Mi, 19:05 Uhr
19.03.2014
Unterricht am Krötenschutzzaun
Unterricht an außerschulischen und somit oft ungewöhnlichen Lernorten gehört zum Konzept der Freien Integrativen Ganztagsschule Kleeblatt in Beuren. Diesmal trafen sich die Grundschüler mit Arne Willenberg vom Naturschutzbund (NABU) an einem sogenannten Krötenschutzzaun...
Diesen hatten Naturschützer entlang der Landstraße L 3080 zwischen Beuren und Wingerode errichtet, um die wandernden Amphibien am Überqueren der Straße zu hindern und sie somit vor dem Überfahren werden zu retten. Arne Willenberg erklärte den Schülern, dass jetzt im zeitigen Frühjahr an diesem Straßenabschnitt vor allem Erdkröten angetroffen werden, die aus dem Waldgebiet des Düns kommend, zum Wasserspeicher in Wingerode wandern, um dort zu laichen.
Die Kröten bewältigen dabei eine Wegstrecke von weit mehr als einem Kilometer, was die Kinder aufgrund der Kleinheit der Tiere als sehr beachtlich empfanden. Am Krötenzaun werden sie dann in eingegrabenen Eimern gefangen und von dort morgens und abends von den Naturschützern sicher über die Straße getragen. Das war nun auch der spannendste Teil des Unterrichts, denn diesmal durften die Schüler die Kröten aus den Eimern sammeln.
Mit neun Tieren war die Ausbeute nur gering, denn es gibt Straßen im Eichsfeld, an denen nach einer Nacht mehrere Hundert Kröten, Molche und Frösche in den Fangeimern gefunden werden. Trotzdem war das Naturerlebnis für die Kinder sehr groß. Nachdem Arne Willenberg die Unterscheidung von Männchen und Weibchen erklärt hatte, konnten die Kinder feststellen, dass alle neun Tiere Männchen waren.
Das ist nicht ungewöhnlich, wandern doch die Männchen zu erst und viel schneller als die Weibchen. In den kommenden Tagen werden die Weibchen sicherlich folgen. Nachdem die Erdkröten ausgiebig betrachtet und auch angefasst wurden und Arne Willenberg den Kindern ihre Fragen beantwortet hatte, wurden die Tiere gemeinsam über die Straße gebracht und dort mit vielen guten Wünschen wieder in die Freiheit entlassen.
Mit ihrem naturkundlichen Unterricht und den entsprechenden Angeboten für die Schüler, möchte die Schule in Beuren die natürliche Neugier der Kinder auf die Natur befriedigen und wachhalten. Mit regelmäßiger Unterstützung durch einen Experten des NABU werden den Schülern nicht nur naturkundliches und biologisches Wissen sowie Artenkenntnisse vermittelt sondern sie werden auch für die Themen des Umwelt- und Naturschutzes sensibilisiert. Für dieses Engagement darf die Schule immerhin den Titel Umweltschule in Europa – Internationale Agenda 21 Schule tragen.
Autor: enDiesen hatten Naturschützer entlang der Landstraße L 3080 zwischen Beuren und Wingerode errichtet, um die wandernden Amphibien am Überqueren der Straße zu hindern und sie somit vor dem Überfahren werden zu retten. Arne Willenberg erklärte den Schülern, dass jetzt im zeitigen Frühjahr an diesem Straßenabschnitt vor allem Erdkröten angetroffen werden, die aus dem Waldgebiet des Düns kommend, zum Wasserspeicher in Wingerode wandern, um dort zu laichen.
Die Kröten bewältigen dabei eine Wegstrecke von weit mehr als einem Kilometer, was die Kinder aufgrund der Kleinheit der Tiere als sehr beachtlich empfanden. Am Krötenzaun werden sie dann in eingegrabenen Eimern gefangen und von dort morgens und abends von den Naturschützern sicher über die Straße getragen. Das war nun auch der spannendste Teil des Unterrichts, denn diesmal durften die Schüler die Kröten aus den Eimern sammeln.
Mit neun Tieren war die Ausbeute nur gering, denn es gibt Straßen im Eichsfeld, an denen nach einer Nacht mehrere Hundert Kröten, Molche und Frösche in den Fangeimern gefunden werden. Trotzdem war das Naturerlebnis für die Kinder sehr groß. Nachdem Arne Willenberg die Unterscheidung von Männchen und Weibchen erklärt hatte, konnten die Kinder feststellen, dass alle neun Tiere Männchen waren.
Das ist nicht ungewöhnlich, wandern doch die Männchen zu erst und viel schneller als die Weibchen. In den kommenden Tagen werden die Weibchen sicherlich folgen. Nachdem die Erdkröten ausgiebig betrachtet und auch angefasst wurden und Arne Willenberg den Kindern ihre Fragen beantwortet hatte, wurden die Tiere gemeinsam über die Straße gebracht und dort mit vielen guten Wünschen wieder in die Freiheit entlassen.
Mit ihrem naturkundlichen Unterricht und den entsprechenden Angeboten für die Schüler, möchte die Schule in Beuren die natürliche Neugier der Kinder auf die Natur befriedigen und wachhalten. Mit regelmäßiger Unterstützung durch einen Experten des NABU werden den Schülern nicht nur naturkundliches und biologisches Wissen sowie Artenkenntnisse vermittelt sondern sie werden auch für die Themen des Umwelt- und Naturschutzes sensibilisiert. Für dieses Engagement darf die Schule immerhin den Titel Umweltschule in Europa – Internationale Agenda 21 Schule tragen.

