Do, 19:43 Uhr
03.03.2016
Mein Leben zwischen zwei Kulturen:
Im falschen Paradies
Eine Flüchtlingsfamilie scheitert in Deutschland, doch der kleine Sohn trotzt allen Widrigkeiten. Seine bewegende Lebensgeschichte zeigt die vielen Facetten der Integration. Yosef Simsek hat mit dem Buch Im falschen Paradies sein Leben festgehalten - auch, um die dramatischen Erlebnisse zu verarbeiten.....
Yosef Simsek (Foto: Riverfield)
Aufgewachsen in zwei konträren Kulturkreisen, versteht der heute 25-jährige Yosef sein tief bewegendes und zugleich schonungslos direkt geschriebenes Buch auch als Aufruf an alle Menschen, unabhängig der Herkunft, der Religion und der Erziehung, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen (Foto: Riverfield)
Du willst doch auch, dass ich keinen Ärger bekomme, stimmt’s, Hase? Du brauchst nichts zu sagen... bitte vergibt mir. Diese Worte richtet der sechsjährige Yosef an sein Kuscheltier, als er es ein letztes Mal im Arm hält. Dann setzt er seinen besten Freund in das heimlich ausgehobene Grab und schaufelt es zu. In der Hoffnung, sein Leben so erträglicher zu gestalten, trennt er sich von dem, was ihm das Kostbarste ist. Ein richtiger Mann spielt nicht mit Kuscheltieren, haben ihm sein Vater und seine älteren Brüder mittels Schlägen und anderen erzieherischen Mitteln eingehämmert.
Es begann vor 25 Jahren: Seine Eltern fliehen vor dem Krieg im Libanon, werden in Deutschland eingebürgert, leben in einer Kleinstadt. Yosef wird hier geboren, wächst in zwei Kulturkreisen auf. Dann gerät seine Kindheit aus den Fugen, wird zum Alptraum. Auf dem Höhepunkt der Entwicklung geht das Kind zur Polizei und zeigt seinen Vater an. Die Situation eskaliert.
Das Schicksal des kleinen Jungen, der sich in der Fremde nicht zurechtfindet und verloren scheint, bewegt zutiefst. Ein tapferes Kind, das sich nicht unterkriegen läßt, sich mutig gegen Unrecht auflehnt und am Ende mit sich selbst und der Welt im Reinen ist. Das Buch ist die Geschichte eines Überlebenden, ein Stück deutscher Realität. Erschienen im Riverfield-Verlag und seit März 2016 im Buchhandel erhältlich.
Autor: en
Yosef Simsek (Foto: Riverfield)
Aufgewachsen in zwei konträren Kulturkreisen, versteht der heute 25-jährige Yosef sein tief bewegendes und zugleich schonungslos direkt geschriebenes Buch auch als Aufruf an alle Menschen, unabhängig der Herkunft, der Religion und der Erziehung, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen (Foto: Riverfield)Du willst doch auch, dass ich keinen Ärger bekomme, stimmt’s, Hase? Du brauchst nichts zu sagen... bitte vergibt mir. Diese Worte richtet der sechsjährige Yosef an sein Kuscheltier, als er es ein letztes Mal im Arm hält. Dann setzt er seinen besten Freund in das heimlich ausgehobene Grab und schaufelt es zu. In der Hoffnung, sein Leben so erträglicher zu gestalten, trennt er sich von dem, was ihm das Kostbarste ist. Ein richtiger Mann spielt nicht mit Kuscheltieren, haben ihm sein Vater und seine älteren Brüder mittels Schlägen und anderen erzieherischen Mitteln eingehämmert.
Es begann vor 25 Jahren: Seine Eltern fliehen vor dem Krieg im Libanon, werden in Deutschland eingebürgert, leben in einer Kleinstadt. Yosef wird hier geboren, wächst in zwei Kulturkreisen auf. Dann gerät seine Kindheit aus den Fugen, wird zum Alptraum. Auf dem Höhepunkt der Entwicklung geht das Kind zur Polizei und zeigt seinen Vater an. Die Situation eskaliert.
Das Schicksal des kleinen Jungen, der sich in der Fremde nicht zurechtfindet und verloren scheint, bewegt zutiefst. Ein tapferes Kind, das sich nicht unterkriegen läßt, sich mutig gegen Unrecht auflehnt und am Ende mit sich selbst und der Welt im Reinen ist. Das Buch ist die Geschichte eines Überlebenden, ein Stück deutscher Realität. Erschienen im Riverfield-Verlag und seit März 2016 im Buchhandel erhältlich.