tv nt eic kyf msh nnz uhz
Di, 18:05 Uhr
19.10.2021
Drei-Millionen-Grenze überschritten

Borkenkäferschadholz in Thüringen

Zum 30.September erfasste die Landesforstanstalt einen seit Jahresbeginn aufgelaufenen Schadholzanfall durch Borkenkäferfraß in Höhe von 3.061.400 Festmeter (Vergleichszeitraum 2020: 2.847.100)...

Der Borkenkäfer macht auch 2021 vielen Waldbesitzenden in Thüringen schwer zu schaffen – die Folgen des Klimawandels sind in den Wäldern unübersehbar (Foto: Andreas Knoll) Der Borkenkäfer macht auch 2021 vielen Waldbesitzenden in Thüringen schwer zu schaffen – die Folgen des Klimawandels sind in den Wäldern unübersehbar (Foto: Andreas Knoll)


Damit ist in diesem Jahr die Drei-Millionen-Festmeter-Schadholzgrenze gegenüber 2020 früher überschritten worden.

Regionale Schwerpunkte des Befalls sind weiterhin Südthüringen mit den Schwerpunktforstämtern Sonneberg und Schönbrunn sowie Ostthüringen mit den Schwerpunktforstämtern Schleiz, Neuhaus und Saalfeld-Rudolstadt.

„Welche Dimension die aktuellen Borkenkäferschäden als Folge des Klimawandels haben, erkennt man im Zahlenvergleich des langjährigen Mittels der Schadholzmenge zwischen 1990 und 2017: Es sind im vergleichbaren Zeitraum gerade einmal jährlich durchschnittlich 80.000 bis 100.000 Festmeter gewesen", so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Er appelliert an alle betroffenen Waldbesitzer, in der Schadholzsanierung nicht nachzulassen und weiter konsequent jeden frisch vom Käfer befallenen Baum ausfindig zu machen, zu ernten und schnellstmöglich in diesem Jahr aus dem Wald zu transportieren.

Der jetzt in diese Fichten eingebohrte Käfer wird zwar kein Brutgeschäft mehr verrichten, aber er wird auch nicht mehr ausfliegen, sondern im Baum unter der schützenden Rinde überwintern.

„Die Schadholzsanierung über den Winter ist eine gute Gelegenheit, die Käferpopulation bis zum Frühjahr wirkungsvoll abzusenken", so Gebhardt abschließend.
Autor: emw

Kommentare
altmeister
20.10.2021, 07.57 Uhr
Klimawandel?
"Was tut der Nationalpark Harz gegen den Borkenkäfer?
Kurz gesagt: Nichts."

Dieses Zitat stammt von der Internetseite des MDR und sagt viel über die Ursache aus, warum der Harzwald so aussieht und viele Waldbauern so ihre Probleme haben.
Der Harz wurde über lange Zeit forstwirtschaftlich genutzt, mit dem Nachteil der Monokultur.
Diese ist, wie die Monokulturen der Landwirtschaft, auf die Pflege und den Schutz des Menschen angewiesen.
Jedoch wurde diese im Nationalpark Harz eingestellt, der Wald sollte sich selbst retten und wieder zum Urwald werden. Die fatalen Folgen sehen wir deutlich, wurde, bis auf wenige sicherheitsrelevante Bereiche, das Totholz doch einfach in Mengen im Wald belassen. Dies war und ist eine ideale Brutstätte für den Borkenkäfer und hat zu einer immensen Population geführt, welche auch den gesunden Bäumen keine Chance gelassen hat sich zu wehren.
Allein durch die Masse des Käferbefalls werden die natürlichen Abwehrmechanismen der Bäume überfordert!
Ein sinnvoller Übergang von Monokultur zu Mischwald, mit der Pflege und dem Schutz der vorhandenen Baumbestände bis zu ihrer Nutzung, hätte uns solche Waldschäden mit der erschreckenden Ansicht ersparen können.
Dass es regenarme Jahre gab und diese den Baumbestand geschwächt haben ist unbestritten.
Aber gerade in solchen Jahren wäre eine intensivere Pflege notwendig gewesen, das Gegenteil wurde aber gemacht.
Ganz klar ausgedrückt im Zitat von der MDR Seite.
Kommentar hinzufügen
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige MSO digital

Cookies

Wir verwenden Cookies um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren und geben hierzu Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an Partner weiter. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Impressum und der Datenschutzerklärung.
Cookies akzeptieren
nur technisch notwendige