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Mo, 09:05 Uhr
11.10.2021
ifo Institut

Wachstum durch Steuerpolitik gefordert

Die neue Regierungskoalition sollte bei ihrer Steuerpolitik Wachstum und Beschäftigung in den Vordergrund stellen. Gleichzeitig müsse sie die Beschaffung von Steueraufkommen und eine faire Lastenverteilung im Blick behalten. Das sind die zentralen Forderungen eines Vorschlags des ifo-Präsident Clemens Fuest...

...den er gemeinsam mit anderen Autoren des ifo Instituts ausgearbeitet hat. Dieser wird heute um 18 Uhr im Rahmen der Munich Economic Debates näher erläutert.

Der Reformvorschlag der ifo Autoren enthält drei zentrale Elemente: Erstens sollte die Regierung beschleunigte Abschreibungen für Unternehmensinvestitionen einführen. Zusätzlich könne der Steuersatz auf Unternehmensgewinne von 30 auf 25 Prozent gesenkt werden, indem der Körperschaftsteuersatz von 15 auf 10 Prozent reduziert werde.

„Die Steuersatzsenkung sollte zeitlich gestreckt eingeführt werden, um das Steueraufkommen zu schonen“, sagt Fuest. Zweitens sieht der Vorschlag eine Reform der Einkommensteuer vor: „Der Solidaritätszuschlag soll vollständig abgeschafft und im Gegenzug der Spitzensteuersatz erhöht werden. Außerdem plädieren wir dafür, das Ehegattensplitting in ein Realsplitting überzuführen, bei dem ein an den Unterhaltsverpflichtungen orientierter Einkommensbetrag auf den Zweitverdiener übertragen werden kann. Drittens sollte die „Teilzeitfalle“ im Hartz-IV-System beseitigt werden, bei dem ein Großteil des Einkommens, das Erwerbstätige durch mehr Arbeit erwirtschaften, wieder entzogen wird.
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Kommentare

11.10.2021, 13.16 Uhr
DonaldT | Wachstum durch Steuerpolitik
ifo-Präsident Clemens Fuest, tat sich vor ein paar Tagen schon hervor, mit einem dollen "Vorschlag" (Ehegattensplitting abschaffen).

Nun kommt er mit der Bierdeckel-Steuer Mentalität.
Keine Entlastung für Normalverdiener abzusehen.

Lastenverteilung - zu wessen Lasten und zu wessen Gewinn?
Schreibt er ja: Körperschaftsteuer runter und wieder:
Ehegattensplitting abschaffen -also mehr Steuer für Ehepaare.
Herrn Spahn und seinen Mann (zum Beispiel) dürfte dies nicht interessieren, sie haben ja reichlich.

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