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So, 11:43 Uhr
14.11.2021
ifo Institut hat untersucht:

Kopfnoten im Zeugnis bedeutungslos

Verhaltensnoten für Schüler sind bedeutungslos für den Bildungserfolg und den Einstieg ins Berufsleben. Das hat eine neue Studie des ifo Instituts herausgefunden...

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„Weder bei Schulleistungen, Charaktereigenschaften oder der Erwerbstätigkeit können wir bedeutsame Unterschiede für Schulkinder mit und ohne Verhaltensnoten nachweisen. Diese ‚Kopfnoten‘ scheinen sich also weder positiv noch negativ auf die Entwicklung der Schüler auszuwirken“, sagt ifo-Forscher Florian Schoner. „Die heiß geführten Debatten darum waren also viel Lärm um nichts.“

Die Studie ist ein Beispiel dafür, dass über manche Bildungsreformen zwar in der Öffentlichkeit heftig debattiert wird, sie aber keinen messbaren Unterschied für die betroffenen Schüler erzeugen. „Aus politischer Sicht ist das sehr aufschlussreich“, sagt ifo-Forscherin Larissa Zierow. “Die Wissenschaft benötigt messbare Beweise, um zu klären, ob viel diskutierte Reformen überhaupt Folgen haben. Unsere Ergebnisse zur ‚Kopfnoten‘-Reform legen nahe, dass sich die politischen Bemühungen auf andere Bereiche konzentrieren sollten, um die Qualität des Bildungssystems zu erhöhen.“

Für die Untersuchung verwenden die Autoren drei umfangreiche Datensätze: Vergleichstests in der neunten Klasse, Messungen von Charaktereigenschaften, wie beispielsweise Gewissenhaftigkeit, aus Haushaltsbefragungen sowie Daten zum Einstieg in das Erwerbsleben aus dem Mikrozensus, der jährlichen Haushaltsbefragung der amtlichen Statistik in Deutschland. Nimmt man Befürworter und Gegner von Verhaltensnoten beim Wort, sollte all dies von der Benotung betroffen sein. Messbar bestätigen lassen sich diese theoretischen Überlegungen jedoch nicht. Schoner sagt zur Erklärung, der zusätzliche Informationsgehalt von Verhaltensnoten sei deshalb gering, weil Fachnoten das Verhalten und die Mitarbeit der Schüler bereits zum Teil umfassten.

In der Studie vergleichen die ifo-Forscher Florian Schoner, Lukas Mergele und Larissa Zierow Bildungsreformen von Bundesländern, die Verhaltensnoten in ihrem Schulsystem eingeführt haben. „Durch die gegensätzlichen Ansichten zu Nutzen und Schaden von Kopfnoten gab es in den 2000er Jahren immer wieder Bildungsminister, die Kopfnoten abschafften oder wieder einführten. Diese zeitlichen Unterschiede zwischen den Bundesländern nutzen wir, um die Folgen dieser Benotungsform für die Schüler zu untersuchen“, sagt ifo-Forscher Lukas Mergele.
Autor: red

Kommentare
Örzi
14.11.2021, 11.59 Uhr
Also weg damit!
Die Kleinen machen sowieso, dass was sie von zuhause gewöhnt sind. Nämlich was sie wollen. Fleiß und Verhalten sind Tugenden der Gestrigen. Das Kind ist schließlich eine Persönlichkeit m/w/d die man nicht in seiner individuellen Entwicklung verbiegen darf. Wenn es meint, es sei das Beste, die Beine auf den Tisch zu legen und den Lehrer anzupöbeln beeinträchtigt das ja in keiner Weise seine spätere Entwicklung. Manch Bildungspolitiker hat seine Karriere vielleicht auch so gestartet. Je chaotischer die Zustände im Klassenraum sind, um so mehr freuen sich die Lehrer, wenn die Kindlein für das Klima die Schule schwänzen.
Marino50
14.11.2021, 14.06 Uhr
Kopfnoten
waren für mich selbst und auch für meine Kinder noch wichtig. Zeigten sie doch das Verhalten im Unterricht und auch im Leben überhaupt. Aber das hat sich im Laufe der Jahre geändert. Bei vielen spiegelt sich das im späteren Leben durch das asozial Verhalten wider. Für mich ist das ein Versagen der Eltern und unseres Bildungssystems überhaupt. Logisch, dass Kinder als Vorbild Erwachsene haben.
Der Reinsch heißt
14.11.2021, 15.36 Uhr
Kopfoten,
liebe NNZ, alles klar, wir haben Euch verstanden. Ihr seid manchmal zu hastig. Aber lustig seid Ihr.
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Anm. d. Red.: Ja, ein bisschen Spaß muss schon mal sein ...:-)
Danke!
DDR-Facharbeiter
14.11.2021, 23.17 Uhr
Kultusminister sollten sich statt um Kopfnoten besser um Lerninhalte kümmern.
Drei Soziologen eines IFO-Instituts haben untersucht:
"Kopfnoten / Verhaltensnoten für Schüler im Zeugnis sind bedeutungslos für den Bildungserfolg und den Einstieg ins Berufsleben. Das hat eine neue Studie des ifo Instituts herausgefunden...„Die heiß geführten Debatten darum waren also viel Lärm um nichts." Zitat IFO-Institut.
Teuer erkauftes Ergebnis für NICHTS!
In der DDR waren die Kopfnoten aufschlussreicher:
"Er ist Mitglied der FDJ" stand in meinem Abi-Zeugnis. Im Klassenbuch erschien - nur neben meinem Namen- der Vermerk: " Studienplatz TH Dresden." Warum diese Bevorzugung gegenüber unsern beiden Edelkommunisten? Ein befreundeter Erzieher verriet es mir: "Die neue Armee braucht dringend Elektro-Techniker mit Abitur und Facharbeiter-Ausbildung wie Dich".
Ein Sohn eines Pfarrers bekam keinen Studienplatz. Weil er nicht in der FDJ war?? Kinder von Vätern mit Einzelvertrag bekamen immer einen Studienplatz. Ob sie alle in der FDJ waren, weiss ich nicht. Die DDR war eine zutiefst gespaltene Klassengesellschaft mit Sippen-Benachteiligung.
Wichtiger für den Ausbildungserfolg sind die Lerninhalte. Einem Professor für Maschinenbau an der FH Nordhausen wurden von hochtrabenden Förder-Instituten Studienanfänger zugeteilt, die nicht einmal die Dreisatzrechnung beherrschten...
Die Kultusminister sollten sich statt um Kopfnoten besser um zeitgemässe Lerninhalte kümmern.
Die Dreisatzrechnung haben wir in den 50er Jahren bereits im Fachrechnen an der Berufsschule in der Wiedigsburg geübt.
Gehard Gösebrecht
15.11.2021, 07.22 Uhr
Da waren Sie doch hoch gebildet
Sie waren Mitglied der FDJ und beherrschen in frühen Jahren die Dreisatzberechnung.
Was wollen Sie jetzt noch?
Hat Ihnen die DDR keine Bildungschancen gegeben, oder was passt Ihnen im Nachhinein nicht?
Dass die Pfarrertochter, welche die DDR Politik grundsätzlich mit ihrem Glauben nicht vereinbaren konnte und bei Veranstaltungen immer durch Abwesenheit glänzte, keinen Studienplatz bekam?
In der BRD darf natürlich Hinz und Kunz studieren, bis das Rentenalter erreicht wird, egal ob ein Nutzen dadurch zu erkennen ist.
Hauptsache man hat was studiert.

Anmerkung techn. Support:
Kommentar leicht gekürzt.
Gehard Gösebrecht
15.11.2021, 07.38 Uhr
Abgelehnt
Warum wird hier leicht gekürzt?
Sind wir hier im Bundestag?

Anmerkung techn. Support:
Sonst hätte ich es sperren müssen.
tannhäuser
16.11.2021, 22.59 Uhr
Mal ehrlich...
...wem vom uns hat es denn geschadet, dass unser erster Blick bei der Zeugnisausgabe auf die Kopfnoten fiel?

Ich war die ersten 3 Jahre auf einer so genannten Dorfschule und es war mir und meinen Eltern tatsächlich wichtig, wie unser Lehrer Herr Hummel (Der hieß tatsächlich so) mich in Fleiß, Ordnung und Betragen einschätzte.
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