Mo, 16:30 Uhr
25.07.2016
Grenzmuseum Schifflersgrund - Der Anfang ist getan
Ein neuer, alter Blick auf die zweite Seite
Bisher wurde immer nur Spionageeinrichtungen des Warschauer Vertrages in den Grenzmuseen betrachtet. Im Grenzmuseum Schifflersgrund fand gut besucht in der Hessenhalle am vergangenen Sonntag eine Veranstaltung zum Kalten Krieg in Hessen statt....
Dr. Jakob Eisler referierte nach 26/27 Jahren der Grenzöffnung über seine Erkenntnisse zu den Abhörstationen auf dem Hohen Meißner. 160 Millionen kosteten die drei Antennenanlagen, Teile dazu wurden bereits nach dem Krieg von der Wehrmacht übernommen und es entstand in den folgenden Jahren die sogenannte Cola Dose.
Immer viel bestaunt der Eingangsbereich
Streng getrennt und geheim agierten die deutschen und amerikanischen Betreiber. Akten der ASA, später NSA, kann man seit 2009 im Archiv einsehen. Nicht nur sensible militärische Daten wurden von US- Militärspezialisten mit perfekten Sprachkenntnissen erfasst. Die unterschiedlichen Antennenanlagen- von der Kreisgruppenantenne bis zum Parabolspiegel und Sender -lassen auf die unterschiedliche Nutzung schließen.
Strategie der Vorausverteidigung
Mobile, deutsche Funkaufklärungseinrichtungen ergänzten die Anlage. Insgesamt befanden sich 24 Stellen des TMLD (Tiefflieger–Melde-Leitdienst ) an den zwei Nachbargrenzen. Mitte der 90er Jahre wurde die Anlage fast rückstandslos abgerissen, Teile nach Pakistan und in die Türkei exportiert und fast spurenfrei renaturalisiert.
Im Anschluss an den Vortrag erhielten die Interessierten Einblick von den ehemaligen deutschen Betreibern, die heute als Besucher agierten. Sie zeigten Bilder über die neuere Technik und fachsimpelten mit den Referenten. Vieles erschien dann ergänzend in einem noch moderneren Licht.
Sören Baumgarten
Autor: enDr. Jakob Eisler referierte nach 26/27 Jahren der Grenzöffnung über seine Erkenntnisse zu den Abhörstationen auf dem Hohen Meißner. 160 Millionen kosteten die drei Antennenanlagen, Teile dazu wurden bereits nach dem Krieg von der Wehrmacht übernommen und es entstand in den folgenden Jahren die sogenannte Cola Dose.
Immer viel bestaunt der Eingangsbereich
Streng getrennt und geheim agierten die deutschen und amerikanischen Betreiber. Akten der ASA, später NSA, kann man seit 2009 im Archiv einsehen. Nicht nur sensible militärische Daten wurden von US- Militärspezialisten mit perfekten Sprachkenntnissen erfasst. Die unterschiedlichen Antennenanlagen- von der Kreisgruppenantenne bis zum Parabolspiegel und Sender -lassen auf die unterschiedliche Nutzung schließen.
Strategie der Vorausverteidigung
Mobile, deutsche Funkaufklärungseinrichtungen ergänzten die Anlage. Insgesamt befanden sich 24 Stellen des TMLD (Tiefflieger–Melde-Leitdienst ) an den zwei Nachbargrenzen. Mitte der 90er Jahre wurde die Anlage fast rückstandslos abgerissen, Teile nach Pakistan und in die Türkei exportiert und fast spurenfrei renaturalisiert.
Im Anschluss an den Vortrag erhielten die Interessierten Einblick von den ehemaligen deutschen Betreibern, die heute als Besucher agierten. Sie zeigten Bilder über die neuere Technik und fachsimpelten mit den Referenten. Vieles erschien dann ergänzend in einem noch moderneren Licht.
Sören Baumgarten


