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Di, 09:03 Uhr
07.05.2024
ThüringenForst

95 Prozent Schadholz

2023 war zwar überdurchschnittlich Niederschlagsreich, mit einer Jahresmitteltemperatur von 10,1° C hingegen das wärmste Jahr seit Messbeginn 1881. Dies hat maßgeblich die im Freistaat wütende Borkenkäferkatastrophe verschärft. Das hat Folgen für den Holzeinschlag im Forst...

So mußten allein in den Wäldern der ThüringenForst-AöR rund 3,0 Millionen Festmeter Buchdruckerschadholz eingeschlagen werden. Hinzu kamen, neben geringen Holzmengen aus regulärem Pflegeeingriffen, die Nadel- und Laubholzschadmengen aus Dürre- und Sturmereignissen. Insgesamt hat die Landesforstanstalt 2023 damit rund 3,4 Millionen Festmeter Holz zwangsnutzen müssen. Die geerntete Menge war zu über 95 % Schadholz.



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Davon gingen mehr als drei Viertel auf das Konto des Fichtenborkenkäfers. Aber auch die Laubholzernte war deutlich von klimawandelbedingten Folgen betroffen. So wurden über 180.000 Festmeter größtenteils dürregeschädigte Buche geerntet. Wird Laubholz rechtzeitig, also schon bei ersten Anzeichen von Dürreschäden, eingeschlagen, so kann das Stammholz als qualitativ hochwertiger Rohstoff vonseiten der Holzindustrie genutzt werden.

„Die Holzernte der ThüringenForst-AöR wurde 2023 zu 8 % durch unternehmenseigene Holzerntekapazitäten bewältigt. Ein Großteil der Holzernte wurde hingegen an private Forstunternehmer aus der Region im Rahmen von Ausschreibungen vergeben“, erläutert Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Damit wurde ein hoher Grad an Wertschöpfung im ländlichen Raum realisiert. Der seit Jahren hohe Schadholzanteil bei der Holzernte lässt planmäßige Pflegeeingriffe kaum mehr zu. Noch mehr Holz würde am Markt nur ein Überangebot schaffen, wäre aber zur Förderung und Stabilisierung der Wälder notwendig.
Autor: red

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Kommentare
Paulinchen
07.05.2024, 11:11 Uhr
Leider muss ich gestehen,...
... dass für mich die neue Forstwirtschaft ein Buch mit 1000 Siegeln geworden ist.

Sind sich die Experten eigentlich darüber im klaren, dass unser Wald erst in ca. 150 Jahren, wieder ein Wald ist?

Auf unserern Feldern wird Gift versprüht, welches inzwischen in unserer Nahrungskette angekommen ist. Gegen den Borkenkaefer sind wir ohnmächtig. Unser Müllproblem ist fragwürdig, was die Verarbeitung und fachgerechte Entsorgung angeht. Wir exportieren den Müll in alle Welt, aber am Ende schwimmt er in den Flüssen und Meeren. Die anfallenden Rohstoffe durch die Mülltennung, werden in Deutschland bisher nur zu 14 Prozent wiederverwendet!
Liegt das alles am Krieg in der Ukraine, oder an der Ohnmacht unserer Regierung?

Unser Minister für Landwirtschaft und Ernährung ruft auf, wir sollen nur noch ein Ei pro Woche verzehren und uns der vergangen Kost mehr zuwenden. Ein Professor der Harvard University in London, hat ihn deshalb gerügt. Genau das ist der falsche Weg, so der Experte zu Özdemir! Gibt es noch Dinge, welche man unbekümmert verzehren kann und wann gibt es wieder einen echten Wald, durch den man entspannt und saubere Luft atmen kann? Es ist schlimm, dass ich meinem Urenkel nur noch ein Foto von dem ehemaligen Harzwald zeigen muss, weil den gibt es nicht mehr. Er ist Opfer der Menschen geworden und das in jeder Hinsicht.
Leider!
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