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Mo, 10:26 Uhr
11.10.2021
Ein Blick in die Statistik

Weniger Schwangerschaftsabbrüche als im Vorjahr

Im 2. Quartal 2021 wurde bei 670 Thüringer Frauen die Schwangerschaft vorzeitig beendet. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 46 Abbrüche bzw. 6,4 Prozent weniger als im 2. Quartal des Vorjahres...

Deutschlandweit ist die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche um 8,5 Prozent gegenüber dem 2. Quartal des Vorjahres gesunken. 25 Thüringer Frauen (3,7 Prozent) waren beim Abbruch unter 18 Jahre alt. Gegenüber dem 2. Quartal 2020 waren es in dieser Altersgruppe 8 Fälle mehr. 269 Frauen (40,1 Prozent) waren im Alter von 18 bis unter 30 Jahren. In der Altersgruppe der 30- bis unter 40-Jährigen ließen 331 Frauen (49,4 Prozent) die Schwangerschaft vorzeitig beenden und 45 Frauen (6,7 Prozent) waren 40 Jahre und älter.

Von den 670 Thüringerinnen waren zum Zeitpunkt des Abbruchs rund zwei Drittel der Frauen (450 Fälle bzw. 67,2 Prozent) ledig, 196 Frauen (29,3 Prozent) waren verheiratet und 24 (3,6 Prozent) geschieden bzw. verwitwet. Wie in den Jahren zuvor wurden fast alle Schwangerschaftsabbrüche der Thüringer Frauen (651 Fälle bzw. 97,2 Prozent) nach der Beratungsregelung durchgeführt. Bei 19 Frauen (2,8 Prozent) war der Anlass eine medizinische Indikation.

Die Eingriffe erfolgten überwiegend in einer gynäkologischen Praxis bzw. einem OP-Zentrum oder ambulant im Krankenhaus (641 Fälle bzw. 95,7 Prozent). In 29 Fällen (4,3 Prozent) erfolgte eine stationäre Einweisung in ein Krankenhaus. Vor der Maßnahme hatten 204 Thüringerinnen noch kein Kind geboren, 188 hatten bereits 1 Kind, 188 Frauen hatten 2 Kinder und 90 Frauen 3 und mehr Kinder.
Von den 670 Thüringer Frauen ließen 624 den Abbruch in Thüringen durchführen, die übrigen 46 Frauen in einem anderen Bundesland. Demgegenüber ließen 51 Frauen aus anderen Bundesländern einen Schwangerschaftsabbruch in Thüringen durchführen.
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