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Mo, 14:40 Uhr
21.11.2022
ThüringenForst

Achtung! Wildwechsel

Die dunkle Jahreszeit birgt das Risiko von Wildunfällen, deshalb empfiehlt ThüringenForst den Autofahrern besondere Umsicht in Waldgebieten und an Feldrändern walten zu lassen...

In der „dunklen Jahreszeit“ müssen Autofahrer beim Durchfahren von Wald- und Feldgebieten stets erhöhte Aufmerksamkeit zeigen: Plötzliche Wildwechsel sind möglich! (Foto: Andreas Knoll) In der „dunklen Jahreszeit“ müssen Autofahrer beim Durchfahren von Wald- und Feldgebieten stets erhöhte Aufmerksamkeit zeigen: Plötzliche Wildwechsel sind möglich! (Foto: Andreas Knoll)


Wildtiere wie Rot-, Reh- oder Schwarzwild wechseln bei den gegenwärtig milden Temperaturen immer noch verstärkt zwischen Wald und Feld. Gleichzeitig stellen die herbstlichen Witterungsverhältnisse, speziell in der Dämmerung, viele Autofahrende vor besondere Herausforderungen. Deshalb raten die Wildexperten der Landesforstanstalt Kraftfahrenden gerade in den Morgen- und Abendstunden zu größter Vorsicht beim Befahren von Straßen durch Waldgebiete und Feldränder.

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Wenn Wild zu sehen ist: Kontrolliert abbremsen, hupen und abblenden.

Achtung: Wo ein Wildtier die Straße überquert, folgen oft weitere nach!
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Umsichtige Autofahrende senken das Kollisionsrisiko mit Wild
Seit Jahren schwanken die Wildunfallzahlen in Thüringen zwischen 5.500 und 8.000 Fälle. Bundesweit ereigneten sich in den letzten Jahren über eine Viertel Million Wildkollisionen mit einer versicherungswirtschaftlichen Gesamtschadenssumme in hoher dreistelliger Millionenhöhe. Dieses unfallstatistische Auf und Ab führen die Forstexperten:innen im Wesentlichen auf die natürlichen Schwankungen in der Wildbestandshöhe zurück. Speziell Wildschweinpopulationen können mit extremen Reproduktionsraten auf milde Winter reagieren. „Umsichtige Kraftfahrende, die bei dem Verkehrswarnschild „Wildwechsel“ insbesondere in den Dämmerungsstunden das Tempo reduzieren und bremsbereit sind, können Wildunfälle wirksam reduzieren“, erläutert Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Aber auch die Jäger:innen können durch eine intensive Bejagung der Flächen entlang gefährdeter Straßen das Wildunfallrisiko der Verkehrsteilnehmenden vermindern helfen.
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Bei Wildunfällen: Anhalten, Ruhe bewahren, Polizei rufen
Was aber tun, wenn es doch zu einem Wildunfall gekommen ist? Forstleute empfehlen: Anhalten, Ruhe bewahren und Polizei oder die/den Jagdausübungsberechtigte:n rufen. Wird das Tier am Unfallort tot aufgefunden, warten bis die Polizei eintrifft. Ist das Tier verletzt und immobil, keinesfalls das Wildtier durch Streicheln oder Zureden zu beruhigen versuchen. Das Wildtier kann in Panik beißen, um sich treten oder mit dem Gehörn oder Geweih schlagen. Ziehen sie sich einfach zurück und warten sie in sicherem Abstand. „Bitte fahren sie nicht einfach weiter, der Unfallverursachende ist dem Tierschutz verpflichtet“, mahnt Gebhardt.
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Jäger und Förster übernehmen oft die Fallwildentsorgung kostenfrei
Durch Unfälle getötetes Wild muss durch die Gemeinden oder die Straßenbauverwaltung entsorgt werden. In der Regel wird dies aber durch die zuständigen Jagdpachtenden oder Forstrevierleitenden kostenlos erledigt. Im Schnitt fallen hierbei rund 100 Euro für Transport, Lagerung und Gebühren für die Tierkörperbeseitigung an. Diese Kosten werden letztlich dem Steuerzahler erspart.
Autor: emw

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