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Do, 19:24 Uhr
12.05.2016
Heilbad Heiligenstadt

2. Warnstreikwelle mit bisher größter Aktion

Die 2. Warnstreikwelle ging mit bisher größten Aktion in Nordthüringen zu Ende. Bei der Magna, dem Eichsfelder Schraubenwerk in Heiligenstadt und der Norma in Gerbershausen ruhte die Arbeit für 2,5 Stunden...

Warnstreik (Foto: Spitzbarth) Warnstreik (Foto: Spitzbarth)

Mehr Entgelt und mehr Gerechtigkeit, das sind die Themen der Tarifauseinandersetzung in der Metall- und Elektroindustrie. Um 11:45 Uhr versammelten sich die Metallerinnen und Metaller vor den Werkstor von Norma Gerbershausen und eröffneten den vermeintlich letzten Warnstreik mit einem Autokorso in Nordthüringen in dieser Tarifbewegung. In Heiligenstadt vereinten sich dann 300 Metallerinnen und Metaller von Norma, Magna, dem Eichsfelder Schraubenwerk und der Jansen GmbH zur gemeinsamen Warnstreikkundgebung am oberen Kreisel des Industriegebietes West (Höhe SIM).

Die Arbeit in den Werken kam für etwas mehr als 2,5 Stunden zum Erliegen. Zeitgleich mit der Arbeitsniederlegung in Nordthüringen begannen die Verhandlungen in Nordrhein-Westfalen. Damit sind die Stunden der Entscheidung eingeleitet. Wird bis Freitag kein Durchbruch im festgefahrenen Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie erzielt, wird man sich auf einem längeren Arbeitskampf einstellen müssen, so ein Sprecher der IG Metall.

Bernd Spitzbarth, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Erfurt sagte im Rahmen der Kundgebung: „Unsere
Warnstreiks haben Wirkung gezeigt. Nun wollen die Arbeitgeber nachbessern. Wir sind jedoch noch lange
nicht am Ziel und von einem annehmbaren Kompromiss immer noch weit entfernt. Es geht um Entgelt,
Laufzeit und um eine von den Arbeitgebern eingebrachte Wettbewerbskomponente. Sollte es im Verlauf der nächsten Stunden zu einem Pilotabschluss kommen, so kann ich die Thüringer Arbeitgeber nur
davor warnen, darüber nachzudenken, dieses Ergebnis nicht übertragen zu wollen. Eines hat die sehr gute Beteiligung bei allen bisherigen Warnstreiks gezeigt. WIR stehen hinter unserer Forderung und werden uns jeden Versuch einer Schlechterstellung gegenüber eines gefundenen Pilotabschlusses entgegenstellen. Sollte es zu keinen Durchbruch bei den Verhandlungen in NRW kommen, sind WIR auch über Pfingsten hinaus bereit, für unsere berechtigten Interessen zu kämpfen. Die weiteren Vorbereitungen dazu sind bereits getroffen!“

Ferner forderte Spitzbarth den Arbeitgeberverband auf, deeskalierend auf seine Mitglieder Einfluss zu nehmen und verwies dabei auf den Zwischenfall zum Beginn der Woche beim Baumaschinenhersteller Hydrema in Weimar.

Die Metallerinnen und Metaller der Norma untermauerten zum wiederholten Male, das sie bereit sind, den Tarifvertrag zu verteidigen und weiterzuentwickeln. Wer den sozialen Frieden auf dem Papier fordert, der muss mit verhandelbaren Angeboten und nicht mit Provokationen oder Spaltungsversuchen an den Verhandlungstisch kommen. Wer Streit sucht, kann ihn haben, wir sind bereit, so Bernd Spizbarth.
Autor: en

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