Mo, 21:58 Uhr
04.07.2016
Leinefelde-Worbis
Zeitnah wird er einen eigenen Weg einschlagen
Der neue Bürgermeister von Leinefelde-Worbis, Marko Grosa, ist seit dem 1. Juli 2016 im Amt und wurde in der Stadtratsitzung heute wie es Tradition ist, vom ältesten Stadtratmitglied, derzeit Dr. Karl-Heinz Klose, vereidigt. Sehr sicher und zielgerichtet informierte Marko Grosa über den künftigen Weg....
Helmut Funke (re.) übergab einen Staffelstab an den neuen Bürgermeister Marko Grosa. Fotos:Ilka Kühn
Die Leitung der Sitzung hatte bis zur Vereidigung der stellvertretende Bürgermeister Helmut Funke übernommen. Er hatte eine Stunde zuvor auch die Hauptausschusssitzung geleitet. Es gab einige personelle Änderungen in den Ausschüssen, da der neue Bürgermeister von amtswegen in anderen Gremien vertreten ist.
Vereidigung des neuen Bürgermeisters.
Nach der Vereidigung ging Marko Grosa zur Tagesordnung über. Er verpflichtete Katrin Oberthür, die als Nachrückerin in den Stadtrat berufen wurde. Danach legte er dar, wie er sich die Zusammenarbeit mit dem Stadtrat künftig vorstellt und worauf er den Schwerpunkt legt.
Katrin Oberthür ist jetzt in den Stadtrat nachgerückt und verpflihtet worden.
Er weiß, was er will, so könnte man mit wenigen Worten sein Handeln beschreiben. Viele der Anwesenden hatten seine Schwerpunkte schon im Wahlkampf gehört, deshalb ging der Bürgermeister nur auf einige wenige ein.
Seine Pistole habe er abgegeben, im Stadtrat brauche er keine, sagte Marko Grosa. Nur die Uniform wird ihn an seine Polizeilaufbahn erinnern.. Offiziell verabschiedet wurde er zwar noch nicht, aber seine Beamtenzeit sei bei der Polizei vorbei. Das sei in Thüringen so. In den vergangenen Wochen galt es für ihn jedenfalls viele Formalitäten zu erledigen. Den Kontakt zur Polizei lässt er aber nicht abreißen, es sei eine große Familie gewesen. Der Stadt schaden wird es sicher nicht, fügte Marko Grosa an.
Vor dem neuen Job ist ihm nicht bange, spürt man. Der Polizeialltag mit all seinen Facetten hat ihn geprägt. Marko Grosa kennt sich aus, hat in den vergangenen Jahren seine Erfahrungen gemacht.
Den Stadtrat von Leinefelde-Worbis lobte der neue Bürgermeister. Man habe Respekt voreinander, stehe hinter den Beschlüssen zum Wohle der Stadt. Einige müssen aber lernen, Ideen mit umzusetzen und sich nicht nur selbst darstellen zu wollen.
In den vergangenen Wochen sei er oft gefragt worden, ob die Fußtapfen nicht unheimlich groß wären, in die er tritt. Ja sie sind groß und es ist schön, dass sie sich auf festen Untergrund befinden. Aber ich werde sehr zeitnah einen eigenen Weg beschreiten, der geht woanders lang und die großen Fußtapfen werde ich oft rechts und links vor mir sehen oder ich werde sie mit höchster Anerkennung und großem Respekt kreuzen, erklärte Marko Grosa.
Im Stadtrat will er den Sitzungsplan so weiterführen. Die Stadträte haben monatlich sowieso mindestens ein oder zwei Veranstaltungen. Zur weiteren Entwicklung der Stadt verriet der Bürgermeister, dass sich bereits zwei Unternehmer schon für die Burg Scharfenstein interessieren und sich mit ihm treffen wollen. Ein nächstes Thema ist das alte Kloster in Worbis. Die bereits bezahlte Zeichnung vom Landkreis für eine Schule, die alles hat, was eine Verwaltung braucht und evtl. nur Türen verändert oder einige Trennwände gestellt werden, könne die Stadt so übernehmen. Es sei ein Riesenschritt nach vorn. Es lohnt sich, das nun zu Ende zu bringen.
Gleiches gilt für die geplante Turnhalle. Marko Grosa ist sich sicher, dass der Landkreis hier die Stadt unterstützt. Die kürzeste Einweisung habe er für das Amt vom Landrat erhalten. Er hat zu ihm gesagt: Sie müssen nur aufpassen, dass alle, die im Sandkasten buddeln, auch ihre Förmchen haben und sich keiner die Schippchen oder Eimerchen auf den Kopf haut. Wenn alle etwas zu spielen haben und keiner ihnen was wegnimmt, dann läuft der Laden auch.
Einige Stadträte gaben dem neuen Bürgermeister noch gute Ratschläge auf den Weg. Er selbst wird in den nächsten Tagen einiges ändern im Ablauf der Verwaltung und für die Mitarbeiter. In punkto Berufsausbildung gibt es auch etwas Neues. Marko Grosa schlägt vor, auf das Abitur als Voraussetzung für eine Ausbildung in der Stadtverwaltung künftig zu verzichten. Ein Realschüler mit einem guten Zeugnis möchte vielleicht eher in der Stadtverwaltung arbeiten und bleiben. Auch die Sport- und Freizeit GmbH der Stadt wird künftig Lehrlinge ausbilden. Anders wird Marko Grosa auch die Runde der Ortsteilbürgermeister gestalten.
Im August soll offiziell Gerd Reinhardt von den Stadträten verabschiedet werden. Zum Schluss fügte er an, dass sein Vorgänger, ihn mit vielen Informationen die Stadt und sein Amt betreffend in den vergangenen Tage, Wochen und Monaten versorgt habe.
Er wird keine Fraktion benachteiligen und wünscht mit allen eine gute Zusammenarbeit, sagte Marko Grosa. Es gab noch einige Anmerkungen und Fragen.
Der Stadtrat fasste den Beschluss, zur Städtepartnerschaft der polnischen Gemeinde Nowe und dem Ortsteil Birkungen. In diesem Zusammenhang soll überprüft werden, inwieweit alle anderen Partnerschaft ihren Sinn und Zweck noch verfolgen.
Autor: enHelmut Funke (re.) übergab einen Staffelstab an den neuen Bürgermeister Marko Grosa. Fotos:Ilka Kühn
Die Leitung der Sitzung hatte bis zur Vereidigung der stellvertretende Bürgermeister Helmut Funke übernommen. Er hatte eine Stunde zuvor auch die Hauptausschusssitzung geleitet. Es gab einige personelle Änderungen in den Ausschüssen, da der neue Bürgermeister von amtswegen in anderen Gremien vertreten ist.
Vereidigung des neuen Bürgermeisters.
Nach der Vereidigung ging Marko Grosa zur Tagesordnung über. Er verpflichtete Katrin Oberthür, die als Nachrückerin in den Stadtrat berufen wurde. Danach legte er dar, wie er sich die Zusammenarbeit mit dem Stadtrat künftig vorstellt und worauf er den Schwerpunkt legt.
Katrin Oberthür ist jetzt in den Stadtrat nachgerückt und verpflihtet worden.
Er weiß, was er will, so könnte man mit wenigen Worten sein Handeln beschreiben. Viele der Anwesenden hatten seine Schwerpunkte schon im Wahlkampf gehört, deshalb ging der Bürgermeister nur auf einige wenige ein.
Seine Pistole habe er abgegeben, im Stadtrat brauche er keine, sagte Marko Grosa. Nur die Uniform wird ihn an seine Polizeilaufbahn erinnern.. Offiziell verabschiedet wurde er zwar noch nicht, aber seine Beamtenzeit sei bei der Polizei vorbei. Das sei in Thüringen so. In den vergangenen Wochen galt es für ihn jedenfalls viele Formalitäten zu erledigen. Den Kontakt zur Polizei lässt er aber nicht abreißen, es sei eine große Familie gewesen. Der Stadt schaden wird es sicher nicht, fügte Marko Grosa an.
Vor dem neuen Job ist ihm nicht bange, spürt man. Der Polizeialltag mit all seinen Facetten hat ihn geprägt. Marko Grosa kennt sich aus, hat in den vergangenen Jahren seine Erfahrungen gemacht.
Den Stadtrat von Leinefelde-Worbis lobte der neue Bürgermeister. Man habe Respekt voreinander, stehe hinter den Beschlüssen zum Wohle der Stadt. Einige müssen aber lernen, Ideen mit umzusetzen und sich nicht nur selbst darstellen zu wollen.
In den vergangenen Wochen sei er oft gefragt worden, ob die Fußtapfen nicht unheimlich groß wären, in die er tritt. Ja sie sind groß und es ist schön, dass sie sich auf festen Untergrund befinden. Aber ich werde sehr zeitnah einen eigenen Weg beschreiten, der geht woanders lang und die großen Fußtapfen werde ich oft rechts und links vor mir sehen oder ich werde sie mit höchster Anerkennung und großem Respekt kreuzen, erklärte Marko Grosa.
Im Stadtrat will er den Sitzungsplan so weiterführen. Die Stadträte haben monatlich sowieso mindestens ein oder zwei Veranstaltungen. Zur weiteren Entwicklung der Stadt verriet der Bürgermeister, dass sich bereits zwei Unternehmer schon für die Burg Scharfenstein interessieren und sich mit ihm treffen wollen. Ein nächstes Thema ist das alte Kloster in Worbis. Die bereits bezahlte Zeichnung vom Landkreis für eine Schule, die alles hat, was eine Verwaltung braucht und evtl. nur Türen verändert oder einige Trennwände gestellt werden, könne die Stadt so übernehmen. Es sei ein Riesenschritt nach vorn. Es lohnt sich, das nun zu Ende zu bringen.
Gleiches gilt für die geplante Turnhalle. Marko Grosa ist sich sicher, dass der Landkreis hier die Stadt unterstützt. Die kürzeste Einweisung habe er für das Amt vom Landrat erhalten. Er hat zu ihm gesagt: Sie müssen nur aufpassen, dass alle, die im Sandkasten buddeln, auch ihre Förmchen haben und sich keiner die Schippchen oder Eimerchen auf den Kopf haut. Wenn alle etwas zu spielen haben und keiner ihnen was wegnimmt, dann läuft der Laden auch.
Einige Stadträte gaben dem neuen Bürgermeister noch gute Ratschläge auf den Weg. Er selbst wird in den nächsten Tagen einiges ändern im Ablauf der Verwaltung und für die Mitarbeiter. In punkto Berufsausbildung gibt es auch etwas Neues. Marko Grosa schlägt vor, auf das Abitur als Voraussetzung für eine Ausbildung in der Stadtverwaltung künftig zu verzichten. Ein Realschüler mit einem guten Zeugnis möchte vielleicht eher in der Stadtverwaltung arbeiten und bleiben. Auch die Sport- und Freizeit GmbH der Stadt wird künftig Lehrlinge ausbilden. Anders wird Marko Grosa auch die Runde der Ortsteilbürgermeister gestalten.
Im August soll offiziell Gerd Reinhardt von den Stadträten verabschiedet werden. Zum Schluss fügte er an, dass sein Vorgänger, ihn mit vielen Informationen die Stadt und sein Amt betreffend in den vergangenen Tage, Wochen und Monaten versorgt habe.
Er wird keine Fraktion benachteiligen und wünscht mit allen eine gute Zusammenarbeit, sagte Marko Grosa. Es gab noch einige Anmerkungen und Fragen.
Der Stadtrat fasste den Beschluss, zur Städtepartnerschaft der polnischen Gemeinde Nowe und dem Ortsteil Birkungen. In diesem Zusammenhang soll überprüft werden, inwieweit alle anderen Partnerschaft ihren Sinn und Zweck noch verfolgen.



