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Sa, 08:38 Uhr
13.11.2021
Aus der Arbeit der Autobahnpolizei

Falsch "getankt" und großen Schaden verursacht

Ein 44-jähriger ukrainischer Lkw-Fahrer eines polnischen Sattelzuges verursachte am Freitagnachmittag auf der BAB 71 in Fahrtrichtung Sangerhausen kurz nach dem Erfurter-Kreuz einen schwerwiegenden Verkehrsunfall, bei dem Sachschaden von ca. 30.000 Euro entstanden ist...

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Der Sattelzug fiel bereits auf der BAB 4 durch eine sehr auffällige Fahrweise in Form von Schlangenlinien auf. Auf der BAB 71 kam das Fahrzeug nach rechts von der Fahrbahn ab, kollidierte mit der Leitplanke und fuhr eine Böschung hinauf. Dadurch wurde der Dieseltank beschädigt und es lief Dieselkraftstoff aus. Der Ukrainer fuhr noch mehrere Kilometer weiter und verteilte den Kraftstoff auf der kompletten Fahrbahn, bis er dann aufgrund der Beschädigungen am Fahrzeug zum Anhalten gezwungen war.

Bei dem Fahrer wurde vor Ort ein Atemalkoholtest durchgeführt, welcher 3,17 Promille als Ergebnis zeigte. Der Führerschein wurde sichergestellt; eine Blutentnahme im Krankenhaus durchgeführt. Ihn erwartet nun ein Anzeige wegen Straßenverkehrsgefährdung. Die Fahrbahn in Richtung Sangerhausen war für über fünf Stunden voll gesperrt. Es bildete sich ein Stau von ca. fünf Kilometer.
Autor: red

Kommentare
Paulinchen
13.11.2021, 10.33 Uhr
Nun, was soll's....
... der doch nicht so standfeste Fahrzeuglenker dürfte in Deutschland für die nächsten 15 Jahre, ein Fahrverbot erhalten, verbunden mit einem ebensolchen Einreiseverbot. Auch wir brauchen Strafen wie in Dänemark. Dort ist grundsätzlich auch das Fahrzeug weg und wer nicht die dänische Staatsangehörigkeit hat, der muß ausreisen.
Kobold2
13.11.2021, 17.55 Uhr
unsere südharzer
Verkehrsexpertin versucht sich jetzt auch in juristischen Fragen. Nur ist es hier, wie mit den Taschen eines nackten Mannes...
Ein Fahrzeug , was einem nicht gehört, kann man nicht wegnehmen, auch nicht in Dänemark.
"Was solls" ist auch hier der falsche Ansatz, aber in guter Gesellschaft...
Bei den Werten ist es eindeutig, das der Fahrer kein Problem mit Alkohol hat, sondern eines ohne. Der ist definitiv Krank. Die hierzulande üblichen Präventivmaßnahmen, darf man leider nicht anwenden.
Dieses importierte Problem ist in der Branche bekannt und keine Seltenheit. Der Gesetzgeber sieht hier seit Jahren kaum Handlungsbedarf. Man sollte sich lieber mal fragen, warum ein ukrainischer Fahrer (Drittsaat!) auf einem polnischen LKW durch Europa fährt?
Das sind die Ergebnisse der Wirtschaftspolitik, unseres Konsumverhaltens und vor allem der gesellschaftlichen Akzeptanz, die Berufskraftfahren zu oft verwehrt wird. Für den Beifall klatschenden Stammtisch gibt es dazu auch aussagekräftige Beiträge auf eurem Lieblingsinfoportal Youtube.
Wenn schon Stammtisch, dann empfehle ich die offiziellen!!! Truckerstammtische, die regelmäßig in verschiedenen Autohöfen stattfinden und nicht die Märchenstunden, alla "ich habe mal gehört".
Das zu erwartende Fahrverbot für Deutschland wird den Fahrer wenig stören.....
Halssteckenbleib
13.11.2021, 19.09 Uhr
Falsch getankt . ..
Anders war der Job vermutlich für den Lastfahrer nicht mehr zu ertragen....Schlimm schlimm ....was für eine Entwicklung......
Paulinchen
13.11.2021, 19.20 Uhr
@Kobold...
.... so langsam wird es Zeit für Sie, dass Sie sich in Sachen Justiz mal wieder einer Nachschulung unterziehen.

Sowohl die Schweiz, wie auch Dänemark, konfiszieren bei groben Verkehrsverstoessen das Auto, mit dem der Verstoß begangen wurde. Dabei spielt es keine Rolle, wer der Eigentümer ist! Der oder die Eigentümer müssen sich dann an den Fahrzeugführer wenden, um eine Entschädigung zu erhalten. Das Auto wird versteigert und der Gewinn geht an die jeweiligen Kommunen.
So geht Bestrafung außerhalb von Deutschland. Also - passen Sie gut auf....
Kobold2
13.11.2021, 20.35 Uhr
Wird spannend
Wenn der Eigentümer der Ladung seine Ware einklagt.
Dem Staat Lustlosigkeit vorwerfen und selbst die Tat mit "was solls" wegwischen, bedarf auf jeden Fall einer tiefgründigeren Nachschulung...
Ist ja egal wer die ungeliebten Arbeiten macht, so lange sich noch einer findet....
pseudonym
14.11.2021, 08.28 Uhr
Das ist mal wieder typisch deutsches Moralin
vom Koblod. Wenn ein ausländischer LKW Fahrer sturzbesoffen Scheiße baut, ist natürlich nicht der LKW Fahrer schuld, sondern der deutsche Verbraucher mit seinem Konsumverhalten. Es zwingt niemand(!) irgendeinen LKW zu besteigen und diesen Job auszuüben. Weder in der Ukraine noch in Polen noch in Deutschland! Und wenn man sich trotzdem dafür entscheidet, hat man gefälligst sich seiner Verantwortung in Straßenverkehr gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern bewusst zu sein, egal ob man seiner Meinung nach ausreichend bezahlt wird oder nicht! Wenn jemand meint zu wenig zu verdienen oder die Arbeitsbedingungen schlecht seien, dann hat man das mit seinem Chef zu klären, oder ne Gewerkschaft zu gründen oder sich nen anderen Job zu suchen! Und wenn das nicht reicht: Gehen sie in die Politik wenn sie unzufrieden sind und was ändern wollen. Aber definitiv ist nicht der Deutsche Verbraucher schuld, wenn LKW Fahrer saufend durch die Gegend fahren!
Kobold2
14.11.2021, 10.05 Uhr
Typische Reaktion
wenn man auf seiner Wohlfühlcouch gestört wird.
Probleme löst man nicht, indem man an den Symptomen rumspielt, sondern an die Ursachen geht. Aber da haben sie hier noch weitere Mitstreiter.
Warum steigt die Zahl der Gütertransporte auf der Straße stetig weiter?
Warum haben wir seit Jahren einen vorausgesagten !!!Fahrermange, in allen Ländern.
Warum will gibt es kaum Nachwuchs?
Welchen Zweck hatte die EU Osterweiterung?
Warum heißt das Mobilitätspackt? und nicht Vertrag???
Die Chefs und die Unternehmen sind am wenigsten an den Bedingungen Schuld, die wissen was sie an guten Fahrern haben, nur gibt es kaum noch gute verfügbare Fahrer. Erst einmal sollten sie sich über die Strukturen informieren, bevor sie mit der Gewerkschaftsmasche kommen.
Die hilft ihnen nicht, bei dem Unverständnis und dem Hass vieler Verkehrsteilnehmer, oder bei den Drangsalierungen durch behördliche Auflagen, abwertende Behandlung an Lade und Entladestellen.
Wenn sie meinen, das die Ukrainer, Usbeken, Kirgisier Georgier, u. v.a.m. ,die zu Hauf vorwiegend auf polnischen, oder litauischen LKW unterwegs sind, nicht gezwungen sind monatelang durch Europa zu fahren, Bestimmungen und Gesetze zu unterlaufen, den Markt kaputt machen, weil geiz ja so geil ist, dann bleiben sie weiter auf ihrer kuschligen Couch mit ihrer Stammtischmeinung, oder sie folgen meinem o.g. Rat zu den ausagekräftigeren Stammtischen.
Ein Blick in den Mobilitätspackt und die anschließende Frage, wie deren Einhaltung kontrolliert werden soll hilft auch schon für Licht, nicht nur in der düsteren Jahreszeit.
Das Alkoholproblem vieler osteuropäischer Fahrer ist in der Branche bekannt, die Kontrollmöglichkeiten begrenzt. Kontrollen wurden seit Jahren von politischen Seite ( welche Lobby steckt wohl dahinter) zurückgefahren. Wenn es gut läuft, heuert der Fahrer beim nächsten Unternehmen an und fährt einfach weiter.
Es ist ein offenes Geheimnis, das man entsprechende Papiere auch käuflich erwerben kann.
Die Personalfrage im Güterverkehr ist schon lange nicht mehr abzudecken, deshalb kommt es u.a. zu solchen Vorfällen, weil der Markt nichts mehr hergibt.
Als einheimischer Fahrer würde er schon lange nicht mehr fahren..
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