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Do, 14:30 Uhr
21.11.2013

So krank ist der Landkreis Eichsfeld

Sind wir heute anders krank? Dieser Frage ist die Krankenkasse DAK nachgegangen. Es hat sich herausgestellt, dass psychische Erkrankungen zunehmen. Das wurde heute in einem Pressegespräch der DAK in Heiligenstadt deutlich...

Der Krankenstand der Bevölkerung allgemein im Eichsfeld ist 2012 gesunken. Die Ausfalltage haben im Vergleich zum Vorjahr landesweit um 0,2 Prozentpunkte abgenommen. In den einzelnen Städten und Landkreisen gab es allerdings unterschiedliche Entwicklungen.

Welche Besonderheiten gab es bei einzelnen Diagnosen? Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport 2013 der DAK-Gesundheit hervor, den Beatrice Knauft-Müller, Chefin der DAK-Gesundheit im Eichsfeld, vorstellte. Die DAK-Gesundheit hat im Eichsfeld rund 8000 Versicherte. Beim Gespräch war auch die Psychologin Dagmar Marx vom Ökumenischen Hainich Klinikum gGmbH – Tagesklinik und Ambulanz für Psychiatrie und Psychotherapie in Heiligenstadt dabei, sie bewertete einzelne Details des Gesundheitsreportes aus ihrer Sicht.

Nimmt man die Statistik zur Hand, so erfährt an, dass bei den DAK-Mitgliedern des Landkreises Eichsfeld Muskel-Skelett-Erkrankungen mit 26,3 Prozent an erster Stelle im Jahr 2012 standen, danach kamen mit 17 Prozent Erkrankungen des Atmungssystems und auf Platz drei bereits psychische Erkrankungen mit 12,1 Prozent. Zum Vorjahr sind die psychischen Erkrankungen allerdings schon etwas zurückgegangen. Im Durchschnitt liegt das Eichsfeld mit 201 Ausfalltagen pro 100 Versicherte hier höher als gegenüber den 193 Tagen in Thüringen.

Betrachtet man die Zahlen vom Jahr 2000 und 2012 für ganz Thüringen bei Erkrankungen so liegen hier die psychischen Erkrankungen mit 109 Fehltagen an der Spitze und da sind es wiederum die Depressionen. Seit dem Jahr 2000 haben die Fehltage wegen psychischer Erkrankungen um 131 Prozent zugenommen. Eine ähnliche Entwicklung ist auch auf Bundesebene zu beobachten.

Dagmar Marx sagte, dass Muskel-Skelett-Erkrankungen häufig psychische Ursachen haben. Sie betonte auch, dass jetzt mehr über Depressionen gesprochen wird, was vor Jahren nicht der Fall war. Auch sei Burn out keine medizinische Diagnose, sondern eine Fehlentwicklung.

Interessant ist auch, dass psychische Probleme meist von den Beschäftigten beim Arzt angesprochen werden und weniger durch den Arzt. Das haben 67,4 Prozent der befragten DAK-Mitglieder bestätigt.

Höhere Erreichbarkeit steigert das Risiko für Depression. Der Anteil Befragter mit depressiver Symptomatik nach Erreichbarkeit beträgt nach der Iges-Studie für die DAK 11,4 Prozent bei denen, die nie oder kaum erreichbar sind und 24 Prozent bei denen, die fast ständig erreichbar sind.


Autor: en

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