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Do, 00:24 Uhr
06.05.2021
Thüringer HC

Nichts zu holen in Dortmund

Mit einer 29:38 (14:18)- Niederlage musste der Thüringer HC nach dem Auswärtsspiel gegen den BVB 09 Dortmund die Heimreise antreten. Dem hohen Tempo der Gastgeberinnen hatten die THC-Frauen vor allem in der zweiten Halbzeit wenig entgegenzusetzen...


Gerade in der Schlussphase wirkte das Team von Herbert Müller teils stehend k. o.. Dennoch bewiesen sie Courage und kämpften bis zur letzten Sekunde, um den Vorsprung der Dortmunderinnen unter zehn Toren zu halten. Mit elf Treffern war Inger Smits beste Werferin für den BVB. Neun Tore erzielte Marketa Jerabkova für den THC.

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Die Teams begannen offensiv in der Abwehr. Bereits in der 4. Spielminute hatte jede Mannschaft einen verwandelten Strafwurf auf ihrem Konto und es stand 2:2. Innerhalb von 20 Sekunden trafen die Gastgeberinnen zwei Mal in Folge und legten auf 4:2 vor. In der Startphase agierten beide Mannschaften nervös, der BVB zeigte sich trotzdem offensichtlich gewillt, die Favoritenrolle nach der langen Spielpause anzunehmen. Dreieinhalb Minuten herrschte Torflaute in der Sporthalle Wellinghofen, dann erhöhte der BVB auf 5:2.

Die Antwort des Thüringer HC folgte im Gegenangriff, Lydia Jakubisova verkürzte auf 5:3 und Marketa Jerabkova versenkte von der Strafwurflinie zum 5:4. Der THC kämpfte, um nicht schon zu Beginn der Partie den Anschluss zu verlieren und erzielte in der 12. Minute den Ausgleichstreffer. Dortmund legte immer wieder vor. Marie Skurtveit Davidsen verhinderte Mitte der ersten Spielhälfte mit einer tollen Parade den Zweitorevorsprung, konnte aber im nachfolgenden Angriff das 9:7 nicht verhindern. Der Thüringer HC ließ sich nicht abschütteln und blieb dran, technische Fehler aufseiten der Dortmunderinnen halfen dabei.

Nach hartem Foul von Josefine Huber musste die Müller-Sieben zwei Minuten in Unterzahl überstehen. Der BVB wusste diese Chance zu nutzen und erhöhte zum 11:9. Neun Minuten vor dem Pausenpfiff wechselte Petra Blazek zwischen die Pfosten und gab mit einem gehaltenen Strafwurf einen guten Einstand. Auf der Gegenseite parierte Rinka Duijndam, die in der kommenden Saison beim THC spielen wird, gegen Arwen Rühl. Beim Stand von 17:12 nahm Herbert Müller die erste Auszeit, noch fünf Minuten bis zur Pause. Das anschließende Team-Timeout des BVB war Formsache. Beim Stand von 18:14 ging es für beide Mannschaften zum Kabinengespräch.

In Unterzahl begann der THC die zweite Halbzeit und überstand die knapp anderthalb Minuten ohne Gegentor. Dennoch erzielte Johanna Stockschläder den ersten Treffer nach der Pause und brachte den BVB mit 19:14 vor. Vorzeitig aufgeben kam für die Thüringerinnen nicht infrage, zwei Treffer in Folge bewiesen das eindrucksvoll. Nach einer sehenswerten Parade von Petra Blazek, fing Lydia Jakubisova den Ball und versenkte vom eigenen Strafraum aus ins leere BVB-Tor zum 20:17. Bei den Gästen häuften sich die technischen Fehler, die Dortmund clever zu nutzen wusste. Nach 40. Minuten stand ein deutliches 24:18 auf der Anzeigetafel und Herbert Müller zog die grüne Karte.

Die lange coronabedingte Spielpause merkte man den BVB-Frauen kaum an. Mitte der zweiten Spielhälfte führten die Gastgeberinnen 28:21. Der THC wirkte müde und die wenigen Wechselmöglichkeiten hinterließen Spuren. Zwei Minuten später vergab der THC den zweiten Strafwurf. Beim Stand von 30:21 und noch 13 zu spielenden Minuten war die Entscheidung gefallen. Für den THC ging jetzt darum, die Tordifferenz so klein wie möglich zu halten.

Als dritte Schützin stand Josefine Huber für den Thüringer HC an der Strafwurflinie und netzte zum 32:24 ein. Den Zehntorevorsprung machte Inger Smits mit dem 34. BVB-Tor perfekt. Ein letztes Aufbäumen der Thüringerinnen ließ den Vorsprung immer wieder unter die magische Zehntoregrenze fallen. Nach einer Roten Karte gegen Arwen Rühl verwandelte Alina Grijseels den fälligen Strafwurf zum 37:27. Die Heimreise trat der Thüringer HC mit einer 29:38-Niederlage im Gepäck an.
Bernd Hohnstein/Andreas Hofmann
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