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Di, 13:00 Uhr
06.09.2022
Experten blicken in die Zukunft:

Sinkende Chancen für Jugendliche mit niedriger Schulbildung

Die Qualifikationsanforderungen in Ausbildungsberufen werden in den kommenden Jahren steigen. Für Geringqualifizierte verringert sich das Jobangebot. Das ist auch deshalb keine gute Nachricht für den Arbeitsmarkt, weil die Zahl der Ungelernten in Deutschland gleichzeitig zunehmen wird...

Grafik (Foto: Bertelsmann Stiftung) Grafik (Foto: Bertelsmann Stiftung)
Das sind zentrale Ergebnisse einer Experten-Befragung zu den Ausbildungsperspektiven von Jugendlichen mit niedriger Schulbildung im Jahr 2030, die die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung durchgeführt hat.

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Die beruflichen Perspektiven für Jugendliche mit niedriger Schulbildung werden sich in den nächsten Jahren verschlechtern. Mehr als die Hälfte der rund 100 befragten Berufsbildungsexperten (53 Prozent) rechnet mit steigenden Qualifikationsanforderungen auch in Ausbildungsberufen, die für Jugendliche mit niedriger Schulbildung relevant sind. 42 Prozent gehen davon aus, dass dies zumindest teilweise der Fall sein wird.

Die Hälfte der befragten Fachleute erwartet zudem einen weiteren Anstieg der Zahl der Ungelernten bis 2030. Gleichzeitig gehen 61 Prozent davon aus, dass die Beschäftigungsmöglichkeiten für Geringqualifizierte abnehmen werden. „Der Fachkräftemangel ist ein drängendes Thema unserer Zeit. Es geht aber auch um die persönliche Zukunft der Jugendlichen. Wir müssen uns als Gesellschaft fragen, ob wir es uns weiter leisten können und wollen, dass jedes Jahr viele Jugendliche keinen Anschluss finden und gleichzeitig die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze steigt“, sagt Andreas Knoke, Abteilungsleiter Programme bei der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. „Es braucht endlich entschlossenes Anpacken, um wirklich allen Jugendlichen die Chance auf eine Ausbildung und damit individuelle Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen.“

Anhaltende Ungleichgewichte auf dem Ausbildungsmarkt
Nahezu alle Experten erwarten zwar, dass die duale Berufsausbildung auch 2030 noch von hoher Bedeutung sein wird (51 Prozent volle und 46 Prozent teilweise Zustimmung). Gleichzeitig werden aber auch die Ungleichgewichte auf dem Ausbildungsmarkt weiter bestehen: Eine große Mehrheit der Befragten (85 Prozent) rechnet damit, dass es auch im Jahr 2030 noch Passungsprobleme geben wird – also das gleichzeitige Auftreten von unbesetzten Ausbildungsstellen und unversorgten Bewerbern.
Grafik (Foto: Bertelsmann Stiftung)
Grafik (Foto: Bertelsmann Stiftung)
Grafik (Foto: Bertelsmann Stiftung)
Zudem rechnen mehr als 60 Prozent der Experten auch weiterhin damit, dass Jugendliche, die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, zunächst Übergangsmaßnahmen durchlaufen müssen. „Wir müssen allen jungen Menschen eine verlässliche Ausbildungsperspektive bieten“, sagt Clemens Wieland, Ausbildungsexperte bei der Bertelsmann Stiftung. „Die im Koalitionsvertrag der Bundesregierung formulierte Ausbildungsgarantie sollte daher schnell und wirkungsvoll umgesetzt werden.“

Berufsorientierung intensivieren und Ausbildung modularisieren
Eine große Mehrheit der Befragten sieht großes Potenzial in der schulischen Berufsorientierung (55 Prozent „hoch“, 25 Prozent „sehr hoch“), um die Übergangschancen von Jugendlichen mit niedrigen Schulabschlüssen zu verbessern. Dazu sollte zum Beispiel Berufsorientierung stärker in der Aus- und Weiterbildung für Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen verankert werden. Mehr als 80 Prozent der Experten (83 Prozent) plädieren zudem für kontinuierliche und individuelle Begleitung von Jugendlichen, um Übergänge von der Schule in Ausbildung besser gelingen zu lassen. Auch eine Flexibilisierung des Ausbildungssystems erachten viele der Experten als sinnvoll: Mehr als 60 Prozent der Befragten halten eine Modularisierung der Ausbildung für „sehr“ oder „eher“ wünschenswert, um gerade junge Menschen mit niedriger Schulbildung schrittweise zu einem vollwertigen Ausbildungsabschluss zu führen.

Zusatzinformationen
Im Rahmen einer zweistufigen Delphi-Befragung wurden etwa 100 Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung, Bildungspraxis, Wissenschaft und Zivilgesellschaft nach ihren Einschätzungen und Prognosen bezüglich der Ausbildungs- und Zukunftsperspektiven Jugendlicher mit maximal Erstem Schulabschluss (ESA) Jahr 2030 befragt. Die Befragung wurde vom Bureau für Zeitgeschehen (BfZ) durchgeführt.
Autor: psg

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Kommentare
free Gigi
06.09.2022, 13:53 Uhr
Kopffassen
du muss man auch mal ganz klar benennen, um was es sich vorwiegend für junge Menschen handelt!

Die Mehrheit sollte man hart sanktionieren und klar machen, wer nicht seinen Beitrag zur Gesellschaft leistet, gehört hier nicht her!
Kama99
06.09.2022, 15:27 Uhr
Man braucht ...
nicht unbedingt einen Abschluss. Schaut mal in den Bundestag/Landtag von was wir hier teilweise so regiert werden.
Psychoanalytiker
06.09.2022, 16:56 Uhr
Kama99, Sie haben ja soooooo Recht ...
"Früher", also zu einer Zeit, als noch nicht "gegendert" wurde, gab es einen Spruch: "Wer Nichts wird, wird Wirt". Leider muss es jetzt heißen: "Wer nicht lernt, wird Abgeordneter". Das reimt sich zwar nicht, stimmt aber.

Da gibt es in unserem Land z.B. einen Buchautor und Märchenerzähler namens Robert Habeck. Nun will ich dessen eigentlichen Beruf nicht schlecht reden, aber von Wirtschaft hat der eher wenig Ahnung.

Kennt Ihr noch das Lied " Zehn kleine N...lein" (Na ich will mal lieber die Ettikette wahren, sonst wird dieser Kommentar noch abgewürgt)? In Abwandlung dieses Liedes könnte man heite singen: "Drei kleine Atomkraftwerke schaltete man frei, eines wollte Habeck nicht, da warens nur noch zwei ...".

Sind die nicht alle nur noch bekloppt? Wir haben noch DREI AKW, und nicht etwa aus klugen, sondern aus rein idealistischen Gründen will man nur von zweien die Laufzeit verlängern. Dabei hat doch die EU-Politik AKW's als "nachhaltig" eingestuft.
Und weil das ideologisch mal nicht passt, wird es nicht gemacht, also wieder mal nur "Rosinenpicken" von "gebildeten Menschen in der ach so einigen EU.

Das kommt davon, wenn man in der Schule nur noch Singen, Klatschen und Namentanzen hat, und die restliche Zeit mit Kreide holen verbringen musste.
Echter-Nordhaeuser
06.09.2022, 18:24 Uhr
"2,16 Millionen junger Menschen ohne Berufsabschluss"
Ja so ist das, das ist nicht mehr wie zu unseren Zeiten, heute ist es so kein Bock auf arbeit, wozu arbeiten Staat zahlt doch genug Hartz 4.
Wer nichts kann und wer nichts ist der wird Klimaaktivist.
grobschmied56
06.09.2022, 18:40 Uhr
Wo ist hier das Problem? ...
... der zweite Bildungsweg mit guten Karriere-Chancen steht doch nach wie vor jedem offen:

- Mitglied bei den Grünen werden
- Moral, Skrupel und Bedenken ablegen
- ein Semester Lug & Trug studieren
- dumme Weltrettungs-Parolen sabbeln
- Bundestags-Mandat

Geschafft! Vollversorgt und sorgenfrei.
Kobold2
06.09.2022, 18:56 Uhr
Früher
ging man halt eher von der Schule, wurde Maurer oder erlernte eine anderes ehrbares Handwerk und hat sich seinen Unterhalt mit harter Arbeit ( manchmal auch zusätzlich schwarz) verdient.
Heute wird man halt YouTubeer Instagrammer, Tiktoker oder was sonst so an der Influencerfront grad angesagt ist.
Manch einer wird auch Kommentator beim NNZ.....
Franz Haarkamm
06.09.2022, 19:11 Uhr
Hauptsache mit Dreck geworfen, irgendetwas bleibt schon hängen @psychoanalytiker
Also Dr. phil. Robert Habeck nun als Beispiel für Schulabbrecher und Mensch ohne Abschluss anzuführen, ist daneben. Er hat immerhin ein geisteswissenschaftliches Studium absolviert und eine Promotion angeschlossen. Und wenn man in einem geisteswissenschaftlichen Studium etwas lernt, dann ist es, daß man sich in kurzer Zeit in ein bisher fremdes Thema einarbeitet. Und das ist eine Fähigkeit, die ihn für ein Ministeramt qualifiziert. Die Zuarbeit hinter den Kulissen machen hoffentlich Fachleute im Ministerium. Vor einem Minister der alles weiß, würde es mir grauen.
Aber Habeck ist ja Grüner, da kann er ja keine ordentliche Qualifikation haben, ebenso wie auch - die hier im Forum oft auf Trampolinspringen reduzierte - Annalena Baerbock, die ihr Studium mit einem Master in „Public International Law“mit besonderer Auszeichnung abgeschlossen hat.
free Gigi
06.09.2022, 20:19 Uhr
Master of trampolin
"Dass Baerbock einen Master ohne Abschlussarbeit gemacht hat, ist nicht auszuschließen. Gemäß heutigem Curriculum an der LSE ist in Baerbocks Studiengang eine “dissertation with 10.000 words” erforderlich, was in etwa 30 Seiten entspricht, wie bei einer Seminararbeit"

Allerdings wurde von den Grünen bis heute nicht die Masterarbeit Baerbocks vorgelegt, oder auch nur ihr Titel genannt, also soviel dazu.
Bevor Sie mir komisch kommen und das Haar im Kamm bzw Text suchen, meine 2 Akademischen Grade inkl. der Arbeiten sind nach Auslauf der Geheimhaltungsfrist von zwei Jahren einsehbar.
grobschmied56
06.09.2022, 21:02 Uhr
Fast richtig, Herr Haarkamm...
... nur sollte eben ein gewisser Zusammenhang bestehen zwischen Qualifizierung und ausgeübter Tätigkeit!

Wenn die Backe dick wird, und der Weisheitszahn rumort, an wen würden Sie sich denn vertrauensvoll wenden?

a) an eine Professorin der Genderwissenschaften

b) an einen pragmatisierten Experten für Energetisierung von bei Neumond handgeschöpftem Quellwassers

c) an einen vom Dalai Lama zertifizierten Hersteller buddhistischer Gebetsmühlen

d) an einen Zahnarzt

Bei so viel Auswahl hat man es natürlich schwer. Da führt nicht mal der bewährte Münzwurf wirklich weiter.

Mein Tipp: Einfach mal nach Qualifikation gehen!
Das ist zwar sehr altmodisch, hat aber früher zu überzeugenden Ergebnissen geführt.
Psychoanalytiker
06.09.2022, 22:04 Uhr
@ Herr Haarkamm
Irgendwie kann man hier schreiben, was man will, es gibt immer wieder Kommentatoren, die einen in eine Ecke stellen, in die man nicht gehört.

Ich z.B. schmeiße als Sympathisant von Willy Brandt, Helmut Schmidt und Herbert Wehner ganz bestimmt nicht mit Dreck, aber ich nenne Fakten beim Namen.

Ok., es war vielleicht etwas falsch zu verstehen, dass ich gleich nach den zwei Sprüchen zum Thema "Habeck und zwei, statt drei KKW" überging, aber der eingelegte Absatz sollte eigentlich beides trennen.

Ja, Robert Habeck hat einen Doktortitel erworben, und bei ihm glaube ich nicht, dass er geschummelt oder gelogen hat.

Dumm für ihn ist aber, das Politiker von SPD, FDP und Koalitionsparteien handwerkliche Fehler bei ihm sehen, die seinen einst "guten Ruf" ins wanken bringen. In soweit schmeiße nicht ich, sondern seine Kollegen zunehmend mit Dreck.

Und auch Journalisten kritisieren ihn zunehmend, z.B. in dem sie in Aufsätzen darauf hinweisen, dass Dr. Habeck eine "ganz eigene Kommunikationsform gefunden, und eine enorme Begabung hat, politische Konflikte in Sigmund Freud'scher Manier in sanfte Therapeutengespräche zu verwandeln"
Das entstammt nicht meiner Feder, aber es heißt nichts anderes, als dass er es versteht, seine Mitmenschen "einzulullen", und das kommt in Journalistenkreisen immer weniger an.

Ich gebe gerne zu, dass ich mir echte und entsprechend ausgebildete Fachleute als Minister wünsche. Berufs- und/oder Studienabbrecher a'la Göhring-Eckardt, Nouripour oder Lang gehören als Führungskräfte nicht dazu. Ich habe einfach etwas dagegen, wenn ein Parteibuch, und nicht eine Qualifikation entscheidet, ob wir im Winter frieren müssen, oder ob Panzer in Kriegsgebiete geschickt werden.

DDR-Bürger wurden gerne "Wendehals" genannt, waren auch einige. Wenn aber "Pazifisten" schwere Waffen in die Ukraine senden, ist auch das eine Art "Wendehals".

Wir brauche Entscheider, die uns gut und intelligent in die nächsten Jahre führen. Aktuell sehe ich leider nur Politiker, die vieles falsch machen. Wer z.B. 50000 Windräder und Solarzellen will, muss auch wissen, dass für deren Herstellung Erdgas benötigt wird, aber auch das wissen unsere Politiker scheinbar nicht, weil sie parteibuchabhängig sind.
Bierchen
07.09.2022, 06:36 Uhr
Qualifikation?? Welche??
Also ich erwarte für das Ministeramt als deutscher Wirtschaftsminister etwas mehr als die angegebenen Qualifikationen. Das Schlimme ist doch, dass er mit Amtsantritt als Grünen Führer genau das gesagt hat, dass er den (preiswerten) Gasstrom aus Russland beenden wird. Ist für ein Industrieland wie Deutschland natürlich etwas problematisch. Aber für ihn ist Frackinggas und Kohle aus Kolumbien eben DIE Alternative. Ideologiegetriebene Poliik zeugt eben nicht von Qualifikation als DEUTSCHER WIRTSCHAFTSMINISTER .

Hm.warum. wenn Frau Bärbock so toll ist, musste sie ihren Lebenslauf frisieren? Reicht denn Russenhass und transatlantische Nibelungentreue wirklich als Qualifikation für das Amt als deutsche Außenministerin?? Mal drei Sätze unfallfrei reden, fachlich fundierte Antworten, selbst auf Fragen von Kindern, wären zumindest wünschenswert.
Finde ich jedenfalls. Wie gesagt , wir sind Deutschland, einem der wirtschaftlich stärksten Länder (bisher) und nicht ein Dritteweltland!!
geloescht.20250302
07.09.2022, 07:16 Uhr
"Früher", Kobold2...
...ging man nicht einfach eher von der Schule, weil man keine Lust mehr auf Bücherlesen, Russisch, Englisch, das Einmaleins, den Stromkreislauf oder das Periodensystem hatte.

Es wurde gemeinsam mit dem Lehrerkollektiv und den Eltern entschieden, dass es bei der Reichsbahn oder im Garten- oder sonstigen Baugewerbe Arbeitsstellen zum Broterwerb für Abgänger nach der 8. Klasse gab, bei denen es sinnlos war, sie
in der POS noch eine Ehrenrunde mit Schulstoff zu drehen zu lassen, den sie intellektuell sowieso nicht erfassen konnten und teilweise weiterhin dem Hohn und Spott einiger Mitschüler auszusetzen.

Und Ihren Vergleich von Leser-Kommentatoren mit selbsternannten Bloggern und Youtubern können Sie auch knicken!

Oder bin ich der Einzige, der hier nur seine Meinung schreibt und KEIN Geld mit Klicks und Webung verdient?
Psychoanalytiker
08.09.2022, 10:21 Uhr
@ Herr Haarkamm - Ergänzung
Eine Zeitung in Baden-Würtemberg verkündet heute auf Seite 1, dass laut der Firma Preußen Elektra "Habecks AKW-Pläne technisch nicht machbar" sind.

Dr. Habeck und seine "Fachberater" im Hintergrund, also fast immer super bezahlte Beamte, haben also wieder mal etwas ersonnen und öffentlich bekannt gemacht, dass blanke ideologisch bestimmte Theorie ist.

Und so etwas meine ich, wenn ich schreibe, dass Deutschland wirkliche Fachleute, und nicht nur Parteibuchbesitzer auf solchen (Minister-)Posten braucht.

Für mich ist es einfach ein Rätsel, wenn "Parteibuchinhaber" einfach mal so z.B. zwischen den Fachgebieten Familie und Verteidigung (z.B. Frau von der Leyen) oder Finanzen (Staatssekretär) und Gesundheit (Herr Spahn) wechseln und dann überall "Ahnung" haben wollen ... .

Und das ist Fakt und kein werfen von Dreck.
Franz Haarkamm
08.09.2022, 11:23 Uhr
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