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Mi, 14:04 Uhr
14.07.2021
AfD Thüringen kritisiert EU-Kommission:

„Beschluss bricht deutscher Kernindustrie das Genick"

Rudy: Aus für Verbrennungsmotor bricht Deutschlands Kernindustrie das Rückgrat

Das heute von der Europäischen Kommission vorgestellte „Fit-for-55“-Klimapaket sieht unter anderem vor, dass ab dem Jahr 2035 in der Europäischen Union keine Neuwagen mit Verbrennungsmotor mehr verkauft werden dürfen. Hersteller dürfen dann nur noch Elektroautos oder andere Autos, die kein CO2 ausstoßen, anbieten...

Bis 2030 sollen die Abgase bei Neuwagen bereits um 65 Prozent reduziert werden. Europaparlament und Ministerrat müssen dem Vorhaben noch zustimmen.

Hierzu erklärt der verkehrspolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion, Thomas Rudy:
„Während in den USA, China und Indien weiter massenhaft CO2 ausgestoßen wird und in Deutschland produzierte neuwertige Dieselfahrzeuge hier zwar nicht gefahren werden dürfen, aber auf den Straßen der ‚Dritten Welt‘ ihren treuen Dienst leisten, wird unsere heimische Automobilindustrie durch immer schärfere Auflagen in die Knie gezwungen. Leidtragende der durch die Politik der EU-Ideologen immer weiter steigenden Energie- und Transportkosten sind vor allem Menschen mit niedrigen Einkommen. Ein generelles Verbrennerverbot würde Deutschlands Kernindustrie das Rückgrat brechen. Dieser wahnwitzigen Klimapolitik der EU gehört endlich ein Riegel vorgeschoben!“
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Kommentare

14.07.2021, 18.03 Uhr
Oberstudienrat | lieber Herr Rudy,
Sie wissen schon, dass die Deutsche Automobilindustrie nicht nur für den europäischen Markt produziert ? So lange also irgendwo auf diesem Globus noch Verbrenner zulassungsfähig sind, solange verdienen die deutschen Autobauer auch mit Verbrennern Geld....und im Rest der Welt eben mit E-Autos. Niemandem wird hier das Genick gebrochen.

Im Übrigen stellt die ganze industrialisierte Welt derzeit nach und nach auf Elektroantriebe um. Problematisch wird das ganz sicher in Entwicklungsländern - in dem Punkt (sofern er so gemeint war) haben Sie Recht. Aber genau aus diesem Grund heißen Entwicklungsländer, Entwicklungsländer oder eben wie Sie es nennen "Dritte Welt" - soll heißen es gibt dort noch Nachholpotenzial.

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14.07.2021, 18.39 Uhr
Kobold2 | Ups
Ich wusste gar nicht, das ich meinen Diesel hierzulande nicht fahren darf....
Dabei hat doch grade problemlos den TÜV bestanden??? Der Prüfer freut schon auf ein Wiedersehen in 2 Jahren.
__________________________________________________
Anm. d. Red.: Ihr Unwissen ist richtig. Sie dürfen Ihren Diesel nämlich weiter fahren, auch über das Jahr 2035 hinaus.

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14.07.2021, 20.12 Uhr
Kobold2 | Danke
für die Bestätigung... ( wusste ich und viel andere auch so) ;)
Dann enthält der Artikel Ja eine falsche Behauptung ...

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15.07.2021, 07.28 Uhr
Jörg Thümmel | nein Oberstudienrat...
dem ist eben nicht so. Vielmehr stellt es sich im Moment so dar, dass die (Weiter)entwicklung und Produktion von Verbrennern derzeit und Herstellerübergreifend aus Deutschland nach China verlagert wird. So wird Daimler ab 2024 nur noch in China entwickelte und hergestellte Verbrennermotoren verbauen und auch die VW-Audi Group hat mittlerweile angekündigt auf diese Quelle zurückzugreifen.

Recht haben Sie sicherlich, dass auch zukünftig die in Deutschland registrierten Automobilkonzerne Fahrzeuge mit Verbrennungsmoten bauen werden, dies wird allerdings nicht mehr in der EU geschehen sondern ebenfalls in Standorte mit geografischer Nähe zu den Zielmärkten geschehen.

Von daher haben Sie Recht, dass nicht der Industrie das Genick gebrochen wird, sondern vielmehr dem deutschen Produktionsstandort das Genick gebrochen wird. So plant, infolge der bevorstehenden Produktionsverlagerung infolge des deutschen Verbrennerausstieges allein Daimler mit 20000 Stellen die direkt bei Daimler abgebaut werden sollen. Inklusive Zulieferer geht die IHK BaWü für den Raum Stuttgart von 50000 Arbeitsplätzen aus, die binnen der nächsten 3 Jahre verschwinden werden.

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15.07.2021, 08.26 Uhr
Oberstudienrat | gut recherchiert...
...Herr Thümmel. Ja, Daimler lagert die Verbrennungsmotorenproduktion nach China aus. In der aktuellen Strategie der Daimler AG wird jedoch das elektrische Fahren (IQ-Modelle) hoch priorisiert. Im Zuge der Strategie-Umsetzung wurden Elektro-Kompetenzzentren in Bremen, Rastatt und Sindelfingen eingerichtet. Hier sollen die E-Karossen auch produziert werden, wozu bei steigenden Produktionszahlen auch mehr Stellen geschaffen werden dürften. Eine Kapazitätsplanung habe ich dazu nicht gefunden, so dass ich meine Aussage hier nicht mit Zahlen unterlegen kann.

Die Branche verändert sich - Sie haben Recht Herr Thümmel - es wird Arbeitsplätze kosten...und neue werden entstehen.

Ein E-Auto hat deutlich weniger bewegte Teile, dafür wesentlich mehr Elektronik. Somit ändern sich die Anforderungsprofile an die Mitarbeiter.

Auswirkungen hat diese Veränderung auch auf die Zulieferer. Kurbelwellen, Getriebe, Antriebswellen, Einspritzanlagen, Abgasanlagen, Ventile, Turbolader u.v.m. werden in einem E-Auto entweder gar nicht oder in völlig veränderter Form benötigt.

Die ZF in Friedrichshafen hat das frühzeitig erkannt - okay, sie stellt immer noch Getriebe her - die werden ja auch noch gebraucht - aber sie forscht an E-Mobilität, an autonomen Fahren, an Vernetzung und stellt sich ebenso nach und nach anders auf.

Es ist also nicht so, dass einfach 50.000 Stellen wegfallen , es werden auch neue geschaffen, die jedoch ein anderes Anforderungsprofil haben.

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15.07.2021, 10.05 Uhr
Paulinchen | So weit die Theorie
Die Frau v. d. Leyen hat in ihrem gigantischen Plan, um die Welt zu retten, nichts zum derzeitigen und ständig wachsenden Güterverkehr auf den Straßen und Autobahnen gesagt. Wann endlich wird zumindest der größte Teil der Güter auf die Schienen verlagert? Nur das Verlagern allein hilft auch nichts, wenn man keine neuen Strecken baut. Denn wohin die enorme Belastung der vielen LKW unsere Straßen und Brücken gebracht hat, sehen wir jetzt auch.
Wie kann es auch anders sein, die Schreibtischtaeter blicken selten über die Kante ihres Tisches.
Die Bahn in weiten Teilen der ehemaligen DDR, fährt noch mit Diesel. Da gibt einen großen Nachholbedarf! Ich denke, dass es dabei nicht nur in Deutschland so ist. Wer da glaubt, dass die notwendige Elektronik für die tollen E Autos aus Deutschland kommt, der hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Weshalb gab und gibt es denn Stillstand in der derzeitigen Autoproduktion? Es fehlten die wichtigen Chips aus Fernost. Daran wird sich in Zukunft nichts ändern, denn es muss bekanntlich immer billig sein. Diese Art von Weitsicht, fehlt nach meiner Meinung in Brüssel. Sie amputieren den Wirtschaftsstandort Deutschland und beflügeln die Wirtschaft in den USA und Fernost. Nebenbei versuchen sie, der hiesigen Bevölkerung zu vermitteln, macht euch keine Sorgen, wir haben alles im Griff, was eure Zukunft betrifft. Dass dem nicht so sein wird, kann sich jeder denkende Bürger selbst ausmalen. Die Armut breitet sich weiter aus und die Mobilität und alles was mit Energie zu tun hat, wird zum Luxus, welchen sich Otto Normalbürger nicht mehr leisten kann.
Bis jetzt, kam aus meiner Sicht, aus Brüssel nur Küchen und Kaffeeklatsch, aber wenig verwertbares für das CO 2 freie Leben in der Zukunft. Wie auch, wo doch dort eine Vielzahl von ausrangierten Politikern ihre Zeit verbringen.

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15.07.2021, 16.18 Uhr
Mueller13 | Der Moralweltmeister
Nach der Kernindustrie und Solarindustrie werden wir eine weitere Industrie in Deutschland verlieren.
Dank moralischer Überlegenheit senken wir den Wohlstand im Land - vorbildlich!

Achja, liebe Normalverdiener, die Energiewende klappt natürlich nicht, wenn man Euch einfach von Verbrenner auf Elektro umstellt. Das können wir rein kapazitätstechnisch auch nicht - ihr werdet dann halt wieder mit dem Bus fahren. Aber zur Arbeit müsst ihr dann eh nicht mehr. Eure Arbeitsstelle, die ihr jetzt vielleicht noch bei Eaton oder Daimler (Kölleda) hattet, die ist dann in China.

Aber freut Euch, wir sind weiter Weltmeister, jetzt eben nicht mehr Exportweltmeister sondern Moralweltmeister.

Falls jemand denkt, das könnte man auch exportieren, hat er sich leider geschnitten. Oder kennt von Euch jemand ein anderes großes Industrieland, dass auf Kernenergie verzichtet, nur weil wir vorangeschritten sind? Der Rest der Welt lacht sich tot über "the stupid German" - völlig zu recht.

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15.07.2021, 17.13 Uhr
Trüffelschokolade | Ausstiege
Atomausstiege, bewusster Verzicht auf diese, bzw. Abbruch laufender Planungen/Bauten neben Deutschland unter anderem in:
Schweiz, Belgien, Spanien, Irland, Italien, zwischenzeitlich auch Japan (streckenweise nur noch 2 der Kraftwerke am Netz, mittlerweile aber teilweise von der rechtskonservativen Regierung wieder Rückzieher), Südkorea, Taiwan, Philippinen.

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