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Do, 08:05 Uhr
25.11.2021
Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

VdK fordert mehr Hilfe und Prävention

Die Gewalt gegen Frauen nimmt zu. Laut der polizeilichen Kriminalstatistik von 2020 gab es in Hessen 7,7 Prozent mehr Fälle von häuslicher Gewalt als im Jahr zuvor. Verzeichnet sind für 2020 in Hessen mehr als 10.000 Fälle, während in Thüringen mehr als 2600 Fälle erfasst wurden...

Nach Angaben der Bundesregierung ist in Deutschland jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens einmal oder mehrmals insbesondere in einer Partnerschaft von Gewalt betroffen.
„Gewalt gegen Frauen ist ein wachsendes Problem, dem wir mit aller Macht entgegentreten müssen“, sagt die Landesfrauenvertreterin des Sozialverbands VdK Hessen Thüringen, Dr. Daniela Sommer, anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November. „Um den Tätern Einhalt zu gebieten, brauchen wir wirksame gesetzliche Maßnahmen und die gesellschaftliche Ächtung der weit verbreiteten alltäglichen Frauenfeindlichkeit, die der Gewalt den Boden bereitet.“

Ganz wichtig ist aus Sicht des VdK die Unterstützung der betroffenen Frauen. „Sie brauchen endlich einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einem Frauenhaus“, sagt Dr. Daniela Sommer. Zudem sollten Frauenhäuser einheitlich finanziert und diese sowie andere Hilfsangebote barrierefrei ausgestaltet werden, damit Frauen mit Behinderungen gleichberechtigten Zugang haben.

Wie wissenschaftliche Studien und Erhebungen von Betroffenenverbänden ergeben, sind Frauen mit Behinderungen besonders von körperlicher und psychischer Gewalt betroffen. Der VdK fordert deshalb ein Recht von Frauen mit Behinderungen auf die Wahl ihrer Pflegepersonen. „Alle Berufsgruppen, die mit Frauen mit Behinderungen Kontakt haben, müssen für deren hohe Gewaltbetroffenheit sensibilisiert werden“, sagt Dr. Daniela Sommer.
Autor: red

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