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So, 10:14 Uhr
09.05.2021
ADAC-Test

Auch günstige Wallboxen überzeugen

Mit dem Elektroautomarkt wächst die Nachfrage nach Wallboxen, um das Elektroauto zuhause aufladen zu können. Neben der staatlichen Förderung für die Fahrzeuge wird die Installation einer Lademöglichkeit mit 900 Euro von der KfW bezuschusst. Der ADAC hat sechs Wallboxen getestet...

Testkriterien waren Sicherheit, Funktion, Ausstattung, Lieferumfang und Montage sowie die Nutzung per App. Alle sechs Wallboxen laden sehr zuverlässig, Unterschiede gibt es insbesondere beim Bedienkomfort, der Ausstattung und der App-Funktionalität. Eine Wandladestation scheiterte jedoch bei der Sicherheitsprüfung und musste entsprechend abgewertet werden.

Der Testsieger Kostad (Note 1,8) ist zwar eine teure Wallbox (über 1100 Euro), aber auch umfangreich ausgestattet. Mittels der App lässt sich der Ladestrom in Echtzeit einstellen sowie der Energieverbrauch komfortabel ablesen. Kostad hat das getestete Modell TX-1000 inzwischen aus dem Programm genommen. Da es auf der Terra AC-Wallbox von ABB basiert, sollten die Ergebnisse darauf übertragbar sein.

Die beiden zweit- und drittplatzierten Boxen von Vestel und Volkswagen sind kostengünstiger (knapp 800 bzw. 700 Euro) und schneiden ebenfalls gut ab (2,1). Die Wallbox von Vestel besticht durch zeitgesteuertes Laden über die App, die VW ID. Charger Connect mit besten Sicherheitseigenschaften und einer insgesamt fehlerfreien Funktionalität. Beide lösen die Kabelaufbewahrung vorbildlich: Bei VW lässt sich das Ladekabel komfortabel um die Boxen wickeln, bei Vestel der Stecker zusätzlich in einer Steckergarage parken.

Die hesotec electrify erzielt die Note 2,2 und landet an vierter Stelle. Die Design-Wallbox aus Edelstahl kann bei der Ausstattung nicht überzeugen und ist mit über 1000 Euro relativ teuer. Pluspunkte sind ihre Zuverlässigkeit und eine individualisierbare Statusanzeige.

Befriedigend (Note 2,6) zeigt sich die Box von STARK-IN-STROM.DE. Positiv bewerten die Tester den modularen und damit reparaturfreundlichen Aufbau, den geringen Verbrauch im Stand-by-Modus und die Möglichkeit der Sprachsteuerung über die App. Negativ ins Gewicht fällt, dass die Wallbox die Ladung beim Simulationstest mit einer gasenden Autobatterie nicht unterbrach. Eine vom Hersteller angekündigte neue Version der Wallbox soll dieses Problem nicht mehr aufweisen.

Testverlierer und gleichzeitig durchgefallen mit der Note 5,0 ist die EVBox Elvi, die an der Sicherheitsprüfung scheiterte: Die integrierte Überwachungseinrichtung für Gleichstromfehler löste in einer Messreihe nicht aus. Dies könnte zum „Erblinden“ des Schutzschalters in der Hausinstallation und in der Folge zu einem Stromschlag führen. Außerdem: Stellt der Elektroinstallateur diesen Fehler bei der Inbetriebnahme fest, muss er die Abnahme verweigern. Der Hersteller hat bereits reagiert und bietet ein entsprechendes Firmware-Update an.

Wichtig für eine Kaufentscheidung sind nicht nur der Preis für Anschaffung und Montage, sondern auch die Kosten durch den Stromverbrauch im Stand-by-Modus: Diese reichen von weniger als 4 Euro (STARK-IN-STROM.DE) bis zu über 13 Euro (hesotec electrify) jährlich.

Der ADAC rät, beim Kauf auf vollständige Bedienungs- und Montageanleitungen zu achten, die zudem auf der Homepage des Herstellers und idealerweise per QR-Code an der Wallbox abrufbar sind. Auch eine Konformitätserklärung sollte beiliegen oder zumindest per Download einsehbar sein.

Der ADAC Test zeigt, dass günstige Wallboxen sicher sind und zuverlässig laden. Wer wenig Wert auf Zusatzfunktionen legt und nur sein Auto laden möchte, ist mit einer simplen und günstigen Wallbox gut bedient. Wer hohen Bedienkomfort und eine umfassende App-Funktionalität wünscht, sollte den Funktionsumfang genau prüfen. Beides variiert deutlich.

Weitere Informationen sowie die Voraussetzungen für die Förderung von Wallboxen finden Sie hier.
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Kommentare

09.05.2021, 19.58 Uhr
Psychoanalytiker | Ich habe zwar das Geld ...
... für den Kauf der besten Box, aber kein Haus. Daher wären die Maße dieser Box schon interessant, denn ich hätte nur Platz neben meinem alten DDR-Kühlschrank (der immer noch funktioniert) dafür. Es war übrigens der erste FCKW-freie Kühlschrank der Welt, da wussten die Wessis nicht mal was FCKW-frei ist bzw. die Grünen, wie es geschrieben wird. Und ich habe ihn vor wenigen Tagen grün angestrichen. Das beruhigt mein Gewissen enorm. Und auf das Label "W +++" habe ich ein Bild von traurig dreinschauenden Arbeitern in afrikanischen Minen geklebt. Das beruhigt mein Gewissen ebenfalls. Und "Kühlschrank" (der) schreibt man jetzt bestimmt "Kühlschrank*innen und *außen". Und ich hoffe, dass die Kreisvolkshochschule bald "Neudeutschsprech" ins Programm nimmt. Im Fernsehen bemüht man sich ja schon um gesellschaftliche Akzeptanz dafür. Ich lehne diese Sprach-Ver..sche aber sowohl *innen als auch *außen strikt ab. Dafür stehe ich für meinen Namen ... .

Übrigens, weiß hier jemand, ob ich das Ladekabel zu einem E-Auto aus dem Fenster des obersten Stocks hängen, und ein E-Auto entgegen der Fahrtrichtung parken darf ? Das wäre nämlich für das Aufladen "meines" potentiellen E-Fahrzeugs so wichtig, dass ich meine Kaufentscheidung davon abhängig machen, oder umziehen müsste ... .

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