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Fr, 08:56 Uhr
25.03.2016
Verbrauch oder Effizienz:

Welches Fahrzeug verdient ein Umweltzertifikat?

Auch wenn die Europäische Union häufig kritisch beurteilt wird: Der Kauf von Kühlschränken, Fernsehern oder Winterreifen wird durchaus vereinfacht. Alle Produkte haben gemein, dass die Energieeffizienz sich anhand eines Labels leicht erkennen lässt. Ein ähnliches Umweltzertifikat soll nun auch beim Autokauf helfen...

Mercedes-Benz Umweltzertifikat von TÜV Süd nach der ISO-Richtlinie 14062 (Foto: Daimler) Mercedes-Benz Umweltzertifikat von TÜV Süd nach der ISO-Richtlinie 14062 (Foto: Daimler)
Doch ausgerechnet eine deutsche Besonderheit bei der Gesetzesauslegung sorgt dafür, dass der Käufer eher verwirrt werden dürfte.

Die hiesigen Automobilhersteller verdienen ihr Geld bekanntermaßen nicht mit innovativen Kleinwagen, sondern in erster Linie mit schweren Limousinen und SUVs. Wohl um diese Fahrzeugkategorien zu schützen, wurde die sogenannte "Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung" für den deutschen Markt zurechtgestutzt. Denn das Siegel soll nicht den Verbrauch des Fahrzeugs bewerten, sondern die Effizienz - und die wird nicht nur durch absolute Verbrauchs- oder Emissionswerte bestimmt, sondern auch das zugehörige Fahrzeuggewicht. So kann ein Porsche Panamera oder ein Audi Q7 problemlos eine bessere Bewertung erhalten als ein VW Polo.

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Denn in Anbetracht der hohen Leistung und vor allem des immensen Gewichtes erscheint der Verbrauch akzeptabel. Wenn Sie das Öko-Label, welches in die Klassen A bis G unterteilt, dennoch bei Ihrer Kaufentscheidung berücksichtigen wollen, sollten Sie nur Fahrzeuge gleicher Fahrzeugklassen gegenüberstellen.

Hier sind Fahrzeugtests allerdings hilfreicher, weil sich auch das EU-Label nur auf praxisferne Werte des Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) bezieht. Die sollen die Fahrzeuge eigentlich untereinander vergleichbarer machen, aber genau dieser Versuch misslingt: Auf der Straße weichen die Verbrauchswerte teils weit voneinander ab.

ÖKOTREND verleiht eigenes Auto-Umwelt-Zertifikat

Das Institut für Umweltforschung "ÖKOTREND" hat hingegen ein eigenes Auto-Umwelt-Zertifikat kreiert. Der größte Unterschied: Hier werden absolute Verbrauchswerte zur Bewertung herangezogen; auch vollkommen emissionsfreies Fahren wird berücksichtigt. Dass dieses Zertifikat viel stärker der eigentlichen Zielsetzung entspricht, zeigen schon die ausgezeichneten Fahrzeuge. Verliehen wurde das Gütesiegel an den Smart Fortwo, Smart Forfour, BMW i3, Toyota Prius Plug-In-Hybrid, Toyota Yaris Hybrid, VW Golf GTE und den VW Eco Up.

Die Kleinstwagen von VW und Smart erreichen die geringen Verbräuche mit konventionellen Verbrennungsmotor, bei den Kompaktwagen handelt es sich um Hybride. Weiterhin wurde bei der Vergabe auch beachtet, wie sehr die Produktion und die Entsorgung die Umwelt belastet. Aus ökologischer Sicht ist nämlich ein zusätzlicher Akku oder Elektromotor besonders problematisch.

Hier brauchen sich auch die deutschen Hersteller nicht vor der internationalen Konkurrenz zu verstecken: Bei Smart wurde besonders das Konzept der Abfallminimierung in der Produktion gelobt; die Carbon-Faser des BMW i3 wird unter Verwendung von Wasserkraft hergestellt - umweltschonend Autofahren ist also durchaus möglich.
Autor: en

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