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Di, 18:20 Uhr
04.04.2017
Leinefelde-Worbis

Ehrenbriefe für zwei besondere Persönlichkeiten

Viele Gäste waren am Freitagnachmittag in die evangelische Kirche nach Worbis gekommen. Wurden doch zwei ehemalige evangelische Geistliche von Worbis und Leinefelde von der Stadt mit Ehrenbriefen ausgezeichnet. Aus den jeweiligen Gemeinden waren Gäste da, sowie auch Freunde und Verwandte, nicht zu vergessen katholische Geistliche der beiden Stadtteile....

So gehören zur evangelischen Pfarrstelle Worbis auch Kaltohmfeld, Kirchohmfeld, Wintzingerode und zu Leinefelde gehört noch Dingelstädt.

Ehrenbrief für traugott Eber (Foto: Ilka Kühn) Ehrenbrief für traugott Eber (Foto: Ilka Kühn)


Den Ehrenbrief der Stadt Leinefelde-Worbis hat Bürgermeister Marko Grosa am vergangenen Freitag zwei evangelischen Pfarrern verliehen. Geehrt wurden bei einem Festakt in der evangelischen Kirche in Worbis Pfarrerin Cornelia Feja, die ihren Dienst in Worbis versah und Pfarrer Traugott Eber, er war in Leinefelde.

Bürgermeister Marko Grosa würdigte beide in seiner Festrede. So sagte er:

"....heute haben wir einen Tag der ausgesprochen kurzen Wege. Um vom Rathaus auf den Rossmarkt zu gelangen, wo wir gerade gemeinsam den städtischen Lutherweg offiziell übergeben haben, brauchte ich nur aus
der Tür zu treten. Und eine andere Tür am Rossmarkt geöffnet - schon sitzen wir in der evangelischen Kirche.
Die kurzen Wege sind aber nicht nur räumlich von Vorteil. Sie stehen auch sinnbildlich für unsere ideelle Verbundenheit.

In Leinefelde-Worbis treffen Bürgermeister und Pfarrer erfreulich oft aufeinander, sie grüßen sich in Freundschaft, das trifft auf die katholischen wie auf die evangelischen Geistlichen zu. Uns verbinden viele gute Projekte zum Wohle unserer Bürger. Schauen wir bloß einmal auf vielen die Kindergärten, die in Trägerschaft der Kirchengemeinden oft seit vielen Jahrzehnten sehr gute Arbeit leisten.

Und gemeinsam arbeiten wir gerade am Bau neuer Kindergärten in Wintzingerode und Leinefelde und können auch da wieder auf das Engagement unserer Kirchen zählen. Dass der Pfarrer bei uns in der Stadt mindestens genauso viel zählt wie der Bürgermeister, das dürfte nur die Nicht-Eichsfelder verwundern. Wir
sind dankbar dafür, dass sich die Geistlichen mit einbringen, wenn es darum geht, unser Eichsfeld voranzubringen.

Ehrenbrief für Cornelia Feja (Foto: Ilka Kühn) Ehrenbrief für Cornelia Feja (Foto: Ilka Kühn)


Stadtrat oder Kirchengemeinderat - die Ziele sind meist gar nicht so verschieden. Und so ist es bei uns zur guten Tradition geworden, dass der Stadtrat auch denen besondere Ehre zuteilwerden lässt, die sich auf
Seiten der Kirchengemeinden besonders engagiert haben. Der erste Geistliche, der den Ehrenbrief der Stadt Leinefelde-Worbis bekommen hat, war der inzwischen verstorbene Prälat Berthold Richardt. Der Beschluss dazu wurde vom Stadtrat am 26. Oktober 2009 gefasst.

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Im vergangenen Jahr ehrten wir in dieser Form per Beschluss vom 30. Mai Dechant Engelbert Dietrich, der wie Berthold Richardt in der katholischen Kirchengemeinde in Worbis gewirkt hat, und Dechant Bernhard Wehner, der seine Amtszeit in der katholischen Kirchengemeinde St. Maria Magdalena in Leinefelde beendet hat.

Und in diesem Jahr richten wir den Blick auf unsere evangelischen Pfarrer, die sich jüngst aus unserer Stadt verabschiedet haben, wo bei das zumindest im Fall von Pfarrer Eber gar nicht so richtig zutrifft. Am 28. November 2016 hat der Stadtrat Leinefelde-Worbis den
Beschluss gefasst, Pfarrerin Cornelia Feja und Pfarrer Traugott Eber den Ehrenbrief zu überreichen. Frau Feja wurde am 18. Juli 1953 in Leipzig geboren und am 15.
Oktober 1978 im Dom zu Brandenburg ordiniert. Etzin im Havelland, Wuppertal, Oebisfelde und Beetzendorf in Sachsen-Anhalt waren ihre Wirkungsstätten, bevor sie am 1. November 1999 die Pfarrstelle im Kirchspiel Worbis übernahm. Hier wirkte sie bis Ende Januar 2015.

Wichtige Baumaßnahmen in ihrer Amtszeit waren die Umgestaltung des Außengeländes der Kirchohmfelder Kirche, die Neugestaltung des Kircheninnenhofes hier in Worbis, die Ausmalung der Kirche St. Peter und Paul und die Renovierung und Ausstattung des ehemaligen
Konfirmandenheims, heute "Arche" genannt, in Worbis. Zudem hat sie sich für die Orgelrestaurierung in Kaltohmfeld eingesetzt.

Eintrag ins Goldene Buch (Foto: Ilka Kühn) Eintrag ins Goldene Buch (Foto: Ilka Kühn)

Cornelia Feja war Mitgründerin des Kindernothilfefonds des Diakonischen Werkes Eichsfeld-Mühlhausen e.v. für den Eichsfeldkreis und des Rotarier-Clubs Obereichsfeld/Heilbad Heiligenstadt. Sie gehörte
dem Kuratorium von Burg Bodenstein an. Die Pfarrerin engagierte sich in der Krankenhausseelsorge im Haus St. Elisabeth des EichsfeldKlinikums und hat die Gemeindepartnerschaft zwischen Worbis und
Rotterdam mit ins Leben gerufen.

Zu Hause ist Frau Feja heute in Wuppertal-Barmen, in der Heimatstadt ihrer im Jahr 2011 verstorbenen Mutter, deren künstlerisches Erbe sie nun betreut. Darüber hinaus engangiert sie sich ehrenamtlich in der
dortigen Kirchengemeinde, hält aber, wie wir wissen, weiterhin engen Kontakt zu ihrer früheren Wahlheimat Worbis, ist hier ab und an auch anzutreffen.

Es freut uns zu hören, dass sie ihre Eichsfelder Freunde vermisst, und mwir wünschen Frau Feja, dass sie sich in der Gemeinschaft in Wuppertal bald genauso eng eingebunden und zu Hause fühlt wie sie es im
Eichsfeld tat. Das ist nicht den handelnden Akteuren dort geschuldet, wie uns Frau Feja versichert hat, sondern es ist die Großstadt, die sich mit dem Leben im beschaulichen Eichsfeld eben einfach nicht vergleichen
lässt.

Traugott Eber trägt sich ins Goldene Buch ein (Foto: Ilka Kühn) Traugott Eber trägt sich ins Goldene Buch ein (Foto: Ilka Kühn)

Noch etwas beschaulicher hat es sich dagegen Pfarrer Traugott Eber ausgesucht, den wir heute ebenfalls mit dem Ehrenbrief ehren. Denn er ist inzwischen mit seiner Familie von Leinefelde hoch in den Eichsfelder Norden, nach Zwinge, gezogen. Wenn wir wollten, könnten wir ihn ganz einfach wieder heim in unsere Stadt Leinfelde-Worbis holen, denn Zwinge gehört zur Landgemeinde Sonnenstein, und die hat Interesse daran, Teil unserer Stadt zu werden.

Pfarrer Traugott Eber wurde am 16. Januar 1952 in Gotha geboren und studiert von 1970 bis 1975 Theologie an der Martin Luther Universität Halle. Von 1975 bis 1978 absolvierte er das Vikariat in Ziesar, bevor er
1978 das zweite Theologische Staatsexamen in Magdeburg ablegte. Am 30. März 1980 wurde Traugott Eber in Halle/Saale ordiniert und war von 1979 bis 1990 als Pastor im Hilfsdienst tätig.

Von 1990 bis 1994 wirkte er als hauptamtlicher Bürgermeister in Mansfeld, ich könnte mich mit ihm also über allerlei berufliche Themen austauschen. Von 1991 bis 1995 war Traugott Eber Vorsitzender des Abwasserzweckverbandes Mansfeld, von 1994 bis 1996 außerdem der Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Mansfeld. Ein sehr vielseitiger Mann also.

Am 1. Januar 2005 kehrte Traugott Eber dann zu seinen religiösen Wurzeln zurück, er übernahm die Pfarrstelle in Leinefelde. In seine Amtszeit, die im Januar 2017 offiziell endete, sind ebenfalls einige wichtige Baumaßnahmengefallen. So zum Beispiel die
Umgestaltung des Außengeländes der Lutherkirche, des
Gemeindehauses und des Pfarrhauses in Leinefelde, die Erneuerung des Eingangsbereiches der evangelischen Kirche sowie der Einbau eines Treppenliftes. Zudem wurden in seiner Amtszeit die Räumlichkeiten des evangelischen Kindergartens "Gockelhahn" in Leinefelde erweitert.

Pfarrer Traugott Eber hat jedoch ab dem 1. Februar die
Vakanzvertretung für den Pfarrbereich Leinefelde/Dingelstädt übernommen. Er vertritt sich quasi selbst. So bleibt er uns als Seelsorger
gleichzeitig noch eine Weile erhalten, wofür ihm ausdrücklich unser Dank gebührt."

Musik (Foto: Ilka Kühn) Musik (Foto: Ilka Kühn)

Nach der Verleihung der Ehrenbriefe haben sich die beiden Geehrten noch in das Goldene Buch der Stadt eingetragen. Dankesworte kamen auch von Vertretern der Gemeindekirchenräte von Worbis und Leinefelde. Musikalisch umrahmt wurde die Verleihung durch ein Duo von der Musikschule.

Kirche (Foto: Ilka Kühn) Kirche (Foto: Ilka Kühn)

Pfarrerin Feja und Pfarrer Traugott Eber dankten in besonderer Weise und berichteten von Stationen ihres Lebens bzw. von dem, was sie als wichig im Leben erachten. Danach waren die Gäste zum Beisammensein in den Garten der evangelischen Kirche in Worbis eingeladen.
Ilka Kühn
Autor: en

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