Fr, 06:39 Uhr
21.03.2014
Ist Gerd Mackensen "auf die Katze gekommen"?
Am 30. März wird in der "Galerie in der Burg" in Großbodungen eine Ausstellung des in Sondershausen lebenden und in Nordhausen geborenen Künstlers Gerd Mackensen eröffnet. Dazu Gedanken von Dr. Wolfgang R. Pientka...
Gerd Mackensen – bis vor einigen Jahren ein wahrer, vielleicht auch echter Nordhäuser, nunmehr seine Zelte in Sondershausen aufgeschlagen – begeht in diesem Jahr seinen 65. Geburtstag. Anlass genug, sein Werk, aber auch sein Wirken und seine Spuren in unserer Stadt und der Region zu würdigen.
Wer ihn persönlich kennt oder sich an ihn als Mitbürger unterwegs in Nordhausen oder zu Kollegen wie Lothar Rechtaczek oder Klaus-Dieter Kerwitz erinnert, der sieht ihn in Gedanken mit Hund – und zwar einem recht großen, einer Dogge. Und nun – ausgerechnet zu seinem Jubiläum Im Jahr der Katze?
Nein, als Künstler ist er nicht auf den Hund gekommen – im Gegenteil, sein Werk atmet eine Lebendigkeit, ersteht immer wieder in neuer Vielfalt. Der Wandel in Darstellung und Sujet erstaunt jedes Mal erneut Jeden, der sein Werk näher kennt und über die Zeitläufe sein Schaffen verfolgt hat. Folgt also die Frage: Wieso ‚Im Jahr der Katze‘?
Im Jahr der Katze (Foto: privat)
Nun gab es zum Ende des vergangenen Jahrtausends eine Phase, in der in einem Stil malte, den man dem Minimalismus zuordnen konnte oder wo seine Werke dem Betrachter an Bilder erinnerten, die man im Geist in Japan oder China verortet. Vielleicht ist er im chinesischen Kalender und damit bei den entsprechenden Horoskopen angekommen? Doch dort gibt es kein Jahr der Katze. Dies finden wir nur im vietnamesischen Kalender, wo das Jahr der Katze dem zeitgleichen Jahr des Hasen in China entspricht. Der Grund liegt darin, dass das Wort meo im Chinesischen ‚Hase‘ und in der vietnamesischen Sprache ‚Katze‘ heißt.
Oder befindet er sich in einer Schaffensphase, wo er sich mit diesem liebenswerten Tier, der Katze beschäftigt? Möglich wäre es, denn viele Künstler haben Katzen in ihren Werken. Im wahrsten Sinn des Wortes schwere Bild- und Kunstbände zeugen davon.
Oder gibt es Parallelen zwischen der Eigenart einer Katze und seiner Persönlichkeit?
Unsere Hauskatze, die sich weder durch Abrichten, Druck oder auch Zuneigung beeinflussen und schon gar nicht verbiegen lässt, obwohl sie seit Jahrtausenden ein treues und schnurrendes Familienmitglied ist . Aber dann würde der Titel Im Jahr der Katze auch nicht passen, denn der Künstler Gerd Mackensen wie auch sein Werk wahrten immer und dies seit fast 50 Jahren seine Eigenart – beginnend von Micky Mouse-Darstellungen in seiner Gymnasialzeit bis hin zu den Werken, die im Jahr 2011 in der Ausstellung Sehnsucht nach früher im Kunsthaus Meyenburg gezeigt wurden.
Bleibt also die anfänglich gestellte Frage! Eine Antwort wird sicher im Künstlergespräch während der Vernissage am 30. März um 16 Uhr in der ‚Galerie in der Burg‘ Großbodungen gegeben, wo Gerd Mackensen im Künstlergespräch seine Sichten der Galeristin Dr. Gerlinde Gräfin Westphalen darlegen wird. Auf diese vom Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur geförderten Ausstellung sei an dieser Stelle nochmals hingewiesen, die auch für die Mitglieder des Kunsthaus Meysenburg Fördervereins Nordhausen einen ersten Höhepunkt in diesem an hochkarätigen Ausstellungen reichen Jahr darstellen wird.
Dr. Wolfgang R. Pientka
Autor: redGerd Mackensen – bis vor einigen Jahren ein wahrer, vielleicht auch echter Nordhäuser, nunmehr seine Zelte in Sondershausen aufgeschlagen – begeht in diesem Jahr seinen 65. Geburtstag. Anlass genug, sein Werk, aber auch sein Wirken und seine Spuren in unserer Stadt und der Region zu würdigen.
Wer ihn persönlich kennt oder sich an ihn als Mitbürger unterwegs in Nordhausen oder zu Kollegen wie Lothar Rechtaczek oder Klaus-Dieter Kerwitz erinnert, der sieht ihn in Gedanken mit Hund – und zwar einem recht großen, einer Dogge. Und nun – ausgerechnet zu seinem Jubiläum Im Jahr der Katze?
Nein, als Künstler ist er nicht auf den Hund gekommen – im Gegenteil, sein Werk atmet eine Lebendigkeit, ersteht immer wieder in neuer Vielfalt. Der Wandel in Darstellung und Sujet erstaunt jedes Mal erneut Jeden, der sein Werk näher kennt und über die Zeitläufe sein Schaffen verfolgt hat. Folgt also die Frage: Wieso ‚Im Jahr der Katze‘?
Im Jahr der Katze (Foto: privat)
Nun gab es zum Ende des vergangenen Jahrtausends eine Phase, in der in einem Stil malte, den man dem Minimalismus zuordnen konnte oder wo seine Werke dem Betrachter an Bilder erinnerten, die man im Geist in Japan oder China verortet. Vielleicht ist er im chinesischen Kalender und damit bei den entsprechenden Horoskopen angekommen? Doch dort gibt es kein Jahr der Katze. Dies finden wir nur im vietnamesischen Kalender, wo das Jahr der Katze dem zeitgleichen Jahr des Hasen in China entspricht. Der Grund liegt darin, dass das Wort meo im Chinesischen ‚Hase‘ und in der vietnamesischen Sprache ‚Katze‘ heißt.Oder befindet er sich in einer Schaffensphase, wo er sich mit diesem liebenswerten Tier, der Katze beschäftigt? Möglich wäre es, denn viele Künstler haben Katzen in ihren Werken. Im wahrsten Sinn des Wortes schwere Bild- und Kunstbände zeugen davon.
Oder gibt es Parallelen zwischen der Eigenart einer Katze und seiner Persönlichkeit?
Unsere Hauskatze, die sich weder durch Abrichten, Druck oder auch Zuneigung beeinflussen und schon gar nicht verbiegen lässt, obwohl sie seit Jahrtausenden ein treues und schnurrendes Familienmitglied ist . Aber dann würde der Titel Im Jahr der Katze auch nicht passen, denn der Künstler Gerd Mackensen wie auch sein Werk wahrten immer und dies seit fast 50 Jahren seine Eigenart – beginnend von Micky Mouse-Darstellungen in seiner Gymnasialzeit bis hin zu den Werken, die im Jahr 2011 in der Ausstellung Sehnsucht nach früher im Kunsthaus Meyenburg gezeigt wurden.
Bleibt also die anfänglich gestellte Frage! Eine Antwort wird sicher im Künstlergespräch während der Vernissage am 30. März um 16 Uhr in der ‚Galerie in der Burg‘ Großbodungen gegeben, wo Gerd Mackensen im Künstlergespräch seine Sichten der Galeristin Dr. Gerlinde Gräfin Westphalen darlegen wird. Auf diese vom Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur geförderten Ausstellung sei an dieser Stelle nochmals hingewiesen, die auch für die Mitglieder des Kunsthaus Meysenburg Fördervereins Nordhausen einen ersten Höhepunkt in diesem an hochkarätigen Ausstellungen reichen Jahr darstellen wird.
Dr. Wolfgang R. Pientka