Fr, 11:14 Uhr
29.09.2017
Eichsfeld Arbeitsmarkt
Arbeitslosenquote erstmals bei 3,9 Prozent
Der Landkreis Eichsfeld konnte die Zahl der Arbeitslosen auf bislang niedrigstes Niveau senken. 2.130 Männer und Frauen sind hier auf Jobsuche, 12 Prozent weniger als im September 2016....
Die Arbeitslosenquote hat die Vierprozentmarke durchbrochen und liegt erstmals seit der Wende bei 3,9 Prozent.
Im Landkreis Nordhausen waren Ende des Monats 3.171 Männer und Frauen ohne Beschäftigung. Die Quote liegt aktuell bei 7,4 Prozent und damit etwas unter dem Vorjahreswert. Die Arbeitslosenquote im Kyffhäuserkreis beträgt derzeit 7,6 Prozent (niedrigster Stand seit 1990).
Deutlich weniger Jugendliche ohne Job
Die gute Beschäftigungslage habe sich im September auch stark bei den Jugendlichen ausgewirkt, erklärt Karsten Froböse. Durch Vermittlungen in den ersten Arbeitsmarkt konnte die Zahl der Arbeitslosen im Alter bis 25 Jahre deutlich gesenkt werden.
Die Nachfrage der Unternehmen ist vorhanden. Zudem sei die Zahl der Entlassungen Jugendlicher seit Jahresbeginn um über acht Prozent zurückgegangen.
Nach Ansicht des Agenturchefs müsse man jetzt darauf achten, dass Ausbildungsverhältnisse wenige Wochen nach dem Start nicht leichtfertig abgebrochen werden. Mit vorschnellen Entschlüssen sei niemandem geholfen.
Wir haben individuelle Unterstützungsmöglichkeiten, meint der Agenturchef. Für das Lernthema könne man mit ausbildungsbegleitenden Hilfen Jugendliche weiter
bringen. Eine zweite Möglichkeit sei die Unterstützung in Form Assistierter Ausbildung. Hier begleite man sowohl Azubis als auch Arbeitgeber über einen längeren Zeitraum hinweg.
Wer nähere Informationen benötigt, sollte sich an
seinen Berufsberater bei der Agentur für Arbeit wenden.
638 Jugendliche sind aktuell noch in der Nordhäuser Arbeitsagentur und den drei Jobcentern arbeitslos gemeldet, rund 40 weniger als vor einem Jahr. Vor zehn
Jahren habe man noch von rund 2 700 arbeitslosen Jugendlichen berichten müssen.
Im Jahresdurchschnitt lag die Arbeitslosenquote der Jugendlichen bei 6,5 Prozent, während sie im Jahr zuvor noch 7,2 Prozent betrug.
Weniger ältere Arbeitslose im September
Nicht nur bei den Jüngeren gab es im vergangenen Monat erfreuliche Nachrichten vom Arbeitsmarkt. Auch die Zahl der Älteren ohne Job sinkt weiter. Viele Firmenchefs stehen einer Beschäftigung Älterer aufgeschlossen gegenüber. Rund 20.000 über 55-Jährige waren Ende 2016 in Nordthüringen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren über sieben Prozent mehr als im Jahr zuvor.
Für viele Firmenchefs zählt bei Mitarbeitern jenseits des 55. Lebensjahres die nicht zu ersetzende Berufserfahrung, so Karsten Froböse. Rund 2.300 Männer und Frauen dieser Altersgruppe seien derzeit im Agenturbezirk noch ohne Beschäftigung, über sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Viele von den Lebenserfahreneren hätten gute Fachkenntnisse und bis zum Ruhestand würden noch rund 10 Jahre bevor stehen.
Das Thema berufliche Veränderung und
Qualifizierung könne dennoch auch hier eine Rolle spielen. Weiterbildung erfolgt ein Leben lang. Technischer Fortschritt und Veränderung begleiten unser
Berufsleben, so der Arbeitsmarktexperte.
Gute Chancen in der Elektrobranche
Fast sechzehn Prozent aller Beschäftigten sind im Agenturbezirk in Metall- und Elektroberufen tätig. Damit liegt der Norden im Thüringenvergleich nach Suhl an
zweiter Stelle. Wir haben es mit einer Leitbranche zu tun, die große Chancen auf qualifizierte, langfristige Beschäftigung verspricht, sagt Karsten Froböse.
Erneuerbare Energien verändern Berufe und Tätigkeitsanforderungen auf lange Sicht, bieten hingegen aber auch Entwicklungsmöglichkeiten für Jüngere und Ältere.
Autor: enDie Arbeitslosenquote hat die Vierprozentmarke durchbrochen und liegt erstmals seit der Wende bei 3,9 Prozent.
Im Landkreis Nordhausen waren Ende des Monats 3.171 Männer und Frauen ohne Beschäftigung. Die Quote liegt aktuell bei 7,4 Prozent und damit etwas unter dem Vorjahreswert. Die Arbeitslosenquote im Kyffhäuserkreis beträgt derzeit 7,6 Prozent (niedrigster Stand seit 1990).
Deutlich weniger Jugendliche ohne Job
Die gute Beschäftigungslage habe sich im September auch stark bei den Jugendlichen ausgewirkt, erklärt Karsten Froböse. Durch Vermittlungen in den ersten Arbeitsmarkt konnte die Zahl der Arbeitslosen im Alter bis 25 Jahre deutlich gesenkt werden.
Die Nachfrage der Unternehmen ist vorhanden. Zudem sei die Zahl der Entlassungen Jugendlicher seit Jahresbeginn um über acht Prozent zurückgegangen.
Nach Ansicht des Agenturchefs müsse man jetzt darauf achten, dass Ausbildungsverhältnisse wenige Wochen nach dem Start nicht leichtfertig abgebrochen werden. Mit vorschnellen Entschlüssen sei niemandem geholfen.
Wir haben individuelle Unterstützungsmöglichkeiten, meint der Agenturchef. Für das Lernthema könne man mit ausbildungsbegleitenden Hilfen Jugendliche weiter
bringen. Eine zweite Möglichkeit sei die Unterstützung in Form Assistierter Ausbildung. Hier begleite man sowohl Azubis als auch Arbeitgeber über einen längeren Zeitraum hinweg.
Wer nähere Informationen benötigt, sollte sich an
seinen Berufsberater bei der Agentur für Arbeit wenden.
638 Jugendliche sind aktuell noch in der Nordhäuser Arbeitsagentur und den drei Jobcentern arbeitslos gemeldet, rund 40 weniger als vor einem Jahr. Vor zehn
Jahren habe man noch von rund 2 700 arbeitslosen Jugendlichen berichten müssen.
Im Jahresdurchschnitt lag die Arbeitslosenquote der Jugendlichen bei 6,5 Prozent, während sie im Jahr zuvor noch 7,2 Prozent betrug.
Weniger ältere Arbeitslose im September
Nicht nur bei den Jüngeren gab es im vergangenen Monat erfreuliche Nachrichten vom Arbeitsmarkt. Auch die Zahl der Älteren ohne Job sinkt weiter. Viele Firmenchefs stehen einer Beschäftigung Älterer aufgeschlossen gegenüber. Rund 20.000 über 55-Jährige waren Ende 2016 in Nordthüringen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren über sieben Prozent mehr als im Jahr zuvor.
Für viele Firmenchefs zählt bei Mitarbeitern jenseits des 55. Lebensjahres die nicht zu ersetzende Berufserfahrung, so Karsten Froböse. Rund 2.300 Männer und Frauen dieser Altersgruppe seien derzeit im Agenturbezirk noch ohne Beschäftigung, über sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Viele von den Lebenserfahreneren hätten gute Fachkenntnisse und bis zum Ruhestand würden noch rund 10 Jahre bevor stehen.
Das Thema berufliche Veränderung und
Qualifizierung könne dennoch auch hier eine Rolle spielen. Weiterbildung erfolgt ein Leben lang. Technischer Fortschritt und Veränderung begleiten unser
Berufsleben, so der Arbeitsmarktexperte.
Gute Chancen in der Elektrobranche
Fast sechzehn Prozent aller Beschäftigten sind im Agenturbezirk in Metall- und Elektroberufen tätig. Damit liegt der Norden im Thüringenvergleich nach Suhl an
zweiter Stelle. Wir haben es mit einer Leitbranche zu tun, die große Chancen auf qualifizierte, langfristige Beschäftigung verspricht, sagt Karsten Froböse.
Erneuerbare Energien verändern Berufe und Tätigkeitsanforderungen auf lange Sicht, bieten hingegen aber auch Entwicklungsmöglichkeiten für Jüngere und Ältere.