Di, 12:43 Uhr
03.05.2016
Heilbad Heiligenstadt
Warnstreik bei Magna und im Schraubenwerk
Beschäftigte bei der Magna und dem Eichsfelder Schraubenwerk legten heute morgen die Arbeit für 1,5 Stunden nieder. Die Schraubenwerker waren überraschend dazu gekommen...
Mehr Entgelt und mehr Gerechtigkeit, das sind die Themen der Tarifauseinandersetzung in der Metall- und Elektroindustrie. Mit dem Angebot von 2,1% Entgelterhöhung in zwei Stufen und einer 0,3%igen Einmalzahlung für Betriebe denen es gut geht, bei einer Laufzeit von 24 Monaten, haben die Arbeitgeber weitere Schärfe in die Verhandlungen eingebracht.
Bernd Spitzbarth, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Nordhausen, sagte dazu: Wir machen heute deutlich, dass wir es mit unseren Forderungen ernst meinen. Die Menschen haben ein Recht darauf, am Erfolg ihrer Arbeit, am Höhenflug der Renditen und Dividenden angemessen beteiligt zu werden. Wer sich gegen eine angemessene Entgelterhöhung für die Beschäftigten stellt, stellt sich auch gegen eine Stabilisierung der guten wirtschaftlichen Situation.
Ohne eine ausreichende Binnennachfrage wird es keine wirtschaftliche Stabilität geben. Die Aktionäre erhalten mehr Dividende als die 5% Entgelterhöhung für die rund 3,8 Mio. Beschäftigten in der MuE-Industrie kosten würde. Das kann man den Menschen nicht mehr erklären. Höhenflüge für Renditen und Magerkost für die Beschäftigten, das ist mit uns nicht zu machen.
Dass sich das Eichfelder Schraubenwerk in die Tarifbewegung einschaltet, kommt für Außenstehende unerwartet. Hier befindet sich die IG Metall mit der Geschäftsleitung in Tarifverhandlungen. Konkret geht es um die Anerkennung der Tarifverträge der MuE Industrie Thüringen. Eigentlich wollten wir außerhalb der Arbeitszeit solidarisch die Kollegen/innen von Magna unterstützen. Das es nun zum Warnstreik gekommen ist, haben sich die Arbeitgeber mit ihrer Haltung zum Entgelttarifvertrag selbst auf die Fahne zu schreiben, so der Sprecher der IG-Metall.
Ihr Ziel, einen zeitnahen Abschluss zu erreichen, haben die Beschäftigten heute kraftvoll verdeutlicht, sagte Bernd Spitzbarth. Ihren Unmut brachten auch Timo Richter von der Magna und Harald Föllmer von ESW zum Ausdruck.
Seit Jahren werden von unseren Kolleginnen und Kollegen Höchstleistungen erwartet und sie leisten Gute Arbeit. Nur wenn es um die Beteiligung der Beschäftigten geht, die im wesentlich mit ihrer Arbeit zum wirtschaftlichen Erfolg beitragen, dann stimmen die Arbeitgeber ihr Klagelied des geringen Verteilungsspielraumes an. Hier erwarten wir einen Paradigmenwechsel. Gute Arbeit verlangt faire Beteiligung, verlangt Gerechtigkeit durch Tarifverträge. Wer den sozialen Frieden auf dem Papier fordert, der muss mit verhandelbaren Angeboten und nicht mit Provokationen oder Spaltungsversuchen an den Verhandlungstisch kommen. Wer Streit sucht, kann ihn haben, wir sind bereit, so Richter und Föllmer abschließend.
Autor: enMehr Entgelt und mehr Gerechtigkeit, das sind die Themen der Tarifauseinandersetzung in der Metall- und Elektroindustrie. Mit dem Angebot von 2,1% Entgelterhöhung in zwei Stufen und einer 0,3%igen Einmalzahlung für Betriebe denen es gut geht, bei einer Laufzeit von 24 Monaten, haben die Arbeitgeber weitere Schärfe in die Verhandlungen eingebracht.
Bernd Spitzbarth, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Nordhausen, sagte dazu: Wir machen heute deutlich, dass wir es mit unseren Forderungen ernst meinen. Die Menschen haben ein Recht darauf, am Erfolg ihrer Arbeit, am Höhenflug der Renditen und Dividenden angemessen beteiligt zu werden. Wer sich gegen eine angemessene Entgelterhöhung für die Beschäftigten stellt, stellt sich auch gegen eine Stabilisierung der guten wirtschaftlichen Situation.
Ohne eine ausreichende Binnennachfrage wird es keine wirtschaftliche Stabilität geben. Die Aktionäre erhalten mehr Dividende als die 5% Entgelterhöhung für die rund 3,8 Mio. Beschäftigten in der MuE-Industrie kosten würde. Das kann man den Menschen nicht mehr erklären. Höhenflüge für Renditen und Magerkost für die Beschäftigten, das ist mit uns nicht zu machen.
Dass sich das Eichfelder Schraubenwerk in die Tarifbewegung einschaltet, kommt für Außenstehende unerwartet. Hier befindet sich die IG Metall mit der Geschäftsleitung in Tarifverhandlungen. Konkret geht es um die Anerkennung der Tarifverträge der MuE Industrie Thüringen. Eigentlich wollten wir außerhalb der Arbeitszeit solidarisch die Kollegen/innen von Magna unterstützen. Das es nun zum Warnstreik gekommen ist, haben sich die Arbeitgeber mit ihrer Haltung zum Entgelttarifvertrag selbst auf die Fahne zu schreiben, so der Sprecher der IG-Metall.
Ihr Ziel, einen zeitnahen Abschluss zu erreichen, haben die Beschäftigten heute kraftvoll verdeutlicht, sagte Bernd Spitzbarth. Ihren Unmut brachten auch Timo Richter von der Magna und Harald Föllmer von ESW zum Ausdruck.
Seit Jahren werden von unseren Kolleginnen und Kollegen Höchstleistungen erwartet und sie leisten Gute Arbeit. Nur wenn es um die Beteiligung der Beschäftigten geht, die im wesentlich mit ihrer Arbeit zum wirtschaftlichen Erfolg beitragen, dann stimmen die Arbeitgeber ihr Klagelied des geringen Verteilungsspielraumes an. Hier erwarten wir einen Paradigmenwechsel. Gute Arbeit verlangt faire Beteiligung, verlangt Gerechtigkeit durch Tarifverträge. Wer den sozialen Frieden auf dem Papier fordert, der muss mit verhandelbaren Angeboten und nicht mit Provokationen oder Spaltungsversuchen an den Verhandlungstisch kommen. Wer Streit sucht, kann ihn haben, wir sind bereit, so Richter und Föllmer abschließend.
