eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Di, 19:42 Uhr
31.03.2026
Deutschlandwetter im März 2026

Viel Sonne, wenig Niederschlag

Die Protagonisten Iackl, Jannis, Konrad, Max und Norbert prägten das Wettergeschehen in Deutschland im März 2026 maßgeblich: Die Hochdruckgebiete sorgten flächendeckend für einen sonnenscheinreichen, niederschlagsarmen und sehr milden März. Das Monatsende hingegen fiel spätwinterlich aus. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen...

Wetterbild (Foto: Julian DC auf Pixabay) Wetterbild (Foto: Julian DC auf Pixabay)
Mit Vollgas in den Frühling, spätwinterliche Witterung zum Monatsausklang
Der März 2026 verzeichnete ein Temperaturmittel von 6,3 Grad Celsius (°C). Damit lag der Wert um 2,8 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 (3,5 °C). Gegenüber der Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (4,6 °C) betrug die Abweichung 1,7 Grad. Insbesondere in der ersten Monatshälfte war es so mild wie typischerweise Mitte April.

Anzeige Refinery (lang)
Der Monatshöchstwert von 19,9 °C wurde bereits am 7. im südhessischen Michelstadt im Odenwald gemessen. In der ersten Dekade purzelten in Bezug auf die Höchsttemperatur an den Wetterstationen reihenweise die Tagesrekorde. Zum Monatsende sorgten Winde aus nordwestlicher Richtung für spätwinterliche Verhältnisse. Besonders kalt war es am 28. in Oberstdorf (Bayern) mit -15,5 °C über frisch gefallenem Schnee.

Lange Trockenphasen durch Hochdruckwetter
Aufgrund der ausgeprägten und länger andauernden Hochdrucklagen waren Niederschläge im März rar und konzentrierten sich auf den Beginn der zweiten Dekade und auf das Monatsende. Insgesamt landeten 37 Liter pro Quadratmeter (l/m²) in den Messbechern. Das entspricht einem Minus von gut 35 % gegenüber den Referenzperioden 1961 bis 1990 und 1991 bis 2020 (jeweils 57 l/m²).

Besonders trocken fiel der Monat im Osten des Landes aus, wo gebietsweise lediglich um 10 l/m² fielen. Infolgedessen erreichte die Waldbrandgefahr bereits früh im Jahr die Stufe 4 von 5. Nasser präsentierten sich mit 80 bis 120 l/m² der Schwarzwald und der Alpenrand, aber auch dort blieben die Werte unterhalb jener des langfristigen Mittels. Die höchste Tagesniederschlagssumme datiert vom 25. mit 35,2 l/m² in Utzenfeld (Baden-Württemberg) im Südschwarzwald. Eine Kaltfront sorgte dort für kräftige Niederschläge.

Außergewöhnlich viel Sonne, aber das Spitzenjahr 2022 bleibt unangetastet
Der erste meteorologische Frühlingsmonat wartete mit besonders viel Sonnenschein auf; rund 195 Stunden wurden registriert. Nur im März 2022 und im letztjährigen März schien die Sonne noch länger. Das langjährige Mittel von 111 Stunden (Referenzperiode 1961–1990) wurde um 75 % überboten und auch im Vergleich mit der jüngeren Vergleichsperiode (127 Stunden) ergab sich ein sattes Plus von über 50 %. Größere regionale Unterschiede kristallisierten sich nicht heraus. Lediglich ganz im Norden und im äußersten Süden lag die Monatssumme gebietsweise unter 150 Stunden.

Das Wetter in den Bundesländern im März 2026


(In Klammern finden Sie die vieljährigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961–1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vieljährigen Werten ermöglicht eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels.)

Sachsen-Anhalt: In Sachsen-Anhalt lag das Temperaturmittel im März bei 6,5 °C. Wie in allen anderen Bundesländern war es auch in der östlichen Landesmitte deutlich milder als im langjährigen Mittel. Die positive Abweichung belief sich auf 2,8 Grad (3,7 °C). Mit 205 Sonnenstunden (109 Stunden) reihte sich der März im Länderranking gemeinsam mit Brandenburg auf Platz zwei und in der Messhistorie auf einem bemerkenswerten dritten Platz ein. Nur in den Jahren 2022 und 2025 schien die Sonne im März noch länger. Durch den vielen Sonnenschein und lange Hochdruckphasen hatten es Niederschlagsgebiete schwer. Wenig verwunderlich daher, dass nur 20 l/m² registriert wurden. Das entspricht lediglich der Hälfte des vieljährigen Mittels (40 l/m²).

Thüringen: Der Freistaat Thüringen war im März mit einem Temperaturmittel von 5,7 °C (2,8 °C) das zweitkühlste Bundesland. Dennoch wurde der langjährige Mittelwert (2,8 Grad) sehr deutlich um fast 3 Grad übertroffen. Die Sonne schien im März außergewöhnliche 200 Stunden lang. Somit wurde die Marke von 200 Sonnenstunden in den letzten 5 Jahren zum dritten Mal überschritten. Die Monatsniederschlagssumme von lediglich 30 l/m² bedeutete ein Niederschlagsdefizit von über 20 l/m² (52 l/m²).

Alle genannten Werte sind vorläufige Werte. Die Sonnenscheindauer wird seit August 2024 teilweise aus Satellitendaten abgeleitet. Die für die letzten zwei Tage des Monats verwendeten Daten basieren auf Prognosen. Bis Redaktionsschluss standen nicht alle Messungen des Stationsnetzes des DWD zur Verfügung. Insbesondere die angegebenen Flächenmittel für Niederschlag und Sonnenscheindauer sind gerundet und können sich durch Nachlieferungen oder Qualitätsprüfungen noch leicht ändern.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentar hinzufügen
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)