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Mi, 11:32 Uhr
07.09.2022
Sichtungen beim NABU melden

Gottesanbeterinnen breiten sich in Thüringen aus

Im Freistaat wird die Gottesanbeterin immer öfter gesichtet. Aktuell werden dem NABU Thüringen immer wieder Exemplare dieser Fangschreckenart vor allem aus dem Kyffhäuserkreis gemeldet...

„Seit 2018 berichten uns Bürgerinnen und Bürger immer wieder über Sichtungen von Gottesanbeterinnen. Neben dem Kyffhäuserkreis liegen uns Beobachtungen aus dem Mittleren Saaletal und dem Landkreis Sömmerda vor“, sagt Ronald Bellstedt, ein Insektenexperte des NABU Thüringen.

Die Gottesanbeterin breitet sich auch in Thüringen aus (Foto: Rüdiger Weis) Die Gottesanbeterin breitet sich auch in Thüringen aus (Foto: Rüdiger Weis)


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„Dieses ursprünglich aus Afrika stammende Insekt mit seinen imposanten Fangarmen, fühlt sich in sonnigen, trockenwarmen, meist in Südlage gelegenen Gras- und Buschlandschaften, Halbtrockenrasen und Ruderalflächen mit lockerer Vegetation wohl. Wir gehen davon aus, dass sich Gottesanbeterinnen mittlerweile in Thüringen angesiedelt haben.“

In Deutschland kamen Gottesanbeterinnen lange Zeit nur in Wärmeinseln wie dem Kaiserstuhl bei Freiburg vor. Sie ist bekannt für ihr außergewöhnliches Paarungsverhalten. Gelegentlich kostet die Fortpflanzung dem männlichen Tier im wahrsten Sinne den Kopf: das Weibchen verspeist diesen während oder nach der Paarung. Dieser Sexualkannibalismus ist aber keineswegs zwingend. Meistens endet die Kopulation für beide Partner ohne Schäden. Für den Menschen sind diese Insekten relativ ungefährlich.

Damit die Naturschützer mehr über die Verbreitung von Gottesanbeterinnen erfahren, ruft der NABU Thüringen dazu auf, Sichtungen der Tiere zu melden. Für die sichere Bestimmung eignen sich am besten Bildnachweise und die Ortsangabe darf auch nicht fehlen. Kontakt für Meldungen: Lgs@NABU-Thueringen.de.

Besonderheiten der Gottesanbeterin
Das Besondere an Gottesanbeterinnen sind ihre Vorderbeine mit Bedornung. Mit diesen Fangarmen erbeuten sie Insekten, für die es dann kein Entrinnen mehr gibt. Gottesanbeterinnen haben keine Zähne, sondern sogenannte Mandibeln als Fresswerkzeuge, mit ihnen vertilgen sie die gefangenen Insekten. Die Fangschrecke frisst zum Beispiel Spinnen, Wildbienen und Fliegen.
Autor: red

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Kommentare
nur_mal_so
07.09.2022, 20:28 Uhr
Die Verbreitung territorial bislang artfremder -
- Flora und Fauna ist ja gemäß anerkannter geobiologischer Forschung meist ein Indikator für Klimaveränderung.
Hm.
Zu dumm, dass wir keinen Klimawandel haben, sonst ließe sich die Anwesenheit von Gottesanbeterinnen oder der durch die sommerlochgazettengejagten Nosferatu-Spinne ganz simpel erklären.
Raute
07.09.2022, 21:06 Uhr
Gottesanbeter
Die Gottesanbeterin kommt auf fast allen Kontinenten vor. Dass sie (wieder!) in größerer Zahl in Deutschland auftritt ist schön. Und auch vor dem NABU-Klimawandel war sie isoliert in Brandenburg zu finden. Ich hoffe ja, dass sich die Hirschkäfer in Deutschland wieder erholen.
geloescht.20250302
08.09.2022, 15:37 Uhr
nur_mal_so erwähnt...
...dass exotische Tiere gelegentlich mal beispielsweise in Bananenkisten unfreiwillig "eingeschleust" wurden und mit dem Klimawandel ebenso wenig zu tun hatten wie der letztes Jahr angeblich am Ufer der Unstrut gesichtete Kaiman...

Oder war das gar ein Killer-Alligator? Habe leider nichts mehr gelesen von dieser überregional gewürdigten "German Horror Story".
nur_mal_so
08.09.2022, 19:35 Uhr
@tannhäuser
Ich habe ja auch explizit gesagt, dass wir keinen Klimawandel haben.
geloescht.20250302
08.09.2022, 20:05 Uhr
Ich hatte es nur_mal_so...
...dann fälschlicherweise als Ironie mit dem Nicht-Klimawandel missverstanden.

Bleibt aber leider immer noch das Schicksal des 10-Meter langen Unstrut-Alligators ungeklärt...

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