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Do, 17:22 Uhr
29.09.2016
Deutscher Tierschutzbund:

Zur Erschießung des Löwen in Leipzig

Anlässlich der Erschießung des ausgebrochenen Löwen im Zoo Leipzig kommentiert der Deutsche Tierschutzbund:....

Planungsfehler oder menschliches Versagen können immer wieder dazu führen, dass Zootiere ausbrechen und in der Folge getötet werden oder auch Menschen zu Schaden kommen. „Wenn die Tiere schon in Gefangenschaft gehalten werden, so müssen die jeweiligen Einrichtungen auch die notwendigen Vorkehrungen treffen, um jegliche Verletzungs- und Ausbruchsgefahr auszuschließen – zum Schutz der Tiere und der Besucher“, fordert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Der Zoo Leipzig muss nun dringend aufklären, wieso die Löwen ausbrechen konnten und seine Sicherheitsvorkehrungen auf den Prüfstand stellen, damit sich ein solches Ereignis in Zukunft nicht wiederholen wird.“

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Der Deutsche Tierschutzbund lehnt die Haltung von Tieren in zoologischen Einrichtungen nicht generell ab, sieht die von Löwen aber kritisch. Diese gehören zu den „exotischen“ Tierarten mit großem Schauwert, deren artgerechte Unterbringung außerordentlich aufwendig und schwierig ist. Allein in den letzten vier Jahren sind mindestens acht Vorfälle mit ausgebrochenen Großkatzen in deutschen Zoos zu verzeichnen.

„Mal wieder sind wir an einem Punkt, wo Zoos über ihre Sicherheitsmaßnahmen nachdenken sollten. Das muss aber zwingend damit verbunden werden auch über die Tierhaltung nachzudenken: Welche Tiere dürfen im Zoo gehalten werden und unter welchen Bedingungen? Wir brauchen eine Grundsatzdebatte über Zoomanagement“, so Schröder.
Autor: en

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