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Do, 11:08 Uhr
06.02.2014

Kosten sparen mit Infrarot?

Bis zu 30 Prozent an Heizenergie einsparen, das versprechen Anbieter von Infrarot-Flächenheizungen, zusammen mit hohem Komfort und sauberem Klima-Gewissen. Doch was ist dran am Wunderwerk Infrarotheizung? Ramona Ballod von der Verbraucherzentrale Energieberatung klärt die Fakten...


Die von den Anbietern oftmals in Aussicht gestellten Energieeinsparungen sieht die Expertin kritisch: „Tatsächlich nachhaltig senken lässt sich der Energiebedarf nur durch energiebewusstes Verhalten, energieeffizientes Bauen und gegebenenfalls entsprechende Sanierungsmaßnahmen – auch wenn das mühsamer klingt.“

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„Die Infrarot-Flächenheizung wird mit Strom betrieben. Das ist in Deutschland nach wie vor die teuerste Energieform“, erklärt Ballod. Da die Infrarot-Heizung keinen Niedertarif nutzen kann, fallen im normalen Haushaltstarif gegenwärtig etwa 27 bis 30 Cent je Kilowattstunde an, für Gas hingegen rund sieben, für Heizöl umgerechnet etwa acht und für Holzpellets nur sechs Cent.

Eine Infrarotheizung beschert ihrem Besitzer also im Vergleich zu Öl- oder Gasheizungen zwei- bis dreimal so hohe Kosten pro Kilowattstunde. „Der Vorteil der Infrarotheizung aufgrund vergleichsweise niedriger Investitionskosten ist damit in kurzer Zeit wieder aufgezehrt“, stellt die Expertin fest. „Vor allem in schlecht gedämmten Häusern mit hohem Heizbedarf treibt sie die Energiekosten deshalb oft in ungeahnte Höhen.“

Und was hat es mit dem Klimaschutz auf sich? "Wieder ist Enttäuschung eher die Regel als die Ausnahme. CO2 spart nur, wer für die Infrarotheizung ausschließlich zertifizierten Ökostrom bezieht. Mit dem normalen Strommix betrieben, verursacht Heizen mit Strom wegen der Verluste bei Stromerzeugung und -transport deutlich höhere CO2-Emissionen als andere Energieträger", so die Thüringer Verbraucherzentrale.

Wer seine Heizungsanlage erneuern will, sollte sich unabhängig von einzelnen Anbietern beraten und die individuelle Situation bewerten lassen.

Bei allen Fragen zu effizienten Heizungssystemen hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder in einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.

Beratung und Termine gibt es unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei). Eine Terminvereinbarung ist auch möglich unter 0361 – 555140. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.
Autor: red

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Kommentare
lumpi22
06.02.2014, 11:38 Uhr
So läßt sich doch auch Sparen!
Genau, auch solche Möglichkeiten sollte man nutzen, um Energie einzusparen und nicht Lebensmittel extra anzubauen, damit diese dann verbrannt und zu Strom bzw. gas umgewandelt zu werden! Die Natur und die Technik bieten viele Möglichkeiten mehr, kostengünstig Strom einzusparen bzw. Strom für umsonst aus der Natur zu bekommen! Was soll dann so eine unsinnige Biomethananlage in der Nähe von Wohnhäusern???
Flitzpiepe
06.02.2014, 11:50 Uhr
Thema verfehlt?
Es kommt mir so vor als, ob die Verbraucherzentrale das Thema verfehlt hat.
Es geht doch darum, dass eine Infrarot-Flächenheizung gegenüber einer Elektroheizung herkömmlicher Bauart 30% Stromkosten einsparen soll.

Darum geht es in dem Artikel aber gar nicht.
Dass Heizen mit Strom die schlechteste und teuerste Form der Wärmeerzeugung ist, ist und bleibt doch unbestritten.
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