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Do, 10:47 Uhr
13.01.2022
Thüringer LANDESAMT FÜR Statistik

Thüringen verliert weiter an Einwohnern

Am 30. September 2021 hatte Thüringen 2 112 007 Einwohner, davon 1 066 742 Personen weibli- chen und 1 045 265 männlichen Geschlechts. Damit verringerte sich nach vorläufigen Ergebnissen des Thüringer Landesamtes für Statistik die Bevölkerungszahl seit Jahresbeginn bis zum 30. September 2021 um 8 230 Personen bzw. um 0,4 Prozent...

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Im Vergleich zum 30. September 2020 nahm Thüringens Einwohnerzahl um 11 146 Personen bzw. um 0,5 Prozent ab.

Der Einwohnerverlust bis zum 30.September2021 resultierte aus einem Sterbefallüberschuss von 12 929 Personen, welcher durch einen positiven Wanderungssaldo von 4 894 Personen abgemildert wurde. Hinzu kamen die von den Standes- und Meldeämtern nachträglich gemeldeten Korrekturfälle, welche per Saldo zusätzlich einen Rückgang in Höhe von 195 Personen ausmachten. In den ersten 9 Monaten des Jahres 2020 betrug der Sterbefallüberschuss 9 315 Personen und der Wanderungssaldo fiel mit 666 Personen negativ aus.

Von Januar bis September 2021 wurden in Thüringen 11 729 Kinder geboren. Im selben Zeitraum starben 24 658 Menschen. In den ersten 3 Quartalen 2020 kamen 12 211 Lebendgeborene in Thüringen zur Welt, während 21 526 Menschen starben. Dies liefert Anhaltspunkte dafür, dass die Corona-Pandemie im Jahr 2021 zwar Einfluss auf die Zahl der Gestorbenen, aber (noch) nicht auf die Zahl der Geburten hatte.

Der Wanderungssaldo bis zum 30. September 2021 resultierte aus 38 411 Zuzügen und 33 517 Fortzügen über die Thüringer Landesgrenze. Von Januar bis September 2020 wurden 32 954 Zuzüge und 33 620 Fortzüge registriert. Während Thüringen gegenüber den anderen Bundesländern erneut Einwohner verlor (Januar bis September 2021: -1 824 Personen), bestand gegenüber dem Ausland ein hoher positiver Wanderungssaldo (Januar bis September 2021: +6 718 Personen).

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist der Wanderungsverlust gegenüber den anderen Bundeslän- dern um 1 344 Personen zurückgegangen und der Wanderungsgewinn gegenüber dem Ausland stieg um 4 216 Personen. Außerdem erreichten die Zuzüge über die Landesgrenze fast wieder das „Vor-Corona“-Niveau des 3. Quartals 2019 (38 866 Zuzüge), die Fortzüge über die Landesgrenze verblieben hingegen (vorerst) auf dem „Corona-Niveau“ des Vorjahres 2020 (33 620 Fortzüge über die Landesgrenze).
Autor: red

Kommentare
Herbert53
13.01.2022, 14.20 Uhr
das 3. Geschlecht
Was mich verwundert ist folgendes. Jetzt wurde überall das 3. Geschlecht "Divers" eingeführt, aber in Thüringen gibt es nur Männer und Frauen, die geboren werden und sterben. Hätte man sich die aufwändige Einführung daher sparen können oder ist die Statistik diesbezüglich unvollständig?
Trüffelschokolade
13.01.2022, 16.07 Uhr
Geschlechtseinträge
Die amtliche Statistik erfasst es zwar, aber führt es in der Auswertung in der Regel nicht auf, da aufgrund der relativ geringen Fallzahl sonst zu schnell eine eindeutige Identifizierung stattfinden kann. Die Leute werden dann zufällig m oder w zugeordnet in der Statistik.

Was bspw. in der Regel auch nicht in der Statistik aufgeführt ist, ist wenn eine Person keinen Geschlechtseintrag hat. Rechtlich gesehen gibt es in Deutschland vier mögliche Geschlechtseinträge: m, w, d, kein Eintrag. Letzteren sogar schon seit Anfang der 2010er und damit länger als "d".

Auch "d" als Geschlechtseintrag ist nur ein Provisorium. Abgesehen von der Tatsache, dass es sehr schwer ist diesen Eintrag zu erhalten weil der Prozess ziemlich aufwändig, umständlich und auch teuer sein kann, und das BMI damals den berechtigten Personenkreis sehr stark eingeschränkt hat.
Gleichzeitig muss man sich auch immer wieder erst bewusst machen, dass "d" nur ein gesetzlicher Marker ist, und keine Identität abbildet. Personen können sich sehr unterschiedlich identifizieren, ganz egal was im Ausweis steht. Nicht wenige Personen jenseits von m/w zum Beispiel lehnen "divers" ab, weil sie den Begriff super doof finden. Der war ja schon sehr umstritten. Der vorherige Vorschlag war nochmal schlimmer, da haben die Fachverbände noch mehr Kritik geübt.
Die Zahl der Leute, die sich nicht eindeutig als m/w identifizieren, ist um ein Vielfaches größer als die Zahl jener mit offiziellem Eintrag "d".
N. Baxter
14.01.2022, 12.00 Uhr
permanentes Wachstum
kann nicht die Lösung der Menschheitsprobleme sein!
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