlungsbedarf dagegen laut WWF ist offenkundig also sollte man das wie im Artikel beschrieben nicht herunterspielen.Die Tierwelt sollte sich selbst regeln und auch hier zu Lande würde ich es schön finden wenn Jagd überflüssig wäre weil es nicht meinem ethischen empfinden entspricht.Die Jäger schießen ja heut zu Tage sogar auf unsere Hauskatzen oder treuen Hunde wenn sie nur mal kurz vom Herchen weg laufen um zu schnüffeln.Und diese Treibjagd erst wenn Tiere in die Enge getrieben werden und von allen Seiten ballern sie auf das verstörte Tier.Was wäre denn so schlimm wenn der Lebensraum Natur sich selbst überlassen bleibt?Aber wenn diese Jäger schon eingreifen "müssen", dann wenigstens mit besten Wissen und Gewissen und nicht aus Spaß am Töten...
Retupmoc
05.02.2014, 15:07 Uhr
Schneekatze
Ein kluger und richtiger und wichtiger Beitrag. Ich wette allerdings, das gleich einige der Jagdfreunde wieder erklären, warum Treibjagden so nötig sind.
Paulinchen
05.02.2014, 15:21 Uhr
Vor knapp 14 Tagen…
… ist einen engl. Ehepaar mit einem Kleinwagen, bei einer Safari einem Elefanten auf Grund eines „Versehens“ zu dicht heran gefahren. Dieser fühlte sich von dem Auto bedroht und startete einen Verteidigungsangriff.

Er stieß „seine Waffen“ in die Seitentür des Kleinwagens und schob in ca. 40 m vor sich her. Dann legte er das Fahrzeug auf der Seite ab. Dafür bekam er leider im Anschluss die Todesstrafe. Mir stellt sich hier die Frage, wer hat da was falsch gemacht?
Die Touristen sind der Auffassung, man muss das „Zäpfchen“ im Hals des Tigers sehen, nur dann war man „ganz nah dran und nicht nur dabei“. Können wir Menschen nicht diese Tiere einfach in Ruhe lassen. Es ist schon schlimm genug, wenn sie im Zirkus und Zoo von uns misshandelt/nicht artgerecht werden. Bei mir schwingt immer ein wenig Schadenfreude mit, wenn ich, wie im beschrieben Fall, von den Verletzungen der Menschen lesen kann. Die sensationslustige Beifahrerin erlitt dabei erheblich Verletzungen an Hüfte und Oberschenkel.

Wir Menschen sind schon irgendwie eine bescheuerte Gattung von Lebewesen auf unserem Planeten, mal schießen wir auf Delphine, Haie, Elefanten, Tiger & Co. und letztlich auch noch auf uns selbst. Je kleiner das Hirn, desto größer die Gier.
Veritas
05.02.2014, 16:01 Uhr
Botswana - Land mit 14% Kinderarbeit
In einem Land, mit ca. 14% Kinderarbeit, keiner vorhandenen Schulpflicht, einer extrem hohen HIV Rate unter Kindern und in dem Homosexualität mit bis zu 7 Jahren Haft bestraft wird, hätte ein deutscher Staatsbediensteter mit dem Geld für diesen Abschuss sehr viel gutes bewirken können.

Aber NEIN, er nahm sein vom deutschen Steuerzahler finanziertes Gehalt, um völlig sinnlos, seinen Jagdtrieb zu befriedigen. Dieses Verhalten kann und sollte man nicht entschuldigen und für vollständige Aufklärung sorgen !
Glaskugel
05.02.2014, 16:08 Uhr
Zu spät Herr Dieling
Ihre Laudatio kommt zu spät Herr Dieling. Aus dem Großwildjäger wird jetzt ein Großbauer. Der Elefantenjäger wird Bauernpräsident am Landesamt für Landwirtschaft. Großwildjagd war gestern, ab heute ist Mäusevergiften angesagt.

Dieser geniale Schachzug von Jürgen Reinholz könnte auch die Wildschweinplage lösen. Die Jäger können jetzt alle in Rente gehen. Das Umpusten der Wildschweine übernehmen ab sofort die Bauern.
othello
05.02.2014, 18:03 Uhr
Arroganz der Macht
Dieser Großwildjäger hat vor allem eines offenbart, den Zustand im Ministerium Reinholz.
Bis vor einiger Zeit konnten Beamte auf Steuerzahlerkosten und während der Arbeitszeit ihrem Hobby frönen. Als dieses eingeschränkt wurde, musste eine Änderung der Verordnung her.

Spitzenbeamte sollten weiter dieses Privileg behalten. Wer hat wohl diese Änderung erreicht oder gar selbst geschrieben. Vermutlich diese Spitzenbeamten, und wer hat dieses erlaubt ? Ihr Minister natürlich. Nun stehen diese Spitzenbeamte im Wettbewerb. Wer glaubt, im Wettbewerb um die besten Umweltgesetze, der wird getäuscht. Nein, es geht darum, wer die meisten und größten Jagdtrophäen selbst erlangt.

Damit muss man sich im internen Netz des Ministeriums brüsten und wundert sich dann, dass dieses an die Öffentlichkeit gelangt. Ein solches Verhalten nenne ich einfach Arroganz der Macht, die keinen Beifall erhalten sollte.
Peter59
05.02.2014, 18:15 Uhr
Dieling, wer ist das?
Auf der Site "Achse des Guten" haben Sie eigentlich die Kommentare bekommen, die für so ein Pamphlet angebracht sind. Begriffe wie Moral und Menschlichkeit sind Ihnen scheinbar fremd. Interessant wäre auch zu wissen, wer hinter diesem Statement wirklich steht.

Sieht aus wie Schadensbegrenzung, schießgeile Bonzen hatten wir schon zu DDR- Zeiten, und wer Elefanten schießt, die nachweislich nicht krank sind, hat ein psychologisches Problem, ab auf das rote Sofa. Und wer so etwas mit rechtlichen Hinweisen unterstützt, hat scheinbar auch ein Problem. M O R A L ist da scheinbar abhanden gekommen. Für diesen Artikel würde ich mich schämen!
Peter59
05.02.2014, 18:33 Uhr
Hallo, Herr Reinholz, wir hätten gern Ihre Meinung...
Zu diesem Artikel würde ich mich als Landesminister melden und meine Meinung kundtun. Das werden Sie aber nicht machen, das Wahlvolk unterliegt ja den ganzen Irrtümern des obigen Verfassers. Sie sind immer noch am Zuge, denn nach dieser Argumentation wäre die Versetzung nicht rechtens. Hier kann der normale Wähler nur den Kopf schütteln. Herr Umweltminister übernehmen Sie!
othello
05.02.2014, 18:45 Uhr
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