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Fr, 18:04 Uhr
24.03.2017
Bauschule Gotha unterstützt Kanonenbahnverein

Zukunft für alten Bahnhof Dingelstädt

„Erlebnis Draisine“ ist nicht nur das Motto des Kanonenbahnvereins, sondern zugleich ihr Anspruch die außergewöhnliche Bahnstrecke als überregionalen Tourismusmagneten weiter auszubauen, zu einem Rundum-Erlebnis mit vielseitigen Angeboten für die Gäste des Naturparks.....

 Baustellenbesichtigung im Bahnhof Dingelstädt: Bürgermeister Metz  mit den Fachlehrern Elke Göring-Rasch u.  Michael Strathmann und den Studenten der Bauschule Gotha (Foto: Pönicke) Baustellenbesichtigung im Bahnhof Dingelstädt: Bürgermeister Metz mit den Fachlehrern Elke Göring-Rasch u. Michael Strathmann und den Studenten der Bauschule Gotha (Foto: Pönicke)

Ein wichtiger Meilenstein war die Verlängerung der befahrbaren Draisinenstrecke bis Dingelstädt. Nun wird mit der Revitalisierung des alten Bahnhofsgebäudes in Dingelstädt das nächste große Projekt des Vereins vorbereitet. Als Endpunkt der Strecke soll dieser als Gästebahnhof und touristischer Knotenpunkt im Naturpark Eichsfeld-Hainich Werratal ausgebaut werden.

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Schließlich kreuzen sich hier mehrere regionale und überregionale Radwege. Neben dem Service für die Draisinenstrecke möchte der Verein im Bahnhofsgebäude eine Gaststätte, ein Museum und Übernachtungsmöglichkeiten verschiedener Kategorien etablieren.

Für die planerische Vorbereitung hat der Naturpark eine studentische Projektarbeit der Bauschule Gotha akquiriert. Dipl.Bau-Ing. Sabine Pönicke, in der Naturparkverwaltung für Regionalentwicklung zuständig, betreut die vier Studenten bei der Erarbeitung von gebäudeangepassten Nutzungsvorschlägen. Besonders wichtig ist ihr aber erst einmal eine gründliche Bestandsaufnahme und Schadenskartierung.

Schließlich stand der 140 Jahre alte Gebäudekomplex schon fast 20 Jahre lang leer. Allein das gründliche Aufmessen der über 40 Raumeinheiten hat viel Zeit in Anspruch genommen. Sehr beeindruckend sind auch die überraschend großen Kellergewölbe, teils als Tonnengewölbe teils als Kreuzgewölbe ausgeführt.

„Hier steckt viel Potential in dem Gebäude“ sind sich die Studenten einig. Mit geschultem Blick werden alle Details in einem Raumbuch akribisch festgehalten. Schließlich haben die Studenten in ihrem Berufsleben schon 20 Jahre Berufserfahrung gesammelt: Thomas Triemer u. Reinhold Wiemuth als Zimmerer; Heiko Tennigkeit als Maurer und Thomas Kraps als Maurermeister. „Wir alle kennen da schon die Knackpunkte eines so alten Gebäudes.“

Natürlich wünschen sich die Studenten auch eine zeitnahe Umsetzung ihrer Planungen. Vom Naturpark gibt es eine klare Zielvorgabe zur fachgerechten und ökologisch hochwertigen Sanierung des Baubestandes. „Eine Modellplanung mit Vorbildcharakter, an der sich auch Eigentümer anderer Altbauten orientieren können.

Schließlich ist eine Kalkulation der Baukosten auch Bestandteil der Projektarbeit“ sagt Sabine Pönicke. Nach der gestrigen erfolgreichen Zwischenverteidigung in der Bauschule, freut sie sich schon auf die Abschlußveranstaltung mit der Übergabe der Projektplanung. Die umfangreichen Unterlagen werden dann selbstverständlich dem Verein zur Verfügung gestellt, und sind auch für Interessierte in der Naturparkverwaltung einzusehen.

Anlässlich der öffenlichen Präsentation am 7. Juni 2017 lädt der Vereinsvorsitzende Frank Schröter zum „großen Bahnhof“ nach Lengenfeld/Stein ein. Die Einladung erfolgt dann rechtzeitig an alle Vereinsmitglieder und Unterstützer der „Erlebnis Draisine“.
Autor: en

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